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Arsène Wenger bedauert Attacke auf Mourinho keineswegs

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Ziemlich beste Feinde  

Wenger bedauert Mourinho-Attacke keineswegs

06.10.2014, 17:04 Uhr | sid, t-online.de

Arsène Wenger bedauert Attacke auf Mourinho keineswegs. Arsenal-Trainer Arsène Wenger (li.) wird handgreiflich gegen Chelsea-Coach Jose Mourinho. (Quelle: imago/Colorsport)

Arsenal-Trainer Arsène Wenger (li.) wird handgreiflich gegen Chelsea-Coach Jose Mourinho. (Quelle: Colorsport/imago)

Die "Daily Mail" berichtete von einem "echten Kampf", die "Sun" schrieb gar von einer "Schande": Am Tag nach der Schubs-Attacke von Arsène Wenger auf seinen Intimfeind José Mourinho überschlugen sich die Schlagzeilen der britischen Presse - doch anstatt sich öffentlich zu entschuldigen, wusch der französische Starcoach des FC Arsenal seine Hände in Unschuld.

"Ich wollte von A nach B und da hat sich mir jemand in den Weg gestellt, ohne ein Anzeichen zu machen, mich willkommen zu heißen", sagte Wenger lapidar. Von Bedauern oder gar einer Entschuldigung wollte der 64-Jährige nach seiner rüden Attacke nichts wissen. "Sie würden es schon sehen, wenn ich wirklich versuchen würde, jemanden zu schubsen", sagte Wenger und mühte sich nach Kräften, den handgreiflichen Zwist herunterzuspielen. Die 0:2-Pleite seines Teams beim FC Chelsea war da jedoch längst zur Nebensache geworden.

Auch einen Tag nach dem Spiel lief die Szene in England rauf und runter: Gerade einmal 20 Minuten sind im hoch emotionalen Londoner Derby gespielt, als dem sonst eher als Gentleman bekannten Arsenal-Coach im Topspiel der Premier League die Sicherungen durchbrennen. Nach einem üblen Foul von Chelseas Gary Cahill an Alexis Sánchez tobt Wenger an der Seitenlinie, entert die gegnerische Coachingzone und stößt seinen Intimfeind Mourinho unwirsch vor die Brust. Es kommt zu einem Gerangel wie auf dem Schulhof, ehe der vierte Offizielle die beiden Streithähne voneinander trennt.

Referee Atkinson muss schlichten

"Die Gemüter haben sich ein bisschen erhitzt, weil es ein großes Spiel zwischen zwei großen Rivalen war", sagte Mourinho anschließend: "Für mich ist die Szene jetzt aber gegessen." Eine Strafe durch den englischen Fußballverband FA muss Wenger dem Vernehmen nach nicht befürchten, da Referee Martin Atkinson den Krach noch an Ort und Stelle schlichtete.

Die Rangelei am Spielfeldrand der Stamford Bridge war der vorläufige Höhepunkt der inzwischen zehn Jahre anhaltenden Dauer-Fehde der beiden charismatischen Teammanager. Seitdem Mourinho 2004 erstmals bei Chelsea anheuerte, sind der Portugiese und Wenger über die Jahre zu ziemlich besten Feinden geworden. Bislang war es stets beim "War of Words", dem Krieg der Worte, geblieben - am Sonntag erreichte der Zoff eine neue Dimension.

Mourinho wahrt seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit

Rein sportlich war dagegen alles wie immer. Auch im zwölften Duell mit Wenger konnte Mourinho seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit wahren. Durch die Treffer von Eden Hazard (27.) und Stürmerstar Diego Costa (78.), der im siebten Spiel sein neunten Saisontor erzielte, bauten die Blues mit dem starken André Schürrle in der Startformation ihre Tabellenführung in England auf fünf Punkte aus.

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