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Letzte Hoffnung CAS: FIFA weist Suárez-Einspruch zurück

10.07.2014, 18:00 Uhr | dpa

Letzte Hoffnung CAS: FIFA weist Suárez-Einspruch zurück. Luis Suárez wurde für vier Monate von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen.

Luis Suárez wurde für vier Monate von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen. Foto: Ney Douglas. (Quelle: dpa)

Rio de Janeiro (dpa) - Luis Suárez und Uruguays Fußball-Verband sind mit ihrem Einspruch gegen die drastische FIFA-Strafe gescheitert. Einzige Hoffnung für den Stürmerstar bleibt nun ein möglicher Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS.

Wie der Weltverband FIFA mitteilte, bestätigte seine Berufungskommission die Entscheidung der Disziplinarkommission vom 25. Juni. Suárez war nach seiner Beißattacke im WM-Spiel gegen Italien (1:0) für neun Pflicht-Länderspiele gesperrt und für vier Monate von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen worden.

Damit ist Suárez nicht nur für die komplette Copa América 2015 gesperrt, sondern fehlt auch mindestens in den ersten beiden Qualifikationsspielen zur WM 2018 - je nachdem, wie erfolgreich Uruguay bei der Copa spielt. Der abgelehnte Einspruch gegen die Sperre ist aber noch nicht endgültig.

Spieler und Uruguays Verband können noch vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen. Zehn Tage haben Suárez und seine Anwälte Zeit, die Begründung von der FIFA anzufordern. Dann läuft eine Frist von 21 Tagen, bis die Beschwerde beim CAS vorliegen muss.

Suárez wird sich beeilen wollen, denn der CAS könnte entgegen der FIFA-Bestimmungen eine aussetzende Wirkung der Sperre beschließen. Dann könnte der Stürmer bis zu einem endgültigen Urteil für seinen derzeitigen Club FC Liverpool wieder aktiv sein oder bei einem sich anbahnenden Wechsel zum FC Barcelona auch für die Katalanen spielen.

Suárez steht derzeit in Verhandlungen mit Barcelona über einen Wechsel in diesem Sommer. Englischen Medienberichten zufolge legte Barça zuletzt ein Angebot in Höhe von 88 Millionen Euro bei den Reds vor. Zudem sollen die Katalanen bereit sein, Alexis Sánchez an die Anfield Road zu schicken. Zuletzt hatte sich schon Barcelonas Sportdirektor Andoni Zubizarreta auffallend positiv über Suárez nach dessen öffentlicher Entschuldigung bei Beißopfer Giorgio Chiellini geäußert.

Die nun bestätigte Sperre steht einem Transfer aber nicht entgegen. Suárez dürfte - vorbehaltlich einer möglichen Modifizierung durch den CAS - dann nur bis Ende Oktober nicht für Barça spielen. Sein alter oder neuer Club müsste zudem in den ersten drei Partien der Champions League auf den Torschützenkönig der vergangenen Premier-League-Saison verzichten.

Noch vergangene Woche hatte der einflussreiche argentinische Verbandspräsident Julio Grondona die Sanktion als übereilt kritisiert und ein maßvolleres Urteil gefordert. "Wer über Luis Suárez entschieden hat, tat dies hastig", sagte der Stellvertreter von FIFA-Chef Joseph Blatter. Es sei eine Angelegenheit, die gründlich analysiert werden müsse.

"Die Berufungskommission muss bei ihrer Beschwerde berücksichtigen, den Betroffenen zu rehabilitieren anstatt ihn zu töten", sagte Grondona. Die Bestätigung durch die Berufungskommission unter dem Vorsitz von Larry Mussenden von den Bermuda Inseln überrascht aber nicht, das Gremium ändert in der Regel Urteile der Disziplinarkommission nicht.

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