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DFB-Team: Löw verändert Abwehr gegen Irland

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Löw bastelt am Abwehrbollwerk

10.10.2012, 16:35 Uhr | dpa, t-online.de

DFB-Team: Löw verändert Abwehr gegen Irland. Hansi Flick (li.) und Jogi Löw (re.) stehen vor schweren Aufgaben gegen Irland und Schweden. (Quelle: dpa)

Hansi Flick (li.) und Jogi Löw (re.) stehen vor schweren Aufgaben gegen Irland und Schweden. (Quelle: dpa)

Die blütenweiße Trainingsjacke hatte Joachim Löw passend gewählt zu seinem erklärten Arbeitsziel beim letzten Doppelspieltag des Länderspieljahres. Die "weiße Weste" der Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation soll auch noch nach den schweren Prüfungen bei den kampfstarken Iren (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) am Freitag sowie am Dienstag im Topspiel gegen Hauptkonkurrent Schweden (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) Bestand haben. Vor der Abreise nach Dublin erklärte der Bundestrainer: "Wir wollen beide Spiele gewinnen."

Löw hatte beim letzten Training in Frankfurt erstmals den kompletten 20-Mann-Kader zur Verfügung. Einzig der Dortmunder Mario Götze konnte wegen Oberschenkelproblemen nicht das gesamte Übungsprogramm absolvieren. Arsenal-Profi Lukas Podolski ist dagegen nach einer Blessur am Sprunggelenk wieder belastbar und spielfähig. Löw sucht noch die richtige personelle Mischung für das erwartete Kampfspiel gegen die von Giovanni Trapattoni betreuten Iren und warnt vor dem leidenschaftlichen Sportkultur der Iren.

Problembereich Abwehrleistung

Das Augenmerk in der Vorbereitung der DFB-Elf liegt auf der Abwehrschulung. "Da haben wir an den Basics gearbeitet", berichtete sein Assistent Hansi Flick. Anders als beim glücklichen 2:1-Sieg im vergangenen Monat in Österreich soll das deutsche Team im neuen Aviva-Stadion in Dublin laut Flick wieder "eng und kompakt stehen". In den letzten Länderspielen "waren wir in der Defensive nachlässig", gab Holger Badstuber zu. Der 23-Jährige, der beim FC Bayern derzeit als linker Verteidiger aushelfen muss, wird gegen die Iren wieder innen verteidigen.

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Schweinsteiger ist zurück in der Mannschaft. Video

Für mehr Stabilität soll besonders Rückkehrer Bastian Schweinsteiger sorgen. "Er strahlt unglaublich starke Präsenz aus", lobte der Bundestrainer. Zur Sperre von Philipp Lahm und der Verletzung von Mats Hummels bemerkte Löw: "Wir können es nicht ändern" und "wir werden die Dinge so lösen, wie es sein muss". Als Alternativen für Lahm stehen Jérome Boateng, Benedikt Höwedes und den nachnominierten Heiko Westermann zur Auswahl. Anstatt Hummels wird wohl Per Mertesacker in die Startelf rücken.

Letzter deutscher Sieg in Irland liegt 33 Jahre zurück

Löw bereitet seine Spieler auf einen rustikalen Fußball-Abend mit vielen Zweikämpfen und hohem körperlichen Einsatz vor. "Die Iren sind kampfstark und nicht die besten Techniker im europäischen Fußball. Wir müssen dagegen halten", meinte der Münchner Toni Kroos: "Keiner fährt nach Irland und sagt, die schlagen wir jetzt mal 4:0, 5:0." Der letzte deutsche Sieg auf der grünen Insel liegt 33 Jahre zurück. Beim letzten Aufeinandertreffen gab es 2007 ein torloses Unentschieden, an das sich Schweinsteiger noch gut erinnert: "Es ist nicht einfach, dort zu gewinnen. Die Iren sind kämpferisch stark, spielen mit großem Herzen, haben mit Giovanni Trapattoni einen Trainerfuchs und ein leidenschaftliches Publikum."

Das letzte Siegtor gegen Irland erzielte Podolski im September 2006 mit einem abgefälschten Freistoß beim zähen 1:0 in Stuttgart. "Irland ist ein unangenehmer Gegner", warnte der England-Profi. Er freut sich schon auf "40.000 verrückte Fans", die Irland in Dublin nach vorne peitschen werden. "Aber wir haben die nötige Qualität, um da drei Punkte mitzunehmen", erklärte Podolski, der wohl wieder auf der Bank sitzen wird.

Irischer Ball soll der "weißen Weste" nicht im Weg stehen

Um sich optimal zu wappnen, übten die deutschen Spieler schon in Frankfurt mit dem ungewohnten irischen Ball, der in Dublin zum Einsatz kommt. "Es ist von Vorteil, dass wir den Ball jetzt schon haben und sehen, wie er sich verhält bei Flugbällen, bei Pässen, wie er springt", erläuterte Schweinsteiger. Am Spielgerät soll der Erhalt der "weißen Weste" auf dem langen Weg zur WM 2014 nicht scheitern.

Foto-Serie mit 14 Bildern

Die voraussichtliche deutsche Aufstellung: Neuer - Boateng, Mertesacker, Badstuber, Schmelzer - Khedira, Schweinsteiger - Müller, Özil, Reus - Klose

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