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Klinsmann: Kritik in den USA wächst

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Klinsmann unter Druck: "Mehr Fragen als Antworten"

14.10.2012, 11:51 Uhr | dpa

Klinsmann: Kritik in den USA wächst. US-Trainer Jürgen Klinsmann: Die anfängliche Euphorie ist verflogen. (Quelle: imago)

US-Trainer Jürgen Klinsmann: Die anfängliche Euphorie ist verflogen. (Quelle: imago)

Wenig Glanz, viel Qual und erste große Zweifel an Jürgen Klinsmann: Nach dem erneut enttäuschenden Auftritt der USA in der WM-Qualifikation beim Fußball-Zwerg Antigua und Barbuda ist aus der Anfangs-Euphorie um den Ex-Bundestrainer endgültig Ernüchterung geworden. "Jürgen Klinsmann wurde geholt, um den US-Fußball auf die nächste Ebene zu führen", erinnerte die "Sports Illustrated" nach dem dürftigen 2:1 (1:1) in der Karibik und ergänzte: "Doch Fakt ist, dass sich das Team in der 14-monatigen Amtszeit des Deutschen zurückentwickelt hat."

Erst in der 90. Minute hatte Eddie Johnson die US-Kicker beim Weltranglisten-106. erlöst. "Die USA verließen den Platz mit drei Punkten, die sie brauchten, aber auch mit mehr Fragen als Antworten", hieß es in der "New York Times". Der Coach selbst gab zu, natürlich nicht zufrieden zu sein, und kündigte an, intern einige Sachen anzusprechen. "Gott sei Dank ist uns noch der Siegtreffer gelungen", betonte der Schwabe.

Selbst gegen die Nummer 81 der Welt wird es schwierig

Durch den ersten Auswärtssieg der Qualifikation führen die USA mit zehn Punkten zusammen mit Guatemala die Qualifikationsgruppe A an. Jamaika ist mit sieben Zählern Dritter. Somit reicht den USA und Guatemala im direkten Duell am Dienstag in Kansas City ein Unentschieden zum Erreichen der 2013 ausgespielten Sechser-Endrunde.

"Wir freuen uns jetzt auf ein Heimspiel, unser Heimpublikum, und wir müssen dafür sorgen, dass wir den Job erledigen", sagte Mittelfeldmann Michael Bradley. Doch bei einer Leistung wie auf Antigua und Barbuda dürfte es für die favorisierten Gastgeber selbst gegen die Nummer 81 der Welt schwierig werden. Wie schon zuvor beim 1:1 in Guatemala und der peinlichen 1:2-Niederlage auf Jamaika tat sich die US-Auswahl in Saint John's schwer und ließ abermals spielerische Ideen vermissen. "Wir wissen selbst, dass wir viele Sachen viel besser sein müssen", unterstrich Bradley.

Zahnlose Offensive

Die Mannschaft des einstigen Star-Stürmers Klinsmann hat vor allem in der Offensive arge Probleme: In nur vier von 19 Partien der Klinsmann-Ära haben die USA mehr als ein Tor geschossen - zweimal hieß dabei der Gegner Antigua und Barbuda.

Klinsmann hatte zwar unter anderem auf den verletzten Rekordtorschütze Landon Donovan verzichten müssen, doch die Ausrede ließen viele nicht gelten. "Die USA sollten im Stande sein, gegen kleine Fische des CONCACAF-Verbandes überzeugend zu gewinnen", sagte der Fußball-Experte der "Sport Illustrated", Grant Wahl.

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