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FIFA: Bestechungsvorwürfe gegen Mohamed Bin Hammam

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Bestechungsvorwürfe gegen Mohamed Bin Hammam

25.05.2011, 15:37 Uhr | dpa

FIFA: Bestechungsvorwürfe gegen Mohamed Bin Hammam. Mohamed Bin Hammam hat möglicherweise ein Eigentor geschossen. (Foto: imago)

Mohamed Bin Hammam hat möglicherweise ein Eigentor geschossen. (Foto: imago)

Der Kampf um den Thron im Weltfußball wird immer schmutziger: Wegen Bestechungsvorwürfen muss sich Präsidentschaftskandidat Mohamed Bin Hammam kurz vor der Wahl am 1. Juni vor der FIFA-Ethik-Kommission verantworten. Wie die FIFA in Zürich mitteilte, hat das amerikanische Exekutivkomitee-Mitglied Chuck Blazer den FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke über mögliche Verstöße im Wahlkampf des Kataris informiert.

In dem Bericht gehe es um ein Treffen der Karibischen Fußball-Union (CFU) am 10. und 11. Mai in Trinidad. Die nord-, zentralamerikanische und karibische Konföderation CONCACAF mit ihren 35 Mitgliedsverbänden und Generalsekretär Blazer hat sich bisher noch nicht offiziell geäußert, ob sie bei der Wahl am 1. Juni in Zürich den Schweizer Amtsinhaber Joseph Blatter oder Bin Hammam unterstützt. Vier der sechs Erdteilverbände - die Europäer unter dem Dach der UEFA, Südamerika, Ozeanien und Afrika - haben sich für Blatter ausgesprochen.

Einladung von 25 Funktionären steht im Raum

Die FIFA äußerte sich nicht konkreter dazu, wie oder wen Bin Hammam (62) bestochen haben soll. Blatters Berater Brian Alexander sagte, der FIFA-Boss werde sich nicht zu dem aktuellen Fall um den Präsidenten der asiatischen Konföderation äußern. Der 75-jährige Blatter strebt seine vierte Amtszeit an.

Bin Hammam hatte nicht rechtzeitig ein US-Visum für das CONCACAF-Meeting am 2. Mai in Miami bekommen, deshalb kam es zu dem Treffen in Trinidad. Dorthin soll der Geschäftsmann aus Katar nach Informationen der "Neue Zürcher Zeitung" die 25 Funktionäre auf seine Kosten eingeladen haben.

Stellungnahmen gefordert

Betroffen von den Vorwürfen sind neben Bin Hammam drei weitere Funktionäre: FIFA-Vizepräsident Jack Warner aus Trinidad & Tobago sowie die CFU-Funktionäre Debbie Minguell und Jason Sylvester. Die Beschuldigten wurden aufgefordert, bis Freitag Stellung zu beziehen. Bin Hammam hält sich derzeit ohnehin in Zürich auf. Die Ethik-Kommission, die durch die Wahl bereits am nächsten Mittwoch unter großem Zeitdruck steht, tagt am Sonntag.

FIFA-Generalsekretär Valcke hatte Spekulationen zurückgewiesen, er habe Bin Hammam zum Rückzug von dessen Kandidatur aufgerufen. "Ich möchte in aller Deutlichkeit klarstellen, dass weder ich noch irgendjemand sonst in der FIFA zu irgendeinem Zeitpunkt Herrn Mohamed Bin Hammam gebeten haben, seine Kandidatur zurückzuziehen", erklärte Valcke in einer Pressemitteilung. Die Behauptungen seien "absolut unwahr".

Wahl des Präsidenten

208 FIFA-Delegierte wählen in Zürich den Präsidenten. Der englische Fußball-Verband FA hatte in der vergangenen Woche jedoch angekündigt, aus Protest wegen der jüngsten Ereignisse nicht an der Präsidentenkür teilnehmen zu wollen. Blatter und Bin Hammam hatten sich in England wegen der von Korruptionsvorwürfen überschatteten WM-Vergaben für 2018 und 2022 unbeliebt gemacht. Der Herausforderer hat die FA-Funktionäre dafür kritisiert: "Sie sollten mit der FIFA arbeiten, um den Fußball zu verbessern und zu stärken."

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