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Hoeneß kritisiert FIFA und DFB-Boss Zwanziger

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Hoeneß kritisiert FIFA und DFB-Boss Zwanziger

06.08.2011, 13:11 Uhr | sid

Hoeneß kritisiert FIFA und DFB-Boss Zwanziger. Uli Hoeneß hätte sich von Theo Zwanziger mehr Courage gewünscht. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Uli Hoeneß hätte sich von Theo Zwanziger mehr Courage gewünscht. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Uli Hoeneß hat aktuelle und ehemalige Führungskräfte des Weltverbandes FIFA attackiert und seine Kritik am DFB-Präsidenten Theo Zwanziger wiederholt. "Bin Hammam, Chuck Blazer, Jack Warner, Grondona, Leoz - ich kann ihnen noch 50 Namen sagen, die Dreck am Stecken haben", sagte der Präsident des FC Bayern München in einer Diskussionsrunde des TV-Senders "Sky". In diesem Zusammenhang kritisierte er erneut die Rolle von Zwanziger, der bei der FIFA-Präsidentenwahl den umstrittenen Amtsinhaber Sepp Blatter gewählt hatte.

"Es ist so viel Schlimmes bei der FIFA in den letzten Monaten passiert. Da hätte ich es prima gefunden, wenn Theo Zwanziger, den ich persönlich sehr schätze, gesagt hätte, ich bin hier ein neuer Mann, muss erst mal alles kennenlernen - und der DFB hätte sich bei der Wahl enthalten", sagte Hoeneß. Er forderte, dass sich der DFB mit dem Blatter-kritischen englischen Verband "und anderen" zusammensetzt und dann sagen soll, "wir arbeiten das alles mal auf".

Kaiser bremst seinen Präsidenten

Franz Beckenbauer, der vor der FIFA-Präsidentenwahl seinen Platz in der Exekutive des Weltverbandes für Zwanziger frei gemacht hatte, bremste Hoeneß in der Diskussion auf dem Rasen des Dortmunder Signal-Iduna-Parks ein: In den meisten Fällen seinen "nur Vorwürfe da, keine Beweise". Als "größten Fehler" bezeichnete es der Kaiser, dass die WM-Turniere 2018 (Russland) und 2022 (Katar) zusammen vergeben wurden.

Rudi Völler, Sportdirektor bei Bayer Leverkusen und ehemaliger DFB-Teamchef, ist vor allem die WM 2022 im Emirat Katar ein Dorn im Auge: "Du kannst nicht mit normalen Menschenverstand eine WM nach Katar vergeben." Die von Hoeneß genannten Funktionäre sind Schlüsselfiguren im jüngsten FIFA-Skandal.

Jede Menge Verdächtige

Der Katarer Bin Hammam ist im Juli vom Ethik-Komitee des Weltverbandes wegen angeblicher Bestechungsversuche lebenslang gesperrt worden. Jack Warner (Trinidad und Tobago), der wie Bin Hammam zur FIFA-Exekutive gehörte, kam einer Sperre durch den Rücktritt von allen Ämtern wohl zuvor. Chuck Blazer, einst Warners Generalsekretär im amerikanischen Kontinentalverband CONCACAF, hatte den aktuellen Skandal durch Anschuldigungen gegen Bin Hammam und Warner ins Rollen gebracht. Julio Grondona (Argentinien) und Nicolas Leoz (Paraguay), ebenfalls Mitglieder der FIFA-Exekutive, stehen seit Jahren unter Manipulationsverdacht, gingen aber bislang straffrei aus.

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