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EM-Quali: EM-2016-Ticket für Österreich zum Greifen nahe

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EM-Qualifikation 2016  

Österreichs "Sternstunde": EM-Ticket zum Greifen nahe

15.06.2015, 14:46 Uhr | dpa

EM-Quali: EM-2016-Ticket für Österreich zum Greifen nahe. Die Österreicher feiern den Sieg gegen Russland.

Die Österreicher feiern den Sieg gegen Russland. Foto: Yuri Kochetkov. (Quelle: dpa)

Moskau (dpa) - "Gutes Spiel. Toll gemacht, Jungs." Kurz und bündig kommentierte David Alaba aus der Ferne auf Twitter das 1:0 der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation in Russland.

Selbst konnte der Abwehrspieler des FC Bayern München nicht auflaufen, um den Erfolg mit seinen Auswahl-Kollegen mitzufeiern. Nach seiner Knieverletzung hatte er noch keine Spielpraxis.

Dank des Sieges in Moskau stehen die Österreicher vor einem historischen Coup. Noch nie konnte sich ein Austria-Team sportlich für eine EM qualifizieren. Durch das Traumtor per Fallrückzieher von Marc Janko ist die Tür nach Frankreich 2016 weit aufgestoßen. Nach sechs Spielen führt das Team von Trainer Marcel Koller die Tabelle der Gruppe G mit 16 Punkten an und hat auf den Drittplatzierten Russland acht Punkte Vorsprung.

Schon im nächsten Spiel am 5. September können die Österreicher alles klar machen: Wenn die Mannschaft ihr Heimspiel gegen den Tabellenletzten Moldawien gewinnt und Russland zugleich zu Hause gegen den Tabellenzweiten Schweden verliert, wäre die erste Turnier-Qualifikation auf sportlichem Wege seit der WM 1998 in Frankreich perfekt.

Dass dies so kommt, ist für Österreichs größtes Boulevard-Blatt "Kronenzeitung" klar: "Dieses Team lässt sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, fährt 2016 nach Frankreich." Torschütze Janko blieb dagegen vorsichtig. "Wir sind noch lange nicht dort, doch es schaut ganz gut aus", sagte er.

Leo Windtner, Präsident des Österreichischen Fußball-Verbandes, sprach von einer "Sternstunde für den österreichischen Fußball". Die Tageszeitung "Kurier" zeigte sich begeistert: "Österreich gegen Russland. Das mutete in früheren Zeiten an, als wollte der Zwerg einen riesigen Bären zum Tanz bewegen. Lächerliche Selbstüberschätzung. Doch die Verschiebung auf der Fußball-Landkarte hat tatsächlich stattgefunden."

Auch "Der Standard" war hin und weg: "Sie wollten unmittelbar vor dem Urlaub die allerletzten Kräfte mobilisieren, im abschließenden Saisonspiel einen Kampf bis zum Umfallen abliefern, den Russen zeigen, wer Tabellenführer der Gruppe G ist."

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