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"Challenge-Calls" für Trainer?  

Blatter will Videobeweis schon 2015 testen

08.09.2014, 16:50 Uhr | dpa

Blatter will Videobeweis schon 2015 testen. Joseph Blatter wünscht sich "Challenges" für die Trainer. (Quelle: imago/Fotoarena International)

Joseph Blatter wünscht sich "Challenges" für die Trainer. (Quelle: Fotoarena International/imago)

FIFA-Präsident Joseph Blatter will schon im kommenden Jahr den Einsatz des Videobeweises testen. Er wolle die Technologie in einer nationalen Liga und bei der U20-Weltmeisterschaft in Neuseeland 2015 einsetzen lassen, erklärte der Schweizer per Videobotschaft am Rande der Soccerex-Konferenz in Manchester. "Wir könnten solche Challenge Calls testen", sagte er in dem Video.

Blatter hatte bereits kurz nach dem FIFA-Kongress in São Paulo vor der WM überraschend ein Plädoyer für sogenannte "Challenges" - Einspruchsmöglichkeiten per Videobeweis - bei strittigen Situationen im Fußball abgegeben. "Warum geben wir den Trainern nicht die Möglichkeit, zwei Entscheidungen anzuzweifeln, wenn sie anderer Meinung sind?", fragte er damals. Bisher war er stets ein Gegner technischer Hilfsmittel gewesen, auch die bei der WM angewendete Torlinientechnik hatte er lange abgelehnt.

Vorbild: Football

In mehreren anderen Sportarten gibt es "Challenges" bereits. Im Tennis zum Beispiel können Spieler die Entscheidung des Schiedsrichters bis zu drei Mal pro Satz (vier Mal, wenn es zum Tie-Break kommt) anzweifeln. Allerdings nur, wenn es bei der Beschwerde um die Position des Balls geht. Das sogenannte Hawk-Eye, ein System aus vier Hochgeschwindigkeitskameras, das die Position des Balls millimetergenau bestimmen kann, klärt dann, ob Schiedsrichter oder Spieler richtig liegen.

In der amerikanischen Footballliga NFL darf der Trainer der Mannschaften zwei Mal bei bestimmten Spielsituationen einhaken, wenn er uneins mit dem Referee ist. Der Schiedsrichter hat dann 60 Sekunden Zeit die Spielsituation in einer Aufzeichnung zu analysieren und eine endgültige Entscheidung zu treffen.

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