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FC Barcelona wird FIFA-Transferverbot vor CAS anfechten

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Ein Jahr vom Markt  

FIFA bestätigt Transferverbot für den FC Barcelona

20.08.2014, 19:49 Uhr | dpa

FC Barcelona wird FIFA-Transferverbot vor CAS anfechten. Der vorerst letzte große Einkauf: Luis Suarez, Neuzugang beim FC Barcelona. (Quelle: dpa)

Der vorerst letzte große Einkauf: Luis Suarez, Neuzugang beim FC Barcelona. (Quelle: dpa)

Nach der 143-Millionen-Offensive in diesem Sommer darf der FC Barcelona für ein Jahr keine neuen Spieler verpflichten. Die FIFA bestätigte das Transferverbot für den spanischen Spitzenklub. Die Katalanen waren im April vom Fußball-Weltverband wegen des Transfers von Minderjährigen zu der drastischen Strafe verurteilt worden. Barca wird das Urteil vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne anfechten und sieht sein Ausbildungszentrum La Masía zu Unrecht an den Pranger gestellt.

Die Berufungskommission der FIFA wies die Einsprüche von Verein und spanischem Verband RFEF ab. Das Verbot gilt damit erstmals in der kommenden Wechselperiode Anfang 2015, weil die FIFA der Berufung des Vereins aufschiebende Wirkung gewährte.

"Geist von La Masia" werde verletzt

Dadurch konnten die Katalanen in diesem Sommer noch für insgesamt 143 Millionen Euro den deutschen Nationaltorwart Marc-André ter Stegen, den chilenischen Keeper Claudio Bravo, den früheren Schalker Ivan Rakitic, den nach seinem WM-Beißskandal noch gesperrten uruguayischen Starstürmer Luis Suárez und Abwehrmann Jérémy Mathieu verpflichten. Bis Anfang September könnte der Klub seinen Luxuskader noch weiter veredeln, dann sind ein Jahr lang keine Neuverpflichtungen erlaubt.

UMFRAGE
Nach der unerlaubten Verpflichtung von Minderjährigen darf der FC Barcelona ein Jahr lang keine Transfers tätigen. Halten Sie das Transferverbot für gerechtfertigt?

Man sei mit der Strafe "überhaupt nicht einverstanden", teilten die Katalanen derweil mit. Zur Rechtfertigung des Protests vor dem CAS betonte Barcelona in einem Kommuniqué, das Ausbildungszentrum des Vereins La Masía sei "ein Vorbild an akademischer, menschlicher und sportlicher Ausbildung". Die Strafe verletzte "den Geist von La Masía", heißt es.

Auch Geldstrafen ausgesprochen

Die FIFA forderte den spanischen Verband auf, "innerhalb eines Jahres sein Regelwerk und das bestehende System bezüglich der internationalen Transfers von Minderjährigen im Fußball zu legalisieren", wie es in einer schriftlichen Mitteilung hieß. Zudem muss Barcelona rund 372.000 Euro zahlen. Der RFEF wurde zu einer Geldstrafe von umgerechnet 413.000 Schweizer Franken verurteilt.

Das Urteil hatte vor viereinhalb Monaten für viel Aufsehen gesorgt. Die FIFA wirft Barcelona Verstöße gegen Artikel 19 des "Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern" vor. Der Strafe gingen Untersuchungen der FIFA Transfer Matching System GmbH und der FIFA-Disziplinarkommission voraus.

Angeblich mehrere unerlaubte Transfers

Barça hatte zuvor die Verpflichtung des 17 Jahre alten Kroaten Alen Halilovic von Dinamo Zagreb bekanntgegeben. Für Debatten sorgte auch der Transfer eines 16 Jahre alten Südkoreaners nach Spanien. Die Ermittlungen betrafen mehrere minderjährige Spieler, die zwischen 2009 und 2013 für Barcelona spielten. Insgesamt soll es sich um die unerlaubten Transfers von zehn Spielern handeln.

Zuletzt hatte der CAS bereits in einem anderen Fall eine vorausgegangene FIFA-Sanktion weitgehend bestätigt und den Einspruch gegen die viermonatige Sperre für Suárez abgewiesen.

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