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Mesut Özil in Topform bringt Arsenal den Glauben zurück

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Vor Bayern-Rückspiel  

Mesut Özil zaubert wieder

09.03.2014, 12:17 Uhr | t-online.de

Mesut Özil in Topform bringt Arsenal den Glauben zurück. Per Mertesacker (re.) bejubelt mit Mesut Özil den Führungstreffer im FA-Cup-Viertelfinale gegen den FC Everton. (Quelle: imago/Sportimage)

Per Mertesacker (re.) bejubelt mit Mesut Özil den Führungstreffer im FA-Cup-Viertelfinale gegen den FC Everton. (Quelle: Sportimage/imago)

Aus England berichtet Marc L. Merten

Der Zauberer von Oz weiß, wie man Selbstzweifel vertreibt: mit einer Scheinarznei. Schließlich sind die eigenen Fähigkeiten nicht verloren gegangen, nur der Glaube an sie und an sich selbst. Selbstvertrauen, Mut, Herz und Verstand. Mesut Özil wird auch in England gerne der Zauberer von Oz genannt. Zumindest war das lange Zeit so. Bis der deutsche Ballzauberer seinen eigenen Glauben verlor.

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Es gingen die Wochen dahin, in denen einfach nichts zusammengehen wollte beim Spielmacher des FC Arsenal. Weder er noch die Mannschaft spielten frei auf, seit Anfang des Jahres war ihnen etwas abhanden gekommen. Das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen den FC Bayern (0:2) lieferte das perfekte Beispiel. Özil verschoss früh einen Elfmeter, danach war Spiel praktisch gelaufen. Kurz vor dem Rückspiel jedoch haben die Gunners aufhorchen lassen. Das Selbstvertrauen scheint zurück. Auch beim Zauberer von Oz.

Besonderes Lob für Özils "Drecksarbeit"

Im FA-Cup-Viertelfinale gegen den FC Everton (4:1) zelebrierte Arsenal erstmals seit langem wieder den Fußball, mit dem die Gunners in der Hinrunde so erfolgreich waren. Aus einer zumindest meistens sattelfesten Abwehr heraus, kombinierten die Londoner gefällig nach vorne, ließen den Ball in ihren Reihen sauber und schnell kreisen, gingen hohes Tempo mit und ohne Ball und präsentierten sich torhungrig. "Das war von hoher Qualität", lobte Trainer Arsene Wenger anschließend. "Wir hätten sogar noch deutlich höher gewinnen können."

Für Everton, immerhin auf Rang sechs in der Liga, ging an diesem Nachmittag alles etwas zu schnell. Auch, weil Özil endlich mal wieder einen Sahnetag erwischt hatte. Nicht nur sein Führungstreffer in der siebten Minute sowie seine Vorbereitung zum vierten Tor brachten ihm hinterher Lob von allen Seiten ein. Wenger dankte ihm insbesondere für die verrichtete "Drecksarbeit" in der Defensive – gerade daran hatten sich Mitspieler, Fans und Experten lange Zeit gestört.

Özil macht Pfiffe der Fans vergessen

An diesem Samstag im Emirates Stadium strafte Özil seine Kritiker Lügen. Oder zumindest zeigte er, zu was er wirklich im Stande ist. Dabei hatte der englische Boulevard nach dem DFB-Länderspiel gegen Chile unter der Woche und nach den Pfiffen der deutschen Fans bei Özils Auswechslung schon geunkt, dass der Mann mit der Nummer elf vor weiteren harten Wochen stehen würde. Stattdessen sah man einen Spielmacher, der nicht nur im Spiel nach vorne glänzte, sondern auch Bälle am eigenen Strafraum eroberte oder einen 60-Meter-Sprint anzog, um seinem Gegenspieler hinterher zu hetzen und zum Fehler zu zwingen. Mit seiner Leistung gegen Everton war Özil nahe dran an seiner Bestform.

Es mag auch daran gelegen haben, dass Wenger ihm nach dem katastrophalen Hinspiel gegen die Bayern eine Pause verordnet hatte. In den letzten zwei Wochen kam er nur einmal für eine halbe Stunde bei Stoke City als Joker zum Einsatz. Diese Maßnahme, in Kombination mit dem frühen Treffer, der ihm sichtlich Selbstbewusstsein einflößte, löste offenbar die Verkrampfungen.

"Wir sollten uns vom Sieg inspirieren lassen"

Natürlich werden am Dienstagabend in München erneut alle Augen auf den kreativen Kopf des Arsenal-Kollektivs gerichtet sein. Dann wird man sehen, wie weit Özil sich tatsächlich schon wieder in Richtung Topform entwickelt hat. Wenger jedenfalls weiß, was er an seinem 50-Millionen-Star hat. "Wenn er so spielt, haben wir immer beste Chance, ein Spiel zu gewinnen."

Das Duell mit den Über-Bayern mag zwar einer Herkulesaufgabe gleichkommen, der Sieg über Everton kam aber sicherlich genau zur richtigen Zeit. "Das war wichtig", twitterte Özil nach dem Sieg, bei dem er als "Spieler des Spiels" ausgezeichnet worden war. Wenger pflichtete ihm bei. "Es war sehr wertvoll, dass wir uns heute in eine psychologisch gute Ausgangslage gebracht haben. Wir sollten uns vom heutigen Sieg inspirieren lassen und den selben Spirit gegen die Bayern zeigen."

Die Gunners haben den Glauben an die eigene Stärke wiedergefunden - vor allem dank des Zauberers von Oz.

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