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Champagne-Kampagne vorbei: Keine FIFA-Kandidatur

02.02.2015, 12:01 Uhr | dpa

Fußball - Champagne-Kampagne vorbei: Keine FIFA-Kandidatur. Jérôme Champagne muss seine Kandidatur für das FIFA-Präsidentenamt aufgeben.

Jérôme Champagne muss seine Kandidatur für das FIFA-Präsidentenamt aufgeben. Foto: Julien Warnand. (Quelle: dpa)

Zürich (dpa) - Seinen Briefkopf hatte Jérôme Champagne rasch geändert, der Frust über die gescheiterte FIFA-Kandidatur saß aber tief.

Weiß auf grünem Grund nannte sich der einstige Vertraute von Joseph Blatter und heutige Fußball-Spin-Doctor nur "Ex-Kandidat" statt "Kandidat um das FIFA-Präsidentenamt". Lediglich drei statt der nötigen fünf Unterstützerschreiben von nationalen Fußballverbänden konnte der 56-Jährige präsentieren. Das unumgängliche Eingeständnis des Scheiterns seiner zwölfmonatigen Kampagne um das höchste Funktionärsamt im Weltfußball nutzte der Franzose zu einem beleidigt klingenden Rundumschlag, inklusive Verschwörungstheorien, gegen die Mächtigen der Fußball-Welt.

"Kurz gesagt, ich werde vereinfachende und demagogische Einstellungen zurückweisen und bevorzuge Reflektion und Reform", schrieb Champagne in einem dreiseitigen, an praktisch alle Protagonisten des Weltfußballs gerichteten, Brief. "Das Skript der nächsten Wochen und Monate lässt erwarten, dass die stellvertretenden Kandidaten die Kämpfe ausfechten, für die andere nicht den Mut hatten." Diese Attacke ging klar in Richtung UEFA-Chef Michel Platini, der selbst nicht am 29. Mai in Zürich gegen Blatter antreten wird.

Die drei verbliebenen Blatter-Kontrahenten, der jordanische FIFA-Vizes Prinz Ali bin al-Hussein, Niederlandes Verbandspräsident Michael van Praag und der frühere Weltfußballer Luis Figo gelten mehr oder weniger offen als UEFA-Kandidaten, die von verschiedenen Seiten Blatter attackieren sollen. "Die Slogans" dieser drei Kandidaten verdeutlichten, dass es keinem um die Bekämpfung der gegenwärtigen Probleme des Fußballs ginge, meint Champagne. Dies sei der Beweis, dass es "ein rein politisches Spiel" sei.

Bereits in der Vorwoche hatte Champagne einen "Krieg zwischen FIFA und UEFA" prophezeit und sich als erstes Opfer stilisiert. "Es ist deshalb nicht einfach, für unabhängige Kandidaten wie mich, die keine Unterstützung von einer Institution haben", sagte er.

2010 hatte der frühere Vize-Generalsekretär und Berater für internationale Beziehungen die FIFA verlassen. Als erster Bewerber tauchte Champagne dann im Januar 2014 mit viel Brimborium wieder auf und verkündete seine Kandidatur. Als Erneuerer des Weltfußballs präsentierte er sich durchaus geschickt. Auch in seinem Rücktrittsbrief der, mit dem Datum 31. Januar datiert, offenbar schon am Samstag verfasst, aber erst am Montag publiziert wurde, trat er nochmals für die Rechte der Fußballer in Vietnam, Tahiti oder Moldau ein, die nicht die gleichen Interessen hätten wie die Global Player vom FC Chelsea oder Real Madrid.

Lange wurde gemunkelt, dass die Champagne-Kampagne aus dem Blatter-Lager mitgesteuert sei. Der einstige französische Diplomat sei ein inthronisierter Zähl-Gegenkandidat. Belege dafür gab es nicht. Nochmal befeuert wurden diese Spekulationen aber, als der Berater der Fußballverbände des Kosovo und Palästinas sich jüngst immer wieder positiv über den umstrittenen Blatter äußerte. In Kürze werde er bekanntgeben, welchen Kandidaten er nun unterstützen wolle, teilte Champagne nun mit.

Die FIFA präsentierte derweil am Montag, nur kurz nach dem Champagne-Rückzug, das weitere Prozedere. Die Ad-hoc-Wahlkommission werde die Bewerbungen nun prüfen. Zunächst nimmt die Ethikkommission binnen zehn Tagen noch eine Leumundsprüfung vor. Mit einer Entscheidung der Wahlkommission über die Zulassung zur endgültigen Abstimmung wird bis zum 9. Februar gerechnet.

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