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Englische Presse geht auf Per Mertesacker los

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Harsche Kritik nach Roter Karte  

Englische Presse geht auf "Mertehacker" los

25.01.2016, 14:25 Uhr | sid

Englische Presse geht auf Per Mertesacker los. Rabenschwarzer Tag: Mit gesenktem Kopf verlässt Per Mertesacker nach der Roten Karte den Platz. (Quelle: imago/Sportimage)

Rabenschwarzer Tag: Mit gesenktem Kopf verlässt Per Mertesacker nach der Roten Karte den Platz. (Quelle: Sportimage/imago)

Rot gesehen, Derby verloren und Tabellenführung verspielt: Arsenal-Kapitän Per Mertesacker steht nach seinem Platzverweis im Spiel gegen den FC Chelsea (0:1) mächtig in der Kritik. "Mertehacker" titelte die "Sun". Und der "Mirror" schrieb, dass der 31-Jährige "nicht gerade der Schnellste" sei.

Seit 2011 spielt Mertesacker für die Gunners, die Niederlage gegen den Londoner Rivalen wird er aber wohl nicht so schnell vergessen.

Wenger nimmt sich Costa zur Brust

Brutal war Mertesackers Foul an Diego Costa zwar nicht, dafür aber folgenreich: 70 Minuten lang spielten die Hausherren in Unterzahl, ausgerechnet Costa schoss später Chelseas Siegtor, in der Tabelle rutschte Arsenal von Platz eins auf drei ab. "Mertesackers Platzverweis veränderte das gesamte Spiel", schrieb die BBC.

Immerhin: Arsenals Teammanager Arsène Wenger nahm Mertesacker in Schutz, der Franzose ließ lieber Dampf in Richtung Costa ab. Der Spanier sei "clever" darin, Platzverweise zu provozieren, sagte Wenger, schon im Hinspiel sei der Stürmer an Gabriels Roter Karte beteiligt gewesen. "Costa hat für Mertesackers Platzverweis gesorgt. Man kann nicht behaupten, dass das nicht wahr ist", sagte Wenger.

"Vielleicht wird er schon bald außen vor sein"

Englands Presse ging weniger diplomatisch mit dem Deutschen um. "Nicht Costa hat für Mertesackers Platzverweis gesorgt, sondern Mertesacker", schrieb die "Daily Mail" und kritisierte, der Arsenal-Kapitän habe kurz vor dem Zweikampf zum Linienrichter geblickt. Daher sei er den "entscheidenden Moment" zu spät gekommen.

Der "Mirror" nahm Mertesackers Zögern sogar zum Anlass, die Zukunft des Weltmeisters bei Arsenal zu überdenken. "Der Schnellste war er noch nie. Kein Zweifel: Mertesacker war in der Vergangenheit brillant. Aber Arsenal will sich jeden Sommer entwickeln und verbessern. Vielleicht wird er schon bald außen vor sein", schrieb die Tageszeitung.

Özils Vertragsdetails bekannt

Ganz andere Sorgen hatte am Montag Mertesackers Teamkollege Mesut Özil. Die Internetplattform Football Leaks veröffentlichte die Vereinbarung zwischen Real Madrid und Arsenal vom 1. September 2013 über den Transfers des Weltmeisters. Demnach zahlten die Londoner 44 Millionen Euro für Özil, hinzu kamen bislang Prämien in Höhe von zwei Millionen. Wer die undichte Stelle war, blieb unklar.

Özils Vertrag, Mertesackers Platzverweis - das alles kommt zur Unzeit für Arsenal, das vom ersten Meistertitel seit 2002 träumt. Die Derbypleite hat alle Fans auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, mit 44 Punkten liegen die Gunners wieder hinter dem Überraschungsteam Leicester City (47) und Manchester City (44).

"Sun": Arsenal muss den Titel holen

Dabei stehen die Chancen so gut wie lange nicht. "Chelsea, Manchester United und Liverpool nehmen nicht am Titelrennen teil, Manchester City bringt kaum drei gute Ergebnisse am Stück zustande, und Tabellenführer ist Leicester, das letzte Saison fast abgestiegen wäre", schrieb die "Sun": "Wenn Arsenal diese Saison nicht den Titel holt, sind sie selbst schuld."

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