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Landon Donovan tritt zurück: US-Fußball verliert eine Ikone

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Landon Donovan tritt zurück: US-Fußball verliert eine Ikone

08.08.2014, 12:48 Uhr | dpa

Landon Donovan tritt zurück: US-Fußball verliert eine Ikone. Landon Donovan war der große amerikanische Name der MLS.

Landon Donovan war der große amerikanische Name der MLS. Foto: Tracey Nearmy. (Quelle: dpa)

Los Angeles (dpa) - Mitten im WM-Aufschwung verliert die nordamerikanische Fußball-Profiliga einen ihren wichtigsten Werbeträger. Der frühere Bundesliga-Spieler Landon Donovan beendet zum Saisonende im Herbst völlig überraschend seine Karriere in der Major League Soccer (MLS).

"Das Wichtigste für mich als Mensch ist es, glücklich zu sein. Und deshalb ist es jetzt der richtige Zeitpunkt", erklärte Donovan seinen Entschluss. Neben ihm saß Vereins-Coach Bruce Arena von LA Galaxy und kämpfte mit den Tränen. "Es gibt Leute im Leben, die machen einen Unterschied aus. Und er hat das getan, als Spieler und als Mensch", sagte Arena. Er hatte Donovan einst zur US-Nationalmannschaft geholt und ihn bei den Weltmeisterschaften 2002 und 2006 trainiert. "Es ist unglaublich ironisch, dass ich ihn als Baby in diesem Sport gesehen habe. Und jetzt verabschiedet er sich als Mann", so Arena.

Am anderen Ende des Landes, in New York, waren die Lobeshymnen auf Donovan, der wie niemand zuvor als das Gesicht des US-Fußballs gilt, ebenso klangvoll. "Die MLS wäre ohne Landon zweifellos heute nicht das, was sie ist", meinte Liga-Boss Don Garber. "Wenn die Geschichte über das Wachstum des US-Fußballs erzählt wird, ist Landon Donovan eine zentrale Figur", betonte der Präsident des US-Fußball-Verbandes, Sunil Gulati. "Es war mir eine Ehre", ließ Nationaltorwart Tim Howard via Twitter aus England wissen.

Die amerikanischen Medien schrieben von einer "Soccer-Ikone" (ESPN) und dem "besten männlichen Spieler der US-Fußball-Geschichte" ("Sports Illustrated"). Keiner hat in der Liga (138) oder im Nationaltrikot (57) mehr Tore geschossen als Landon Timothy Donovan. Sein 1:0-Siegtreffer in der Nachspielzeit des letzten Gruppenspiels bei der WM 2010 gegen Algerien und der damit verbundene Achtelfinal-Einzug hat für immer einen festen Platz in der Geschichte des US Soccer und des amerikanischen Sports. Und als Jürgen Klinsmann den Routinier aus dem WM-Kader für Brasilien strich, diskutierte Amerika über die Entscheidung und somit über Fußball wie nie zuvor.

Ähnlich ist es jetzt nach seiner Rücktrittsankündigung. Schließlich ist Donovan im März gerade 32 geworden - ein Alter, in dem viele Europäer erst in die MLS kommen. Donovan sprach davon, dass er nicht mehr genug Leidenschaft spüre. Es sei eine "Bauchentscheidung" gewesen, eine "süß-saure", verbunden mit "einiger Traurigkeit". Den Entschluss hatte er bereits Ende Juli gefasst. Seitdem sei "eine Last von den Schultern" gefallen. Und als Donovan am Mittwoch im Test gegen seinen Ex-Club Bayern München, das 2:1-Siegtor schoss, musste er schmunzeln. "Ich dachte, 'wenn alle nur wüssten'. Es war perfekt."

Die Fußball-Welt nahm erstmals 1999 bei der U17-WM in Neuseeland Notiz vom kleinen, dunkelhaarigen Kalifornier. Bei dem Turnier spielten unter anderem der Ghanaer Michael Essien, Brasiliens Stürmer Adriano oder auch Thomas Hitzlsperger - doch zum besten Akteur wurde Donovan gewählt. Im selben Jahr unterschrieb der Teenager einen Vertrag bei Bayer Leverkusen. Mit Heimweh zog es ihn jedoch wieder zurück in die USA. Auch spätere Europa-Abstecher waren weder bei Bayern München noch beim FC Everton von Erfolg gekrönt.

Doch das schadete seinem Ruf und Ansehen in der Heimat nicht. Im Gegenteil: Donovan war der große amerikanische Name der MLS. Er wurde fünfmal mit San Jose und LA Galaxy Meister und er legte sich in seinem Buch "The Beckham Experiment" mit dem englischen Superstar David Beckham an, dem er Egoismus und fehlenden Teamgeist vorwarf.

Künftig wolle er mit Kindern arbeiten, deutete Donovan an. Womöglich werde er in der Nachwuchs-Akademie von Galaxy anfangen. Erste Gespräche mit dem Vereinschef hat es darüber schon gegeben. Doch vorher hat er noch ein letztes, sportliches Ziel: "Ich will mit Galaxy Meister werden und mich als Champion verabschieden."

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