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Von Oststeinbek zu Real: Scout für die "Königlichen"

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Von Oststeinbek zu Real: Scout für die "Königlichen"

25.04.2014, 10:56 Uhr | dpa

Von Oststeinbek zu Real: Scout für die "Königlichen". Der Hamburger Stefan Kohfahl arbeitet für Real Madrid.

Der Hamburger Stefan Kohfahl arbeitet für Real Madrid. Foto: Maja Hitij. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Stefan Kohfahl ist ein Träumer. Bundesliga-Coach habe er immer werden wollen, sagt der Fußball-Lehrer mit Hornbrille und graumeliertem Haar - zuletzt trainierte er jedoch den ostholsteinischen Fünftligisten Oststeinbeker SV.

An die oberste deutsche Spielklasse denkt der 45-Jährige im Moment aber ohnehin nicht mehr, er hat sich einen anderen Traum erfüllt: In diesem Sommer startet Kohfahl seine eigene Fußballschule, trainiert Tausende Kinder in ganz Deutschland. Sein Arbeitgeber: Real Madrid.

Die Idee dazu hatte der Familienvater aus Hamburg-Lokstedt selbst. Im vergangenen Jahr schickte Kohfahl sein Konzept für eine Fußballschule in Deutschland an etliche Topvereine im In- und Ausland - und die "Königlichen" gaben ihm den Zuschlag: Zwischen dem 7. Juli und dem 31. Oktober tourt er mit der "Real Madrid Foundation Clinics Germany" durchs Land. Kohfahl rechnet mit bis zu 6000 Teilnehmern und verbirgt seinen Stolz nicht: "Für mich ist das der Beginn eines Lebenstraums."

Etwa 60 Amateurvereine beteiligen sich an der Fußballschule, gut die Hälfte der jeweils fünftägigen Kurse finden in Norddeutschland statt - sieben davon in Kohfahls Heimatstadt, wo er beim Hamburger SV vier Jahre lang Feriencamps leitete. Ein Konkurrenzangebot zu den Fußballschulen der Profivereine sollen seine Trainingslager aber nicht sein: "Bundesligisten setzen auf Fanbindung und Markenbildung, ich will wirklich soziale und sportliche Fortschritte erreichen."

Kohfahls Konzept reifte während seiner Zeit bei Fünftligist SV Oststeinbek, den er noch bis zu diesem Sommer trainiert. "Ich habe die Idee drei Jahre lang mit mir herumgetragen", sagt der Sportwissenschaftler. Als er sie schließlich aufgeschrieben und in die Chefetagen europäischer Proficlubs geschickt hatte, meldeten sofort mehrere Vereine Interesse an - darunter zwei Bundesligisten.

Doch Kohfahl, der Teile seiner Kindheit in Spanien verbracht hat, entschied sich für Real Madrid. Im November habe er in der spanischen Hauptstadt den Vertrag unterschrieben, seitdem stehe er in engem Kontakt mit Club-Granden wie dem Generaldirektor José Ángel Sánchez. Stolz erzählt er, dass er sogar Real-Legende Emilio Butragueño getroffen habe. Als ihn Sánchez gefragt habe, ob er sich über die Tragweite des Vertrags im Klaren sei, habe er genickt, sagt Kohfahl - und sei mit seiner Frau prompt in den Fanshop gegangen. Dort habe er seine Familie mit Trikots und Fahnen des Clubs eingedeckt.

Zum Konzept gehören sportgerechte Ernährung und technisches Training für die 7- bis 14-jährigen Teilnehmer, sagt Kohfahl. Bei jedem der mehr als 60 Camps, das die Kinder jeweils 199 Euro kostet, sollen 90 Nachwuchstalente in sechs Gruppen trainieren. Statt auf Drill und Disziplin setze er auf Spaß und Fairness, sagt Kohfahl, denn: "Der Bolzplatz ist eben der beste Trainer."

Zurück auf die heimischen Bolzplätze wird der Weg auch die meisten Absolventen seiner Fußballschule führen. Von den Tausenden Kindern dürfen schließlich nur die talentiertesten vier bis zehn in Madrid vorspielen. Am langfristigen Erfolg seiner Fußballschule zweifele er trotzdem nicht, sagt Kohfahl: "Ich bin mir sicher, dass einige der Kids den Sprung in den Profifußball schaffen werden." Er ist halt ein Träumer.

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