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Ukraine-Krise erreicht EM-Qualifikation: Hymnen-Zoff wegen Rakizki

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Fußball  

Hymnen-Zoff überschattet Ukraine-Fehlstart in EM-Quali

09.09.2014, 15:39 Uhr | dpa

Ukraine-Krise erreicht EM-Qualifikation: Hymnen-Zoff wegen Rakizki. Der Slowake Robert Mak (M) erzielt den Treffer zum 1:0 gegen das Team der Ukraine.

Der Slowake Robert Mak (M) erzielt den Treffer zum 1:0 gegen das Team der Ukraine. Foto: Sergey Dolzhenko. (Quelle: dpa)

Kiew (dpa) - Der Start in die EM-Qualifikation sollte für 90 Minuten Ablenkung sorgen, am Ende hatte der militärische Konflikt mit Russland aber auch den ukrainischen Fußball eingeholt. Ein Hymnen-Zoff überschattete das 0:1 (0:1) des zerrütteten Landes gegen die Slowakei in Kiew.

Nachdem Jaroslaw Rakizki das Mitsingen der ukrainischen Nationalhymne verweigert hatte, sah er sich Vorwürfen ausgesetzt, er sympathisiere mit den prorussischen Separatisten. "Bei Rakizki drängt sich der Eindruck auf, dieser Mensch fiebert für eine Gruppierung mit einer Abkürzung von drei Buchstaben", schrieb etwa das Internetportal der einflussreichen "Ukrainskaja Prawda" und zielte auf die Bezeichnung DNR ab, womit die Aufständischen gemeint waren.

Genau dieses Thema sollte eigentlich an diesem Abend im Olympiastadion ausgeklammert werden. Vielmehr hatte Nationaltrainer Michail Fomenko mit einem Auftaktsieg ein Signal aussenden wollen. Ein Signal, das dem Land zumindest ein wenig Einheit in Zeiten des Bürgerkriegs schenkt. Doch stattdessen musste Fomenko hinterher Erklärungen finden für haarsträubende Abwehrfehler, für ein nicht funktionierendes Gefüge und für eine schwache Chancenverwertung.

Rakizki, der für den ostukrainischen Club Schachtjor Donezk aus dem Krisengebiet spielt, sagte lieber gar nichts, womit er die Diskussionen noch weiter anheizte. "Er erholt sich mit Vergnügen in der von Russland eroberten Halbinsel Krim, während eben diese Russen in seiner Heimat seine Landsmänner und womöglich seine Nachbarn in Donezk umbringen", hieß es bei "Ukrainskaja Prawda" weiter.

Die Krise macht jedenfalls auch vor dem Fußball nicht halt. Der Krieg prägt den ukrainischen Vereinsfußball in gravierender Form. Gleich 4 der 16 Premier-Liga-Mannschaften aus den umkämpften Städten Donezk und Lugansk müssen ihre Heimspiele in fremden Stadien austragen. Und mit der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist ein traditionelles Reservoir für Talente verloren gegangen. Die Ukraine protestiert massiv bei der FIFA gegen die Eingliederung der Krim-Teams Sewastopol und Simferopol in die dritte russische Liga.

Serienmeister Schachtjor Donezk konnte seine südamerikanischen Profis indes nur unter Androhung von Vertragsstrafen zur Rückkehr aus dem Urlaub bewegen. Ausländische Spieler fürchten sich, in die krisengeschüttelte Ex-Sowjetrepublik überzusiedeln, und Clubbesitzer scheuen Investitionen. So sind die Transferausgaben von 131 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 16 Millionen Euro zurückgegangen. Zu unsicher sind die Aussichten.

Die Aussichten auf eine erneute EM-Teilnahme sind nach der Niederlage auch nicht sonderlich gut, schließlich wartet in Gruppe C unter anderem EM-Titelverteidiger Spanien. "Wir wollten natürlich sehr die Zuschauer erfreuen und ein Ergebnis erzielen. Wir haben nicht zum ersten Mal so die Gruppenspiele begonnen, um dann aus der Haut zu fahren", beschwichtigte Andrej Jarmolenko. Der neue Modus, dass sich aufgrund der EM-Aufstockung auf 24 Mannschaften nun die beiden Gruppenbesten qualifizieren, gibt ein wenig Hoffnung.

Weniger dagegen die Leistung. Zu allem Überfluss sorgte ein Foul des stürmenden Torhüters Andrej Pjatow in der Nachspielzeit dafür, dass der Ausgleichstreffer von Schiedsrichter Craig Thomson verwehrt wurde. Eine Szene, die zu dem so enttäuschenden Abend passte.

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