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Primera Division: Atletico Madrid und Deportivo verbannen Ultras

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Nach Todesfall  

Atletico und Deportivo verbannen Ultras

03.12.2014, 12:46 Uhr | sid, dpa

Primera Division: Atletico Madrid und Deportivo verbannen Ultras. Auf Choreos der Ultra-Fans wird Atletico Madrid wohl erst einmal verzichten. (Quelle: imago/Marca)

Auf Choreos der Ultra-Fans wird Atletico Madrid wohl erst einmal verzichten. (Quelle: Marca/imago)

Der spanische Meister Atletico Madrid greift nach dem Tod eines Anhängers von Deportivo La Coruna hart durch. Atletico-Präsident Miguel Angel Gil erklärte im spanischen Fernsehen, dass die Ultra-Gruppierung Frente Atletico aus dem Stadion Vicente Calderon verbannt werde. Mittelweile hat auch Deportivo reagiert.

"Eine Sache ist, sie zu verbannen. Eine andere Sache ist, sie aufzulösen. Ich bin aber niemand, der die Gruppe auflösen kann", sagte Gil.

Auseinandersetzungen vor dem Depor-Spiel in Madrid

Ein 43 Jahre alter Depor-Ultra war am vergangenen Sonntag nach schweren Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fangruppierungen gestorben, bei denen auch 13 weitere Personen verletzt wurden.

Der Mann hatte schwere Kopfverletzungen und einen Herzstillstand erlitten sowie eine Unterkühlung davongetragen, weil er in den Fluss Manzanares geworfen worden war. Er war später im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben.

Auch La Coruna sperrt Ultras aus

Einen Tag nach der Verbannung der Ultra-Gruppierung Frente Atletico durch Meister Atletico hat auch Deportivo La Coruna seinen Ultras zumindest vorerst den Zugang zum Stadion verweigert. "Ich bin sicher, dass es keine Riazor Blues mehr im Estadio Riazor geben wird", sagte Depor-Präsident Tino Fernandez: "Als erste Maßnahme werden wir den Block der Riazor Blues in den nächsten zwei Heimspielen schließen."

Dies sei der erste Schritt in einem langen Prozess, so der 48-Jährige.

Fans wieder auf freiem Fuß

Unterdessen wurden die 21 Fans, die nach Auseinandersetzungen festgenommen worden waren, sind wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungsrichterin habe die Angehörigen von Ultragruppen unter der Auflage entlassen, dass sie sich zwei Tage pro Monat melden, teilten Justizsprecher in Madrid mit.

Gegen die Männer werde wegen Teilnahme an einer Massenschlägerei ermittelt, hieß es. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor gefordert, dass neun der Festgenommenen in Untersuchungshaft genommen werden.

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