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Fußball: Finanzstarkes England bringt Bundesliga in Bredouille

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Fußball  

Finanzstarkes England bringt Bundesliga in Bredouille

28.05.2015, 06:00 Uhr | dpa

Fußball: Finanzstarkes England bringt Bundesliga in Bredouille. Stefan Reinartz wurde von West Ham United umworben.

Stefan Reinartz wurde von West Ham United umworben. Foto: Arne Dedert. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Nach der Saison ist vor dem Transfer-Sommer - und der dürfte in dieser Saison heiß werden. Neue Millionen dank üppiger TV-Gelder in England könnten eine Welle lostreten, unter der die Bundesliga unterzugehen droht.

Statt "Sieg oder Niederlage" heißt es in den Fußball-Ligen Europas bald wieder "Wer kommt, wer geht?". "Wenn es nur nach der Kohle ginge, müsste jeder Bundesliga-Spieler in die Premier League übersiedeln", verdeutlichte der scheidende Leverkusen-Profi Stefan Reinartz, der zur neuen Saison bei Eintracht Frankfurt unterschrieben hat. West Ham United, ein englischer Mittelklasse-Verein, habe "fast das Doppelte geboten", gab er preis. Seine Entscheidung, dennoch nach Hessen zu wechseln, begründete der 26 Jahre alte Abwehrmann mit der Chance auf regelmäßige Einsatzzeiten.

Ob dieses Argument allerdings auch bei Top-Stars im Vordergrund steht, muss sich erst noch zeigen. Womöglich bleibt André Schürrle, der im vergangenen Winter für rund 30 Millionen vom FC Chelsea nach Wolfsburg wechselte, erstmal der letzte Bundesliga-Transfer dieses Kalibers. Hintergrund: Im englischen Fußball sprudelt das Geld in selbst von Experten nicht für möglich gehaltener Weise. Die 20 Vereine der Premier League profitieren von einem saftigen neuen TV-Vertrag, der von 2016 an gilt und den Clubs fast sieben Milliarden Euro für drei Spielzeiten in die Kassen spült.

Im Vergleich dazu erscheinen die etwas mehr als 700 Millionen Euro Fernsehgeld, die die Deutsche Fußball Liga (DFL) pro Saison an die 36 Proficlubs ausschüttet, wie Brosamen. Das Geld ist Bestandteil eines 2,5-Milliarden-Euro-Vertrages, den die DFL einst mit den TV-Sendern bis 2016/17 abgeschlossen hat. Ob die horrenden Einnahmen in der Premier League, aber auch in anderen europäischen Ligen, für die Bundesliga einen Wettbewerbsnachteil bedeuten und ihr nachhaltig schaden, zeigt sich erstmals in diesem Sommer: In wenigen Wochen öffnen die Transferfenster in Europa.

Selbst Chelsea-Coach José Mourinho, der mit seinem Club ebenfalls ein großes Stück vom TV-Millionen-Kuchen auf der Insel abbekommt, befürchtet einen "Kollaps" des Systems. "Der Markt ist schwierig", sagte er. Einige Clubs könnten mit einer solchen Entschlossenheit und Finanzkraft auf den Markt drängen, dass die Folgen für den Rest unabsehbar wären. "Ich kann mir vorstellen, dass es in diesem Sommer zu einem Kollaps kommt wie an der Wall Street", befürchtet er.

Mourinho selbst will zwar nicht auf große Einkaufstour gehen, "wir brauchen keine dramatischen Veränderungen", betonte er. Ordentlich mitmischen könnte dafür aber der ehemalige Bayern-Trainer und jetzige Coach von Manchester United, Louis van Gaal. Medien spekulieren, dass der Niederländer eine Wunschliste für die Generalüberholung seines Kaders vorgelegt hat. Angeblich ist ManUnited demnach bereit, viel Geld für Neuerwerbungen in die Hand zu nehmen. Ein Name auf der Liste soll Gareth Bale von Real Madrid sein. Die "Times" hatte berichtet, dass der millionenschwere 25-Jährige um seine Freigabe gebeten habe.

Auch über die Zukunft zweier deutscher Nationalspieler wird munter spekuliert. Weltmeister Sami Khedira hat seinen Abgang bei Real Madrid zum Saisonende schon bestätigt. Der italienische Meister und Champions-League-Finalist Juventus Turin soll sein künftiger Club sein. Unklar ist, ob Mario Gomez in der kommenden Saison noch beim AC Florenz spielt. Italienische Medien bewerten die mehrfache Nicht-Berücksichtigung des Ex-Münchners unter Trainer Vincenzo Montella als Zeichen für einen bevorstehenden Abschied.

Auch der FC Bayern hat personelle Veränderungen angekündigt. "Wir werden wieder Stars in die Stadt locken", vermeldete Karl-Heinz Rummenigge in der "Süddeutschen Zeitung" und schob die Prognose nach: "Das wird eher nicht preiswerter als früher."

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