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Afrika-Cup 2015: Große Prestige und Ebola-Sorge

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Afrika-Cup zwischen großem Prestige und Ebola-Sorge

16.01.2015, 17:42 Uhr | dpa

Afrika-Cup 2015: Große Prestige und Ebola-Sorge. Die Begeisterung für den Afrika-Cup ist auff dem Kontinent ungebrochen.

Die Begeisterung für den Afrika-Cup ist auff dem Kontinent ungebrochen. Foto: Nic Bothma. (Quelle: dpa)

Malabu (dpa) - Das große Abenteuer Afrika-Cup wird für Volker Finke & Co. mehr denn je eine Reise ins Ungewisse. Schon das obligatorische Fiebermessen bei der Einreise in Äquatorialguinea erinnert an die Sorge vor der Ebola-Epidemie.

Und auch die kurzfristige Verlegung aus Marokko in den diktatorischen Kleinstaat lässt das Sportliche vor Start des Turniers am Samstag in den Hintergrund rücken. Dennoch erwartet Afrika-Experte Otto Pfister ungebrochene Begeisterung auf dem Kontinent: "Für den Mann auf der Straße ist es populärer als die Weltmeisterschaft, es ist ein unglaubliches Prestige, das ganze Land steht hinter der Mannschaft", sagte der Fußball-Weltenbummler, der nach vier Teilnahmen als Trainer das Turnier am TV verfolgen wird.

Am Flughafen der Hauptstadt Malabo warnen neben Maskottchen Chuku Chuku, einem farbenfrohen Stachelschwein, Poster vor den Symptomen des tödlichen Virus. Bei jedem Ankommenden wird die Körpertemperatur ermittelt, die Hände werden gesäubert, berichten Augenzeugen. Kameruns Coach Finke hält sich am Telefon bei Fragen nach den heiklen Themen merklich zurück, enthält sich eines Kommentars zur Ebola-Gefahr sowie der schwierigen Organisation.

"Sowohl im organisatorischen Bereich als auch was die Disziplin betrifft, gibt es sicherlich noch eine Menge zu verbessern", erklärte der Schalker Angreifer Eric Maxim Choupo-Moting als Erfahrung aus dem enttäuschenden WM-Vorrundenaus Kameruns. Trotz der Verjüngung der Unbezähmbaren Löwen und Finkes viel diskutierten Verzichts auf Stürmer-Altstar Samuel Eto'o zählt der 25-Jährige seine Mannschaft zu den "Mitfavoriten". "Wenn du eines der besten Teams Afrikas bist, musst du diese Erwartungen erfüllen", sagte der gebürtige Hamburger vor der Abreise aus dem Trainingslager in Gabun am Samstag.

Neben ihm stehen sechs Profis aus der Bundesliga in den Kadern der 16 Teams. Mehr als zwei Drittel der Profis verdienen ihr Geld in Europa und fehlen zum Rückrundenstart - so dass das routinemäßige Klagelied zu hören ist. "Die Leute, die diese Rahmenterminpläne machen, tun das ohne Rücksicht auf Verluste", schimpfte Schalkes Manager Horst Heldt. Die Abwesenheit von Choupo-Moting könne den Angreifer zurückwerfen - "und auch das Krankheitsrisiko kann man nicht ausschließen", erklärte Heldt mit Blick auf den Ebola-Virus.

Bislang sind mehr als 8000 Menschen gestorben. Nachdem der Ausrichter Marokko wegen der Epidemie auf eine zeitliche Verlegung gepocht hatte und vom Kontinentalverband ausgeschlossen worden war, hatte Äquatorialguinea Mitte November übernommen. "Die sind in der Lage, das kurzfristig durchzuführen, vor drei Jahren war man Co-Gastgeber, die Infrastruktur ist also schon da", erwartet Pfister. Von den stark von Ebola betroffenen Ländern hat sich Guinea qualifiziert. "Daher freuen wir uns, den Menschen durch den Fußball eine Menge Freude bereiten zu können", sagte Gladbachs Ibrahima Traoré dem "Kicker".

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp bezeichnete die Situation für Gabuns Pierre-Emerick Aubameyang als "bescheiden", aber alternativlos: "Das ganze Land wäre in Aufruhr, wenn er nicht dabei wäre." Trotz einer starken Qualifikation wird Gabun nicht im Anwärterkreis auf den Cup genannt. "Der große Favorit ist Algerien", erklärte Pfister. In Abwesenheit von Titelverteidiger Nigeria und Rekordchampion Ägypten rechnet sich die Elfenbeinküste auch ohne Didier Drogba Chancen aus.

Wie alle Teams müssen die Ivorer aber mit den Unwägbarkeiten abseits des Platzes klarkommen. Tunesien fliegt aus der Heimat das komplette Essen ein, das ein eigener Koch zubereiten soll. Das kongolesische Team erlebte bereits bei der Ankunft im Spielort Bata eine Überraschung: Das Hotel war zu klein für die komplette Delegation. "Es ist unglaublich, nicht zu akzeptieren", klagte der französische Trainer Claude Le Roy. "Wir wissen nicht, wo einige schlafen sollen."

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