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FIFA: Michel Platini stellt sich 2015 nicht zur Wahl

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Kein Duell mit Blatter  

Platini stellt sich nicht als FIFA-Präsident zur Wahl

28.08.2014, 12:33 Uhr | sid

FIFA: Michel Platini stellt sich 2015 nicht zur Wahl. Michel Platini tritt vorerst nicht in ein Duell mit FIFA-Präsident Blatter. (Quelle: imago/Ulmer/Teamfoto)

Michel Platini tritt vorerst nicht in ein Duell mit FIFA-Präsident Blatter. (Quelle: Ulmer/Teamfoto/imago)

UEFA-Präsident Michel Platini macht den Weg frei für die nächste Ära Blatter im Weltfußball: Der 59-jährige Franzose erklärte seinen Verzicht auf eine Kandidatur bei der FIFA-Präsidentenwahl am 29. Mai 2015 - damit ist die Wiederwahl von Joseph S. Blatter in seine dann fünfte Amtszeit auf dem Fußball-Thron Stand jetzt nur noch Formsache.

"Ich bin bereit, erneut als UEFA-Präsident zu kandidieren. Alle sprechen von der FIFA, aber vorher haben wir UEFA-Wahlen. Es ist noch nicht an der Zeit etwas anderes zu tun", sagte der Europameister von 1984 und ergänzte: "Ich möchte zu Ende führen, was ich begonnen habe. Es ist eine Herzensentscheidung, eine aus Leidenschaft für den Fußball und aus Überzeugung. Ich hege da keine Zweifel. Ich möchte den Fußball in Europa weiterentwickeln. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass das von Erfolg gekrönt wird, dass mir die Zeit gegeben wird."

Andere Kontinentalverbände stehen hinter Blatter

Die Entscheidung des Chefs der Europäischen Fußball-Union bedeutet zwar zunächst eine Aufgabe im Machtkampf mit dem scheinbar allmächtigen Schweizer. Nach den Ereignissen der vergangenen Wochen ist der Verzicht aber ein weiterer Schachzug. Der FIFA-Kongress unmittelbar vor der WM 2014 in Brasilien zeigte das deutliche Stimmungsbild: Blatter, seit 1998 FIFA-Boss, ist derzeit kaum zu schlagen! Platini: "Ich habe lange überlegt, und ich war nicht überzeugt, zur FIFA zu gehen. Der europäische Fußball kann auf mich zählen."

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Allein die 54 UEFA-Mitgliedsverbände, darunter auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit Präsident Wolfgang Niersbach, entzogen Blatter die Gefolgschaft - das alleine reicht jedoch nicht für einen Umsturz. In den anderen fünf Kontinentalverbänden genießt der Schweizer höchstes Ansehen. Trotz ständig neuer Korruptionsvorwürfe. Als UEFA-Präsident kann Platini besser Opposition spielen denn als verbrannter Gegenkandidat Blatters.

Pro-forma-Kandidat aus Europa?

Verbleibender Herausforderer ist bislang einzig der Franzose Jérôme Champagne (56), der als absoluter Außenseiter ins Rennen geht. Aufgrund der beim Kongress verabschiedeten Regularien müssen alle Kandidaten noch bestätigt werden. Fraglich ist noch, ob die "europäische Opposition" gegen Blatter einen anderen Kandidaten aufstellen wird - allein des Wahlkampfes wegen.

Dieser würde allerdings unter denkbar schlechten Voraussetzungen starten. Hatte Platini vor einigen Wochen doch selbst betont, er sei der "Einzige, der Blatter schlagen kann". Dass beispielsweise UEFA-Exko-Mitglied Niersbach (63) diesen Schritt zum Strohmann macht, ist höchst unwahrscheinlich.

"Garcia-Bericht" könnte das Blatt wenden

Platinis Verzicht ist die Konsequenz aus einer monatelangen Hängepartie. Immer wieder war der frühere Weltklasse-Fußballer ins Gespräch gebracht worden, wenn das FIFA-Hauptquartier in Zürich neuen Korruptionsvorwürfen ausgesetzt war. "Platoche" aber bat um Bedenkzeit - vielleicht auch in der Hoffnung, seine Entscheidung erst nach Veröffentlichung des "Garcia-Berichts" öffentlich machen zu können.

Die Schmiergeld-Untersuchung der unabhängigen FIFA-Ethikkommission unter Chefermittler Michael J. Garcia zur doppelten WM-Vergabe an Russland (2018) und Katar (2022) gelten eigentlich als abgeschlossen. Hat Garcia Beweise für Betrug und Bestechung bei der Wahl durch das FIFA-Exko im Dezember 2010 gefunden, würde das ein heftiges Erdbeben auf der hohen Funktionärsebene des Weltverbandes auslösen - und auch Blatter schwer ins Wanken bringen. Der Bericht wird im September erwartet, bevor er an die Spruchkammer mit dem deutschen Richter Hans-Joachim Eckert (München) weitergeleitet wird. Platini aber hat seine Entscheidung nun gefällt - ein Rückzug vom Rückzug wäre kaum konsequent.

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