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Fußball: So funktioniert der Confed Cup

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Fußball  

So funktioniert der Confed Cup

16.06.2017, 08:08 Uhr | dpa

Fußball: So funktioniert der Confed Cup. Die Trophäe des Confederations Cup.

Die Trophäe des Confederations Cup. Foto: Sebastian Gollnow. (Quelle: dpa)

St. Petersburg (dpa) - Nach drei Siegen in Serie fehlt Brasilien diesmal beim Confederations Cup. Der Rekordweltmeister konnte sich weder als Weltmeister 2014 noch als Sieger der Copa America 2015 qualifizieren.

Erstmals dabei sind Gastgeber Russland, Südamerika-Champion Chile und Europameister Portugal. Für Deutschland ist es der dritte Auftritt nach 1999 und 2005.

DIE TEILNEHMER: Seit die FIFA 1997 die Organisation des Turniers übernahm, wird mit acht Teams gespielt. Startberechtigt sind neben dem Gastgeber (Russland) und dem amtierenden Weltmeister (Deutschland) die sechs Gewinner der Kontinentalturniere der sechs FIFA-Konföderationen, für Europa also diesmal der amtierende Europameister Portugal, Chile für Südamerika, Mexiko für Nord- und Mittelamerika, Kamerun für Afrika, Australien für Asien und Neuseeland für Ozeanien.

Der ehemalige FIFA-Boss Joseph Blatter nannte den Confed Cup gerne das Turnier der Champions. Zuvor hatte 1992 und 1995 zwei Mal der sogenannter König Fahd-Pokal in Saudi-Arabien stattgefunden. Seit der Auflage 2005 in Deutschland wird der Confed Cup im Vierjahresrhythmus ausgetragen - immer im Gastgeberland der folgenden WM.

DER MODUS: Nach dem vieldiskutierten EM-Wirrwarr mit 24 Teilnehmern bringt der Confed Cup eine Erleichterung für alle Fußball-Romantiker, die es leicht und übersichtlich mögen. Die acht Teams spielen in zwei Gruppen mit je vier Teams jeder geben jeden. Die ersten und zweiten jeder Gruppe kommen ins Halbfinale und spielen über Kreuz die Endspielteilnehmer aus. Maßgeblich für die Platzierung ist bei Punktgleichheit zunächst das Torverhältnis und nicht der direkte Vergleich. Die Sieger der Halbfinals bestreiten das Finale am 2. Juli in St. Petersburg. Die Verlierer ermitteln am gleichen Tag zuvor in Moskau den Drittplatzierten.

DIE SPIELORTE: Vier von elf russischen WM-Spielorten wurden für den Confed Cup ausgewählt. Im Gegensatz zur WM ist diesmal nicht Moskau sondern St. Petersburg das Herzstück, da in der Hauptstadt das Luschnikistadion noch nicht fertig renoviert ist. In der Krestowski Arena im Norden der ehemaligen Zarenstadt finden unter anderem Eröffnungsspiel und Finale statt. In Moskau wird nun in der kleineren Spartak-Arena gespielt. Die weiteren Partien finden in Kasan und Sotschi statt. Dort gibt es durch den Spitzenclub Rubin Kasan und die Winterspiele von 2014 schon adäquate Infrastruktur.

DER FLUCH: Es mutet paradox an, aber noch nie konnte ein amtierender Confed-Cup-Sieger auch die folgende WM gewinnen. Gleich vier Mal erwischte dieses Schicksal Rekordsieger Brasilien, der 1997, 2005, 2009 und 2013 das Konföderationen-Turnier gewann, ein Jahr später aber immer scheiterte. Bundestrainer Joachim Löw glaubt aber nicht an ein schlechtes Omen: "Sehen Sie, das wäre doch auch noch mal eine schöne Herausforderung...", sagte er im Spaß über den Turniersieg 2017 und 2018 als Zielsetzung.

DIE DEUTSCHE BILANZ: 1997 verzichtete Deutschland als amtierender Europameister auf sein Startrecht. Zwei Jahre später konnte man nicht mehr kneifen - die WM-Bewerbung für 2006 stand auf dem Spiel. In Mexiko erlebte eine ersatzgeschwächte DFB-Elf unter Trainer Erich Ribbeck mit dem Aus nach der Gruppenphase ein Desaster. 2005 war man Gastgeber und entfachte einen ersten Hauch von Sommermärchen. Mit den jungen Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski reichte es am Ende zu Platz drei. Nur Brasilien war im Halbfinale zu stark.

DIE ZUKUNFT: Momentan spricht viel dafür, dass der Confed Cup in Russland der letzte seiner Art ist. Im permanenten Expansionsstreben muss FIFA-Chef Gianni Infantino Konzessionen an Clubs und Ligen machen. Dem könnte der Konföderationen-Pokal zum Opfer fallen. 2021 ist zum Sommertermin im heißen Katar eh kein Turnier möglich. Den Testlauf wie die WM in den Winter zu verlegen, würde massive Proteste aus Europas Profi-Fußball provozieren. Für 2026 ist schon eine andere Form angedacht. Dann sollen die transkontinentalen Playoffs für die Mammut-WM mit 48 Teams im November 2025 im künftigen WM-Gastgeberland stattfinden - einen Confed Cup bräuchte es nicht mehr.

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