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Fußball  

Emotionaler Abschied: Gerrard sagt Anfield Road Goodbye

17.05.2015, 11:53 Uhr | dpa

Fußball - Emotionaler Abschied: Gerrard sagt Anfield Road Goodbye. Steven Gerrard verabschiedete sich von den Fans an der Anfield Road.

Steven Gerrard verabschiedete sich von den Fans an der Anfield Road. Foto: Peter Powell. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Für seinen letzten großen Auftritt an der Anfield Road hatte sich Steven Gerrard moralische Unterstützung geholt. Gemeinsam mit seinen drei Töchtern Lilly-Ella, Lexie und Lourdes schritt der Kapitän des FC Liverpool zum letzten Mal auf den Rasen. 

"Ich habe diesen Moment immer gefürchtet, denn ich weiß, dass ich das alles so sehr vermissen werde", sagte Gerrard ins Stadionmikrofon und kämpfte mit den Tränen. "Ich habe vor Fans überall in der Welt gespielt, aber ihr seid die Besten. Es bricht mir das Herz, nie wieder hier spielen zu können."

Nach mehr als 25 Jahren verabschiedete sich Gerrard am Samstag beim 1:3 gegen Crystal Palace als Spieler endgültig aus seinem Wohnzimmer. Das Ergebnis war nebensächlich.

Besorgt waren die Fans bloß, weil ihr Held das Trikot mit dem Liver-Bird nur noch einmal tragen wird: Am kommenden Samstag zum Saisonkehraus bei Stoke City. Im Sommer wechselt der Routinier zu Los Angeles Galaxy in die nordamerikanische Major League Soccer.

709 Partien bestritt der 34 Jahre alte Ausnahmefußballer in 17 Profijahren für die Reds. Für seine einzige sportliche Liebe erzielte die Vereinsikone 185 Tore. "Ohne ihn hätte ich keinen einzigen Titel gewonnen. Er war immer die treibende Kraft", sagte sein langjähriger Weggefährte Jamie Garragher.

Trainer Brendan Rodgers betonte: "Für mich gibt es nur ein Wort, das ihn erklärt: Liverpool. Was er dieser Stadt gab, ist mehr als das, was sie von Politikern bekam." Der "Daily Telegraph" schrieb: "Kein Einzelspieler war jemals wichtiger für einen Club als er".

Sein Debüt gab Gerrard am 29. November 1998. Damals war er 18 Jahre alt. Mit 23 Jahren wurde er Spielführer. "Er hat diese Rolle geliebt und sie sensationell ausgefüllt. Du kannst in der Kabine immer viel erzählen als Kapitän, entscheidend ist aber auf dem Platz. Und da wussten die Jungs, wenn Stevie dabei ist, geht immer noch irgendwas", sagte Dietmar Hamann. Der ehemalige deutsche Nationalspieler kickte von 1999 bis 2006 an der Seite von Gerrard, der immer wieder Angebote von europäischen Top-Clubs ausschlug.

Mit Liverpool gewann der Mittelfeldspieler die Champions League (2005) und den UEFA-Cup (2001), er holte zweimal den europäischen Supercup (2001, 2005) und den FA-Cup (2001, 2006) sowie dreimal den Liga-Cup (2001, 2003, 2012). Nur der Meistertitel blieb dem 114-fachen englischen Nationalspieler verwehrt.

In der vergangenen Saison standen die Reds dicht vor dem Gewinn der ersten Meisterschaft seit 1990, doch ausgerechnet Gerrard patzte. Im Heimspiel gegen Chelsea rutschte er aus und ermöglichte Demba Ba das Führungstor. Liverpool verlor Spiel und Tabellenführung.

Gerrards glanzvolle Karriere hatte Höhen und Tiefen. Trauer, Triumphe, Tragödien. Mit einem sensationellen Treffer in der 86. Minute des Champions-League-Duells gegen Olympiakos Piräus ebnete er den Reds 2005 den Weg ins Finale. Im Endspiel von Istanbul lag Liverpool gegen den AC Mailand 0:3 zurück. Gerrard sorgte mit einem unglaublichen Kopfball zum 1:3 für die Wende.

Ein Jahr später wird das FA-Cup-Finale auf der Insel als das "Gerrard-Finale" in die Geschichte eingehen. Mit einem Schuss aus beinahe 30 Metern glich der Profi in der Nachspielzeit gegen West Ham United aus. Liverpool gewann den Titel im Elfmeterschießen.

Mit Gerrards Laufbahn ist aber auch die wohl schlimmste Fußball-Katastrophe des Landes verknüpft. Eine Tragödie, die ganz Liverpool 1989 für immer verändert hat. In dem Jahr, in dem Gerrard als Kind in die Jugendakademie des Clubs wechselt, sterben in Hillsborough beim FA-Cup-Halbfinale zwischen den Reds und Nottingham Forest 96 Menschen.

Das jüngste Opfer ist Gerrards Cousin Jon-Paul Gilhooley (10). Jedes Mal wenn Gerrard ins Stadion fährt, bleibt er an der Gedenktafel stehen. "Ja, es ist wahr. Ich spiele für Jon-Paul", schrieb er in seiner Biografie.

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