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Mexiko feuert Nationalcoach Miguel Herrera nach Gold-Cup-Sieg

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Zwei Tage nach Titelgewinn  

TV-Reporter geschlagen: Mexiko feuert Nationalcoach

29.07.2015, 09:36 Uhr

Mexiko feuert Nationalcoach Miguel Herrera nach Gold-Cup-Sieg. Miguel Herrera, hier noch an der Seitenlinie während des Gold Cup. (Quelle: imago/ZUMA)

Miguel Herrera, hier noch an der Seitenlinie während des Gold Cup. (Quelle: ZUMA/imago)

Der mexikanische Fußballverband hat Nationaltrainer Miguel Herrera nicht mal zwei Tage nach dem Gewinn des Gold Cups entlassen. "Er ist nicht länger der Trainer der mexikanischen Nationalmannschaft", sagte der designierte Verbandspräsident Decio de Maria.

Grund für die abrupte Trennung ist die Anschuldigung eines mexikanischen TV-Reporters, der zufolge der 47-jährige Herrera den Journalisten geschlagen haben soll.

"Gewalt passt nicht in den Sport"

"Unsere Werte, unsere Prinzipien stehen über jedem Resultat", betonte de María. "In unserem Beruf, in unserer Geschäft sind die Spiele nie zu Ende", sagte er und verwies auf die Verantwortung als öffentliche Person und Repräsentant einer Institution. "Gewalt passt nicht in die Gesellschaft, in die Familie und nicht in den Sport", sagte er. Wer nun den Posten von Herrera übernehmen soll, ist offen.

Der Vorfall soll sich auf dem Flughafen von Philadelphia ereignet haben, als sich Herrera und sein Team auf die Rückreise nach Mexiko vorbereitet hatten. Zuvor hatte Herrera noch den Turniersieg bei der nord- und mittelamerikanischen Meisterschaft durch einen 3:1-Erfolg im Finale gegen Jamaika mit dem deutschen Trainer Winfried Schäfer gefeiert.

Aufbrausende Persönlichkeit

Der Sieg beim Gold Cup war allerdings der einzige größere Erfolg von Herrera, der den Spitznamen "Piojo" (Laus) hat. Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien schied Mexiko im Achtelfinale aus, bei der Südamerikameisterschaft gewann die Nationalmannschaft kein einziges Spiel. In der FIFA-Weltrangliste liegt Mexiko derzeit auf dem 40. Platz. Es ist die bisher schlechteste Platzierung.

Durch sein Verhalten polarisierte der als aufbrausend geltende Herrera schon länger. Der TV-Journalist, der in nun der körperlichen Attacke bezichtigte, hatte ihn wiederholt kritisiert.

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