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Real Madrid am Pranger: "Gehen Sie, Herr Ancelotti!"

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Fußball  

"Gehen Sie, Herr Ancelotti!" - Real am Pranger

09.02.2015, 09:35 Uhr | dpa

Real Madrid am Pranger: "Gehen Sie, Herr Ancelotti!". Carlo Ancelotti wird seit Wochen vorgeworfen, dass er auf Anweisung zu viele defensiv eher schwache Profis einsetzt.

Carlo Ancelotti wird seit Wochen vorgeworfen, dass er auf Anweisung zu viele defensiv eher schwache Profis einsetzt. Foto: Juanjo Martin. (Quelle: dpa)

Nach der Niederlage im gegen Stadt-Rivalen Atletico Madrid hängt bei Real Madrid der Haussegen schief: Iker Casillas und Karim Benzema baten die Fans um Verzeihung, Cristiano Ronaldo verlor wieder einmal die Contenance.

"Du bist nicht intelligent", schnauzte der Weltfußballer von Champions-League-Sieger Real Madrid nach der historischen 0:4-Pleite im Stadtderby bei Meister Atlético einen Journalisten beim Gang aus der Kabine an. Schließlich gab es viele unbequeme Fragen. Die "kolossale Klatsche", wie "El País" titelte, schlug dem Achtelfinal-Gegner von Schalke 04 mächtig aufs Gemüt.

"Immer noch sauer wegen der Niederlage. Wir werden hart arbeiten und stärker zurückkommen. Unterstützt uns weiter", bat Weltmeister Toni Kroos die Fans am Sonntag via Twitter. Die Königlichen stehen nach der Pleite am 22. Spieltag zwar mit 54 Punkten noch an der Spitze der Primera División. Atlético liegt noch vier Zähler zurück. Doch bei einem Team mit einem Jahresetat von 550 Millionen Euro (Atlético hat nur rund 120 Mio) sind die Ansprüche höher. Die Real-Profis - im Dezember nach einer Serie von 22 Pflichtspielerfolgen noch als "unschlagbar" gefeiert - stehen nach einem Leistungstief im neuen Jahr bereits am Pranger.

Der FC Barcelona nutze die 0:4-Pleite von Real Madrid am Abend weidlich aus und rückte nach einem 5:2 (2:0)-Kantersieg bei Athletic Bilbao bis auf einen Punkt an den Erzrivalen heran. Beim Schützenfest zum 17. Saisonsieg der Katalanen trafen Doppeltorschütze Lionel Messi (15./62. Minute), Luis Suarez (25.), Neymar (64.) und Pedro (86.). Für die Gastgeber waren Mikel Rico (60.) und Aduriz (66.) erfolgreich. Real führt nach dem 22. Spieltag der Primera Division mit 54 Punkten vor Barcelona (53) und Atlético Madrid (50).

Starkolumnist José Vicente Hernáez hatte am Sonntag in der Sportzeitung "Marca" schon den Rücktritt von Trainer Carlo Ancelotti forderte: "Gehen Sie bitte, Herr Ancelotti!", schrieb er. Dem Italiener wird seit Wochen vorgeworfen, dass er vor Clubboss Florentino Pérez kuscht und auf Anweisung des auf Marketing bedachten Chefs mit Ronaldo, Benzema, Gareth Bale, Isco und dem gegen Atlético wegen Verletzung fehlenden WM-Torschützenkönig James Rodríguez zu viele defensiv eher schwache Profis einsetzt.

Im Vicente Calderón wirkten die Männer um den nach einer Rot-Sperre zurückgekehrten Ronaldo über die gesamten 90 Minuten wie Statisten. Nach Treffern von Tiago (14.), Saúl Niguez (18.) und Antoine Griezmann (67.) krönte der ehemalige Bayern-Stürmer Mario Mandzukic in der 89. seine Klasseleistung mit einem Kopfballtor zum auch in der Höhe verdienten Endstand.

Dass die Gäste stark ersatzgeschwächt angetreten waren und mit Sergio Ramos, Rodríguez, Luka Modric und Pepe (alle verletzt) sowie Marcelo (Gelbsperre) gleich auf fünf Stammspieler hatten verzichten müssen, ließen Fans und Medien nicht als mildernden Umstand gelten. Nach dem Sieg gegen den Madrider Arbeiterclub im Champions-League-Finale 2014 blieb Real immerhin bereits im sechsten Pflichtspiel gegen Atlético ohne Sieg. Das war zuletzt 1969/1970 passiert. Höher hatte Real zuletzt 2010 beim "Wunderteam" von Barcelona verloren.

Vor allem wie der Untergang zustande kam, erregte in TV-Studios und Kneipen die Gemüter. "Ronaldo gelang heute nicht die einfachste Ballannahme", so ein Fernseh-Kommentator. Wie die meisten ihrer Kollegen wirkten die deutschen Weltmeister Kroos und Sami Khedira hilflos. "Diese Lustlosigkeit war nicht normal, das war das schlechteste Spiel, seitdem ich hier bin", klagte Ancelotti.

Ronaldo räumte ein: "Heute hat es an allem gefehlt". Die schwarze Serie des Portugiesen, der jüngst von seiner langjährigen Freundin verlassen wurde, weniger Tore erzielt und beim FC Córdoba (1:2) des Feldes verwiesen wurde, hält an. Kein Wunder, dass er die Nerven verlor, als er nach seiner Tätlichkeit und einer Provokation der Córdoba-Fans vor zwei Wochen gefragt wurde. "Das war vor drei Monaten schon, du bist nicht intelligent", schimpfte er, bevor er sich trotz der Schlappe aufmachte, um mit Freunden und Teamkollegen seinen 30. Geburtstag nachzufeiern. Viel Stimmung kam bei der Party nicht auf.

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