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Für Blatter geht es um "alles oder nichts"

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Für Blatter geht es um "alles oder nichts"

13.05.2011, 11:23 Uhr | t-online.de, sid, dpa

. Sepp Blatter will zum dritten Mal FIFA-Präsident werden. (Foto: dpa)

Sepp Blatter will zum dritten Mal FIFA-Präsident werden. (Foto: dpa)

Ungeachtet der jüngsten Korruptionsvorwürfe gegen sechs Funktionäre und der immer lauter werdenden Kritik an seiner Person rechnet FIFA-Präsident Joseph Blatter fest mit einem Wahlsieg gegen Mohamed bin Hammam. "Ich bin zuversichtlich, dass ich die Wahl mit einer klaren Zwei-Drittel-Mehrheit gewinnen werde. Südamerika, Zentral- und Nordamerika, Europa, Ozeanien und ein wesentlicher Teil von Afrika und Asien werden meine Ideen weiterhin unterstützen", schrieb der 75-Jährige in einem Beitrag für die Zeitung "Blick". Seinen Herausforderer bei der Abstimmung am 1. Juni in Zürich kritisierte Blatter scharf - ohne dessen Namen zu nennen.

Es gehe um "alles oder nichts" beim Kongress des Fußball-Weltverbandes, formulierte Blatter drastisch. Die Präsidentenwahl durch die 208 Mitgliedsverbände "kann zu einer tektonischen Plattenverschiebung führen mit irreversiblen Schäden. Es geht um den Fortbestand der FIFA schlechthin. Darum, ob die erfolgreich gewachsene Weltorganisation des Fußballs nach diesem Datum noch weiterbesteht oder in einem schwarzen Loch verschwindet", schrieb der Amtsinhaber in der Schweizer Boulevardzeitung.

Blatter poltert los

Mit Blick auf die Dezentralisierungsbestrebungen seines Herausforderers aus Katar erklärte Blatter: "Eine Weltorganisation wie die FIFA kann nur pyramidal geführt werden. Die Entscheidungsgewalt kann und muss zentral geregelt werden, wie in jedem Weltkonzern auch." Bin Hammam hatte angekündigt, im Fall seiner Wahl den kontinentalen Dachverbänden mehr und der FIFA-Zentrale in Zürich weniger Macht zukommen lassen zu wollen.

"Der Fußball funktioniert, weil es eine einzige, gemeinsame Spielregel gibt, die auf allen Kontinenten verbindlich ist. Sonst würde jeder sein eigenes Süppchen kochen. Was für jeden Zimmermann gilt, gilt auch für uns: Das Dach hält nur so lange, wie das Fundament steht. Bricht der Boden weg, stürzt das Ganze ein. Genau darum geht es am 1. Juni: um alles oder nichts", betonte Blatter.

Korruptionsvorwürfe werden untersucht

Zu den Korruptionsvorwürfen gegen mehrere FIFA-Spitzenfunktionäre äußerte er sich indes nicht. Mittlerweile hat der englische Fußballverband FA eigene Ermittlungen angekündigt. Man habe einen prominenten Juristen angeheuert, um den Anschuldigungen gegen vier Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees im Zuge der WM-Vergabe 2018 nachzugehen, wie der FA-Vorsitzende David Bernstein mitteilte. Die Untersuchungen sollen noch vor der FIFA-Präsidentenwahl am 1. Juni abgeschlossen sein.

"Wir suchen die Wahrheit und nachprüfbare Tatsachen", sagte Bernstein. Zuvor hatte bereits der Weltverband FIFA Ermittlungen angekündigt und die Unterstützung der FA verlangt. Der englische Verband hat bereits einige Dokumente an die FIFA geschickt, die bei der Aufklärung helfen sollen. Die Ermittlungen von FIFA und FA sollen in den kommenden Wochen parallel verlaufen.

Kritik aus Australien

Derweil fordert auch das Australische Olympische Komitee AOC von der FIFA Aufklärung. "Die FIFA ist jetzt in der Pflicht, die Untersuchungen in die Hand zu nehmen", sagte AOC-Präsident John Coates der australischen Nachrichtenagentur AAP. Er hoffe inständig, dass sich der Verband der Sache annehme. Coates reagiert damit auf die massiven Korruptions-Anschuldigungen, die Lord David Triesman gegen hochrangige FIFA-Mitglieder in einer Anhörung vor dem britischen Parlament vorgebracht hatte.

"Selbst wenn es keine Beweise gibt, es bleibt die Empfindung haften, dass da etwas falsch ist", sagte Coates, der auch dem Internationalen Sportgerichtshof CAS vorsteht. Die Vorwürfen seien auch für das Image der FIFA nicht förderlich. "Dreck bleibt kleben, also ist es schädlich", sagte Coates. Um missbräuchlichen Praktiken einen Riegel vorzuschieben, forderte er mehr Transparenz in den WM-Vergabeverfahren.

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