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Fußball: Bittere Schlappen für frühere Barça-Chefs vor Gericht

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Bittere Schlappen für frühere Barça-Chefs vor Gericht

21.10.2014, 18:20 Uhr | dpa

Fußball: Bittere Schlappen für frühere Barça-Chefs vor Gericht. Der frühere Barca-Präsident, Joan Laporta, und sieben Ex-Vorstandsmitglieder müssen Bürgschaften aufbringen.

Der frühere Barca-Präsident, Joan Laporta, und sieben Ex-Vorstandsmitglieder müssen Bürgschaften aufbringen. Foto: Alejandro Garcia. (Quelle: dpa)

Barcelona (dpa) - Zwei frühere Präsidenten des FC Barcelona haben bittere Niederlagen vor den Gerichten erlitten.

Der langjährige Clubchef Josep Lluís Nuñez, der von 1978 bis 2000 an der Spitze des Vereins gestanden hatte, muss wegen Bestechung von Finanzbeamten ins Gefängnis. Joan Laporta, Barça-Präsident von 2003 bis 2010, muss zusammen mit sieben Ex-Vorstandsmitglieder Bürgschaften für insgesamt 23,2 Millionen Euro aufbringen.

Das Landgericht in Barcelona lehnte einen Antrag von Nuñez auf Haftverschonung ab. Der Bauunternehmer hatte das Gesuch damit begründet, dass er bei der spanischen Regierung einen Gnadenerlass beantragt habe. Das Gericht entschied, dass die Chancen für eine Begnadigung sehr gering seien. Nuñez war ursprünglich wegen Beamtenbestechung zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Der oberste Gerichtshof reduzierte die Strafe auf zwei Jahre und zwei Monate. Barça hatte mit dem Bestechungsskandal nichts zu tun.

Laporta und sein Clubvorstand müssen nach einem Gerichtsurteil für 15 Prozent des Vereinsbudgets der Saison 2006/2007 bürgen. Die Vereinsführung hatte die Bürgschaften damals nicht beigebracht und dies damit begründet, dass die im Jahr 2003 verzeichneten Verluste in der Amtszeit des vorigen Clubchefs Joan Gaspart angefallen seien. Das Gericht gab jedoch der Klage eines Vereinsmitglieds statt.

Laporta, äußerte die Vermutung, dass Anhänger seines Nachfolgers Sandro Rosell hinter der Klage steckten. Jedes der damaligen Vorstandsmitglieder muss nach dem Urteil Bürgschaften über je 2,9 Millionen Euro aufbringen. Die Zeitung "El País" berichtete, dies bedeute für einige frühere Clubführer den finanziellen Ruin.

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