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Fußball - Schwere Zeiten: Ranieri, Ketsbaia und Advocaat ohne Job

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Fußball  

Schwere Zeiten: Ranieri, Ketsbaia und Advocaat ohne Job

15.11.2014, 17:29 Uhr | dpa

Fußball - Schwere Zeiten: Ranieri, Ketsbaia und Advocaat ohne Job. Claudio Ranieri ist als Trainer der Griechen zurückgetreten.

Claudio Ranieri ist als Trainer der Griechen zurückgetreten. Foto: Moschandreou Panagiotis. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Noch ist in der EM-Qualifikation nicht einmal die Hälfte der Spiele absolviert, da sind schon drei Trainer ihren Posten los.

Nach dem vierten Spieltag verloren Griechenlands Fußball-Coach Claudio Ranieri und Georgiens Temur Ketsbaia ihre Jobs. Der Niederländer Dick Advocaat trat nach der 1:3-Niederlage gegen Dänemark als Nationaltrainer von Serbien zurück. Sein Landsmann Guus Hiddink koppelte sein berufliches Schicksal an das Ergebnis der Sonntags-Partie der Niederländer gegen Lettland.

Während die dänischen Zeitungen am Samstag überschwänglich den 1:0-Überraschungssieg der Färöer in Athen feierten, liegt der griechische Fußball zehn Jahre nach dem EM-Titel am Boden. "Die Gefühle waren groß, als die Färöer Griechenland sensationell mit 1:0 schlugen", schrieb die Zeitung "Fyens Stiftstidende". Die dänischen Blätter nannten den Sieg zudem wahlweise "historisch", "gigantisch", "schockierend" und eine "waschechte Sensation".

Ranieri hatte sich nach der peinlichen Niederlage gegen die Kicker von den Schafsinseln zunächst noch gegen seine Demission gewehrt, obwohl ihn die Verbandsführung bis spät in die Nacht bearbeitete. Am Samstag aber wurde der Druck offenbar zu groß - und eine Lösung im Streit um die Abfindungszahlung an den Italiener gefunden. Verbandspräsident Giorgos Sarris hatte zuvor bereits die "volle Verantwortung für die unglückliche Trainerauswahl" übernommen.

Zufriedenheit herrschte dagegen beim deutschen Quali-Gegner Polen. Durch das 4:0 in Georgien blieb das Team von Trainer Adam Nawalka als Erster der Gruppe D auf Kurs, sein Amtskollege Ketsbaia dagegen reichte seinen Rücktritt ein. "Wenn man nur das Resultat sieht, sieht es nach einem leichten Sieg aus, aber das war es keineswegs. Georgien hatte vor der Pause einige gute Möglichkeiten", sagte Nawalka.

Das 0:4 war sogar eine Rekordheimniederlage für die Georgier. "Es ist sehr schade, dass meine Arbeit als georgischer Nationaltrainer so endet. Ich wünsche dem georgischen Fußball nur das Beste und werde immer ein großer Fan unserer Nationalmannschaft bleiben", versicherte der gescheiterte Ketsbaia. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits. Noch ist es unklar, mit welchem Coach Georgien am 29. März gegen Deutschland antreten wird. Die Presse brachte zwei Kandidaten ins Spiel: U21-Coach Alexander Tschiwadze und den früheren Kapitän Kachaber Zchadadze, der Anfang der 1990er Jahre für Eintracht Frankfurt in der Bundesliga spielte.

Die Schotten bejubelten den ersten Heimsieg seit mehr als 53 Jahren gegen den Rivalen Irland. Die Partie im Celtic Park war zugleich das erste Pflichtspiel zwischen den beiden Teams seit 27 Jahren. Nach dem 1:0-Erfolg der Schotten liegen Irland, Deutschland und Schottland in der Gruppe D gleichauf mit sieben Punkten nach vier Partien.

Vor leeren Rängen unterlag Serbien in Belgrad Dänemark mit 1:3. Die UEFA hatte den serbischen Verband nach dem abgebrochenen Spiel gegen Albanien im Oktober zu zwei Heimspielen ohne Zuschauer verurteilt. Zweifacher Torschütze war der Wolfsburger Nicklas Bendtner (60./85.). Der frühere VfL-Abwehrspieler Simon Kjaer steuerte das 2:1 bei (62.). Serbien war durch den ehemaligen Kölner Zoran Tosic früh in Führung gegangen (4. Minute). Der erst vor vier Monaten verpflichtete Advocaat sprach von einem "fürchterlichen Spiel" und trat einen Tag später zurück. Dies bestätigte der serbische Verband am Samstag.

Die Dänen führen die Gruppe I vor Portugal an, das Armenien mit 1:0 besiegte. Torschütze war einmal mehr Cristiano Ronaldo (72.). Für den Weltfußballer war es das 23. Tor in einem EM-Spiel (Qualifikation und Endrunde) - damit überholte er den Dänen Jon Dahl Tomasson (22 Treffer). "Ich wusste, dass ich es früher oder später schaffen würde", sagte Ronaldo. "Natürlich bin ich jetzt glücklich, vor allem, weil ich den Rekord in Portugal vor unseren Fans aufgestellt habe."

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