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Zweiter Rassismus-Fall in Spanien

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Bananenwurf und Affenlaute  

Zweiter Rassismus-Fall in Spanien

05.05.2014, 09:16 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Zweiter Rassismus-Fall in Spanien. Papakouli Diop tanzte nach den rassistischen Anfeindungen gegen ihn auf dem Spielfeld. (Quelle: imago/Cordon Press Miguelez Sports)

Papakouli Diop tanzte nach den rassistischen Anfeindungen gegen ihn auf dem Spielfeld. (Quelle: Cordon Press Miguelez Sports/imago)

In der spanischen Fußball-Meisterschaft ist es erneut zu einem rassistischen Vorfall gekommen. Bei der 0:2-Niederlage von Tabellenführer und Champions-League-Finalist Atlético Madrid bei UD Levante sah sich Heimakteur Papakouli Diop beleidigenden Affengesten und -rufen ausgesetzt. Als einige der Atlético-Fans damit begannen, reagierte der dunkelhäutige Diop mit einem Tänzchen auf dem Rasen.

"Das Thema hat mich sehr betroffen", sagte der Senegalese. "Um es herunterzuspielen, habe ich angefangen, zu tanzen." Für ihn sei es fehlender Respekt, den es auf allen Plätzen gebe, wurde er von spanischen Medien nach der Partie zitiert. "Es ist eine Provokation." Er wisse nicht, ob man es Rassismus nennen könne, "aber diese Affenlaute müssen aufhören", verlangte Diop.

Dani Alves setzt auf Erziehung

Derweil forderte der brasilianische Abwehrspieler Dani Alves vom FC Barcelona Milde für den Fan, der ihn erst vor einer Woche beim Spiel gegen den FC Villareal mit einer Banane beworfen hatte. "Es muss eine Strafe geben, aber ich glaube nicht an die Vergeltung von Bösem mit Bösem", sagte Alves dem TV-Sender Globo.

Der Werfer der Banane, ein 26 Jahre alter Spanier, wurde von Villarreal bereits mit einem lebenslangen Stadionverbot belegt, ihm droht zudem eine Haftstrafe. "Er ist ein Familienmensch und muss seine Familie unterstützen", sagte Alves und forderte gleichzeitig ein generelles Umdenken: "Wir müssen die Menschen richtig erziehen, das kann man nicht mit harten Strafen."

"Ernstes Rassismus-Problem"

Diop und Alves haben zwar souverän auf die Anfeindungen reagiert, der spanische Fußball müsse sich aber "der Tatsache stellen, dass er ein ernstes Rassismus-Problem hat", kommentierte der ehemalige englische Nationalspieler Gary Lineker via Twitter den zweiten Vorfall innerhalb einer Woche.

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