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Zwanziger fordert Untersuchung der WM-Vergabe an Deutschland

26.08.2012, 16:07 Uhr | dpa, sid

Zwanziger fordert Untersuchung der WM Vergabe an Deutschland. FIFA-Boss Joseph S. Blatter (li.) und Theo Zwanziger. (Quelle: imago)

FIFA-Boss Joseph S. Blatter (li.) und Theo Zwanziger. (Quelle: imago)

Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger, der Deutschland im FIFA-Exekutivkomitee vertritt, macht sich für eine Untersuchung der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland durch die Ethikkommission des Weltverbandes FIFA stark. "Die WM-Vergabe 2006 muss auch überprüft werden, wenn es Verdachtsmomente gibt, die ich nicht kenne", sagte Zwanziger in einem Interview, das der freie Sportjournalist Jens Weinreich in seinem Blog veröffentlichte.

Ebenso wie Zwanziger will auch der neue Chefermittler der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes FIFA Michael Garcia die Vergabe der WM 2006 an Deutschland sowie der Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar untersuchen. Ebenfalls in seinem Fokus steht die Insolvenz des langjährigen FIFA-Partners und Sportrechtevermarkters ISL. Der US-Amerikaner hat sich in der ARD erstmals zum Umfang und Inhalt seiner Aufgabe geäußert.

Auch Blatter im Visier

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte vor einigen Wochen nebulöse Anschuldigungen in Richtung der deutschen WM-Bewerbung für 2006 erhoben, sich aber anschließend wieder davon distanziert. Die Vorwürfe waren vonseiten des damaligen WM-Bewerbungs-Chefs Franz Beckenbauer und des heutigen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach vehement zurückgewiesen worden.

Der Sportrechtevermarkter ISL hatte Millionensummen an Schmiergeldern, unter anderem an den FIFA-Ehrenpräsidenten Joao Havelange sowie dessen Landsmann und den langjährigen Präsidenten des brasilianischen Verbandes, Ricardo Teixeira, gezahlt. "Wenn Sie sich das anschauen, dann ist doch klar, dass es da was zu untersuchen gibt, und das werde ich tun", sagte der 51-jährige, der früher als Bundesstaatsanwalt von New York Mafia-Größen und Wallstreet-Finanzbetrüger angeklagt hatte.

Erste Warnung an den Präsidenten

Zur Rolle und dem möglichen Wissensstand von FIFA-Chef Blatter im Zusammenhang mit den Schmiergeldvorwürfen innerhalb des Weltverbandes sagte Garcia: "Je wichtiger die involvierte Person ist, umso wichtiger ist es, sie auch zu untersuchen."

Der Mitbegründer der Anti-Korruptionsorganisation Transparency International und ehemalige Ermittler im Watergate-Skandal, Michael Hershman, äußerte skeptisch: "Keiner von uns ist voll überzeugt, dass der Reformprozess auch funktionieren wird. Wir alle haben diesen hohen Grad an Skepsis und Verdacht gegenüber der FIFA."

Keine Unterschiede machen

Die Ethikkommission der FIFA besteht aus einer ermittelnden Kammer unter Vorsitz von Garcia. Die rechtsprechende Kammer wird vom deutschen Richter Hans-Joachim Eckert geleitet. Eckert hatte unlängst eine deutliche Warnung in Richtung Blatter ausgesprochen. "Entweder er klärt auf, oder er ist weg", hatte er dem Nachrichtenmagazin "Focus" gesagt.

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Eckert sieht die FIFA in der Pflicht. "Der Verband muss komplette Transparenz herstellen. FIFA-Angehörige sollen verpflichtet sein, uns Auskünfte zu erteilen", betonte er. Dabei dürfe er bei seinen Verfahren "keine Unterschiede im Ansehen der Person" machen. Auch gegen Blatter wolle er - falls nötig - Geldstrafen verhängen oder sogar einen FIFA-Ausschluss in Erwägung ziehen.

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