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Manchester United feiert Rückkehr von Paul Pogba

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Teuerster Fußballer der Welt  

Manchester United feiert Pogba-Rückkehr

09.08.2016, 16:31 Uhr | sid, dpa

Manchester United feiert Rückkehr von Paul Pogba. Wechsel perfekt: Paul Pogba kehrt zu Manchester United zurück. (Quelle: Twitter-Account Manchester United)

Wechsel perfekt: Paul Pogba kehrt zu Manchester United zurück. (Quelle: Twitter-Account Manchester United)

Paul Pogba ist im Sommer des Transfer-Wahnsinns zum teuersten Fußballer der Welt geworden. Die maximal 110 Millionen Euro könnten aber bald wieder geknackt werden.

Landung im Privatjet, Weiterfahrt im rot-schwarzen Protz-Sportwagen, Vorstellung im Hochglanzvideo - schon die Ankunft des nun teuersten Fußballers der Welt verlief standesgemäß. Und Pogba kündigte sofort die Großtaten mit Manchester United an, die irgendwie die irrwitzige Ablösesumme in Hohe von mindestens 105 Millionen Euro rechtfertigen müssen.

Schicksalhafte Rückkehr

"Ich beende das, was ich hier angefangen habe", sagte der 23-Jährige, der einen Fünfjahresvertrag unterschrieb und im Erfolgsfall noch mal fünf Millionen Euro extra kostet, im Vereins-TV des Rekordmeisters. Seine Rückkehr ins Old Trafford, das er 2012 im Streit mit Teammanager-Legende Sir Alex Ferguson verlassen hatte, sei schließlich "Schicksal". Daran muss man glauben.

"Paul Pogba ist Mourinhos letzter von vier Schlüsseltransfers. Jetzt hat er ein Team, das gut genug ist, um die Premier League zu gewinnen", titelte die "Manchester Evening News". Pogba ist 23 Jahre alt - und nun der teuerste Fußballer der Welt.

"Zum Herzen dieses Klubs werden"

"Er ist einer der besten Fußballer der Welt", sagte Teammanager José Mourinho fast schon lapidar in der knappen Stellungnahme des Klubs. So gut, dass er teuer sein durfte als Gareth Bale, der vor drei Jahren für 100,76 Millionen zu Real Madrid ging, und Cristiano Ronaldo, der die Königlichen 2009 zuvor 94 Millionen Euro kostete?

"Er ist schnell, erzielt Tore, und er liest das Spiel besser als viele Spieler, die sehr viel älter sind", lobte Mourinho, der zuvor schon die Ausnahmespieler Zlatan Ibrahimovic und Henrich Mchitarjan von Borussia Dortmund zu den Red Devils lockte: "Mit seinen 23 Jahren hat er die Chance, zum Herzen dieses Klubs zu werden - für die nächste Dekade und darüber hinaus."

Bei der EM durch Druck gehemmt

Der Druck auf Pogba könnte also kaum größer sein. Die Erwartungshaltung der Fußball-Welt ist riesig. Wie der junge Franzose damit umgehen kann, hatte sich allerdings wenig vielversprechend bei der EURO 2016 erst vor ein paar Wochen gezeigt.

Beim Turnier in seinem Heimatland wirkte Pogba gehemmt. Dem angehenden Superstar, der bei Juve eine starke Saison gespielt hatte, gelang im Scheinwerferlicht wenig. Im verlorenen Finale machte nicht er den Unterschied, sondern Portugals No-Name-Stürmer Eder, dessen Marktwert bei fünf Millionen Euro liegen soll. Pogba, der 275.000 Pfund pro Woche (knapp 330.000 Euro) verdienen soll, war Manchester das 21-fache wert.

Keine Einschränkung durch "große Jungs"

Die Entscheidung für Manchester könne für die Entwicklung Pogbas aber ein wichtiger Schritt sein, so Mourinho. "Wenn man der beste Spieler der Welt werden will und zu Barcelona oder Madrid geht, kommt man in Schwierigkeiten", sagte der Portugiese mit Blick auf die Superstars Lionel Messi und Ronaldo: "Ich denke nicht, dass die anderen beiden großen Jungs dich auf dieses Level kommen lassen."

Das Level der Ablösesummen, die inzwischen durch den neuen, erst im nächsten Jahr fälligen Mega-TV-Deal der Engländer erreicht wurde, kennt derweil keine Grenzen. Auch, um Pogba zu stoppen, zahlte Lokalrivale Manchester City mit Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola 55 Millionen Euro für John Stones an den FC Everton. Ein Abwehrspieler, der erst 22 Jahre alt ist!

Transfer-Irrsinn in Europa

Juventus hatte zuvor schon, in freudiger Erwartung der United-Millionen, 90 Millionen Euro für Gonzalo Higuain an den SSC Neapel überwiesen. 50 Millionen zahlte City für den deutschen Nationalspieler Leroy Sané von Schalke 04. 45 Millionen kostete Granit Xhaka (von Borussia Mönchengladbach zum FC Arsenal) - und noch ist das Transferfenster längst nicht geschlossen.

Rio Ferdinand: Rekordsumme ist vertretbar

Vor allem bei Pogba ist die hohe Ablösesumme natürlich das bestimmende Thema. Bislang wurde nie meher für einen einzigen Spieler bezahlt. "Es ist absoluter Wahnsinn, wenn man das mal mit dem richtigen Leben vergleicht", sagte Arsenal-Trainer Arsène Wenger gegenüber "Tuttosport". "Aber wir leben in einer Welt, in der es bei allem ums Geld geht."

TV-Experte Ferdinand sieht in der Rekordsumme einfach eine Investition in die Zukunft: "Es ist eine Menge Geld, aber United bekommt für den Preis einen Topspieler für die nächsten fünf bis zehn Jahre."

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