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Copa America 2016: Clevere Kolumbianer verderben Klinsmann-Auftakt

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Copa America 2016  

Clevere Kolumbianer verderben Klinsmanns Copa-Auftakt

04.06.2016, 11:11 Uhr | dpa

Copa America 2016: Clevere Kolumbianer verderben Klinsmann-Auftakt. Jürgen Klinsmann und sein US-Team verloren das Auftaktspiel gegen Kolumbien.

Jürgen Klinsmann und sein US-Team verloren das Auftaktspiel gegen Kolumbien. Foto: Guillaume Horcajuelo. (Quelle: dpa)

Santa Clara (dpa) - Die Euphorie bei Jürgen Klinsmann ist schon nach dem Auftaktspiel der Copa America Centenario verflogen. Trotz einer guten Leistung verlor seine US-Fußballnationalmannschaft am Freitag in Santa Clara das Eröffnungsspiel des dreiwöchigen Turniers gegen Kolumbien mit 0:2 (0:2).

"Wir wurden bei zwei Standards bestraft. Und wenn du gegen eine Mannschaft mit so viel Qualität nicht den Anschluss schaffst, um zurück ins Spiel zu kommen, wird es schwer", meinte Klinsmann. Allerdings fand der Schwabe auch positive Worte: "Das Ergebnis spricht gegen uns. Aber wir waren absolut ebenbürtig."

Der einstige Bundestrainer hatte vor dem anlässlich des 100-jährigen Bestehens von Südamerikas Fußball-Verband CONMEBOL ausgetragenen Turnier das Halbfinale als Ziel ausgegeben. Klinsmanns Rechnung basierte jedoch auf dem Gewinn der Vorrundengruppe A - um so einem wahrscheinlichen Viertelfinal-Duell mit Rekordweltmeister Brasilien aus dem Weg zu gehen. Nach der unverdienten Auftakt-Niederlage stehen die Amerikaner nun bereits am Dienstag in Chicago gegen Costa Rica unter Druck. Dritter Gegner ist Paraguay.

Vor 67439 Zuschauern, darunter der stark in der Kritik stehende FIFA-Präsident Gianni Infantino, schockte Christian Zapata die ambitionierten Amerikaner bereits in der siebten Minute. Nach einem Eckball kam er zehn Meter vor dem Tor völlig unbedrängt an den Ball und drosch diesen volley in die Maschen.

In der 40. Minute wollte Verteidiger DeAndre Yedlin im Strafraum eine Hereingabe von Farid Diaz blocken, dabei sprang ihm der Ball an die rechte Hand. Der mexikanische Schiedsrichter Roberto Garcia entschied trotz heftiger Proteste Klinsmanns auf Elfmeter. James Rodriguez, Torschützenkönig der WM 2014, traf zum 2:0.

Die Amerikaner hatten durch Clint Dempsey drei Großchancen. In der 36. Minute strich ein Fernschuss des Stürmers um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Nach einer Stunde wurde sein Kopfball auf der Torlinie geklärt und kurz darauf holte Kolumbiens Schlussmann David Ospina einen Dempsey-Freistoß aus dem Toreck.

"An anderen Tagen gehen die rein. Ich denke, wir können unseren Kopf trotzdem hoch halten, das Positive aus dem Spiel mitnehmen. Wir haben das Vermögen, die kommenden beiden Spiele zu gewinnen", meinte Verteidiger Geoff Cameron. Allerdings hat die Partie gegen die Südamerikaner gezeigt, dass Klinsmanns Team große Probleme hat, wenn es gegen körperlich robuste und tiefstehende Gegner das Spiel machen muss. Die seit längerem schwelende Kritik an Klinsmann könnte nun wieder aufflammen.

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