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Düstere Aussichten für André Schürrle beim FC Chelsea

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Düstere Aussichten für André Schürrle

05.02.2014, 13:35 Uhr | t-online.de

Düstere Aussichten für André Schürrle beim FC Chelsea. André Schürrle (Quelle: imago/BPI)

André Schürrle spielt beim FC Chelsea aktuell nur eine Nebenrolle. (Quelle: BPI/imago)

Aus England berichtet Marc L. Merten

Das englische Wetter ist berühmt und berüchtigt. Doch so viel Regen wie dieses Jahr im Januar hatten die Briten seit 250 Jahren nicht gesehen. Gerade im Süden Englands traten vielerorts Flüsse über die Ufer und legten sich wie ein düsterer erdrückender Schleier über das Land. Ein Monat zum Vergessen für viele Einheimische – und Sinnbild für die Entwicklung des André Schürrle im Januar beim FC Chelsea.

Wenigstens, so mag sich der 23-Jährige manchmal gedacht haben, saß er meist im Trockenen, warm angezogen, wenn seine Mitspieler bei Hundswetter an der Stamford Bridge auflaufen mussten. Doch eigentlich denken Fußballer nicht so. Sie wollen spielen. Davon aber ist Schürrle so weit entfernt wie England vom Status eines Sommerparadieses.

Gnadenbrot statt Stammplatz

Ganze drei Minuten Einsatzzeit weist die Leistungsbilanz des Deutschen auf, seit er an Neujahr zuletzt in der Liga von Anfang an ran durfte. Zweimal wurde er zuletzt sogar gänzlich aus dem Kader gestrichen. Einzig im FA-Cup durfte er einmal von Anfang an auflaufen. Doch dieser Einsatz gilt eher als Beweis dafür, wo Schürrle gerade in der Nahrungskette der Blues steht. Denn auch bei Chelsea gilt, dass im Pokal Spieler auflaufen, die sonst kaum zum Zug kommen. Gnadenbrot nennt man das.

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Kurios und gleichsam tragisch, dass der Ursprung dieses Absturzes in einem Spiel zu finden ist, in dem Schürrle zwei Treffer markierte. Anfang Dezember gegen Stoke City wähnte er sich nach einem offensiv starken Auftritt auf einem guten Wege. Er hatte sein erstes Doppelpack erzielt, doch Chelsea verlor trotzdem mit 2:3. Trainer José Mourinho ließ anschließend durchblicken, dass er mit der Defensivarbeit seiner Angreifer ganz und gar nicht zufrieden gewesen war. Es war ausgerechnet Schürrle, der beim nächsten Spiel auf der Bank saß.

Mourinho beendet Personalpuzzle

Das Stoke-Spiel war in vielerlei Hinsicht der Wendepunkt in Mourinhos Personalpuzzle. Hatte er bis dahin noch Woche für Woche munter Spieler zwischen Tribüne, Bank und Startelf hin- und hergeschoben, legte er sich nun immer mehr auf seine Stammelf fest. In seinem 4-2-3-1 belegten immer häufiger der aktuell überragende Eden Hazard sowie die drei Brasilianer Oscar, Willian und Ramires vier der fünf Plätze. Einzig auf der Position des Sechsers variiert Mourinho noch immer regelmäßig. Schürrle verschwand ebenso von der Bildfläche wie die später transferierten Juan Mata und Kevin de Bruyne.

Bedenklich ist, dass sich Schürrles Position nicht besserte, als Mata und de Bruyne, beide Schürrles Konkurrenten um Plätze im Kader, den Verein verließen. Im Gegenteil: Schürrle schaffte es auch im richtungsweisenden Ligaspiel gegen Manchester City zu Beginn der Woche nicht in den Kader. Wer will, darf dies als eindeutigen Hinweis Mourinhos verstehen, dass er Schürrle aktuell nicht zutraut, im Kampf um die Meisterschaft zu helfen. Viel eher ist zu befürchten, dass der Portugiese künftig statt auf den Deutschen auf den gerade erst verpflichteten Flügelstürmer Mohamed Salah setzen wird. Der kam für 13 Millionen Euro vom FC Basel.

Düstere Aussichten für die WM in Brasilien

Gerade mit Blick auf die WM 2014 in Brasilien dürfte sich Schürrle nun seine Gedanken machen. Hatte der Rechtsfuß im DFB-Team seinem Konkurrenten Lukas Podolski im Jahr 2013 noch den Rang abgelaufen, könnte sich das Blatt nun wieder zugunsten des ebenfalls in London kickenden Podolski wenden. Denn dieser hat seine viermonatige Verletzungspause endlich überstanden und kann beim FC Arsenal auf viel Einsatzzeit hoffen. Und das neben Spielmacher und Nationalmannschaftskollege Mesut Özil – Bundestrainer Joachim Löw würde sich freuen, wenn die beiden Offensivspieler ihr Verständnis auf dem Platz noch mal verbessern.

Für Schürrle bliebe dann auch in der Nationalelf nur die Rolle des Zuschauers. Denn Löw wird sich sehr genau anschauen, auf wie viel Einsatzzeit sein Nationalspieler bei Chelsea kommt. An Silvester hatte Schürrle noch getwittert: "2014 wird ein gutes Jahr... Ich bin bereit!“ Doch nach nur einem Monat sieht es düster aus für den ehemaligen Leverkusener. Spätestens, wenn der Frühling kommt und der Regen sich langsam verzieht, muss er wieder dran sein an der ersten Elf des FC Chelsea. Andernfalls droht ihm unter der Sonne Brasiliens die nächste Schlechtwetter-Front.

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