08.11.2012, 13:25 Uhr | sid, dpa, t-online.de
Bayer Leverkusens Manager kritisiert die Termin- und Gegnerauswahl von Bundestrainer Joachim Löw vor dem Testspiel gegen die Niederlande. (Quelle: imago)
Rudi Völler hat Kritik am prestigeträchtigen Länderspiel der Nationalmannschaft am kommenden Mittwoch in den Niederlanden geübt. Dem ehemaligen Teamchef der DFB-Elf missfallen der Termin und vor allem die Gegnerauswahl.
"Ich frage mich: Warum findet es überhaupt statt? Die Spieler sind aktuell im Vollstress", sagte der Sportdirektor von Bayer Leverkusen dem "kicker": "In dieser Phase der Voll- oder besser: Überbeschäftigung bedeutungslose, aber trotzdem brisante Länderspiele zu terminieren, halte ich für falsch."
Dass sich die Nationalmannschaft nach dem peinlichen 4:4 nach 4:0-Führung gegen Schweden in Bestbesetzung im Spiel gegen den Erzrivalen weiterentwickeln könnte, sieht Völler offenbar als zweitrangig an.
"Es müssen nicht immer die Niederlande sein, es kann auch mal ein Gegner sein, der es dem Bundestrainer erlaubt, auf Spieler zurückzugreifen, die nicht so sehr beansprucht sind", sagte Völler: "Auch im Fußball gilt: Was zu viel ist, ist zu viel!"
"Für die Weiterentwicklung unserer Mannschaft ist es enorm wichtig, sich auch außerhalb der Qualifikations- und Turnierphasen mit starken Teams zu messen. Natürlich haben wir auch Verständnis für Rudi Völlers Vereins-Perspektive. Aber jeder deutsche Fan wünscht sich doch Länderspiele gegen die großen Fußball-Nationen", sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff.
Es sei ja auch "längst bekannt, dass wir in diesem Jahr auch ein Freundschaftsspiel gegen die Niederlande bestreiten werden", ergänzte DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock. Dies entspringe einer Vereinbarung mit dem Niederländischen Fußball-Verband (KNVB) über ein Hin- und Rückspiel.
Joachim Löw steckt hingegen bei seinen Planungen für den brisanten Jahresabschluss gegen die Holland in der Zwickmühle. Im Prestigeduell gegen Oranje soll nach dem denkwürdigen 4:4 gegen Schweden unbedingt noch ein positives Zeichen gesetzt werden.
Das geht gegen den großen Rivalen aber nur mit dem besten Personal. Wenn Löw seinen Kader für die Partie am Mittwoch (ab 20.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) in der Amsterdam Arena verkündet, wird der DFB-Chefcoach wohl auf alle verfügbaren Stammkräfte bauen. Die Philosophie des Bundestrainers ist es, Testspiele nur gegen hochkarätige Kontrahenten zu bestreiten.
Somit können die Leverkusener Stefan Kießling und Gonzalo Castro nicht mit einem Anruf vom Bundestrainer hoffen - obwohl die Form stimmt und das Duo seit Wochen zu den Erfolgsgaranten der Werkself gehört. In der Bundesliga kletterte das Team auf Rang vier, zog im DFB-Pokal in die dritte Runde ein und steht so gut wie sicher in der K.o.-Phase der Europa League. Doch bei der Nationalmannschaft sind die beiden offenbar kein Thema
Mittelfeldspieler Castro und Stürmer Kießling sind bei der Nationalelf keine Unbekannten. Der 28 Jahre alte Torjäger bestritt sechs Spiele im A-Team, das letzte absolvierte er am 10. Juli 2010 im WM-Spiel um Platz drei gegen Uruguay. Castro gab schon als 19-Jähriger am 28. März 2007 gegen Dänemark sein Nationalmannschaftsdebüt - es sollten aber nur vier weitere Einsätze folgen. Seine letzte Partie unter Löw bestritt er 21. November 2007 gegen Wales in der EM-Qualifikation. "Beide sind sehr wichtig für uns. Sie zeigen gute Leistungen", sagte Teamchef Sami Hyypiä, "aber ich heiße nicht Jogi Löw und kann die Entscheidung nicht treffen."
08.11.2012, 13:25 Uhr | sid, dpa, t-online.de
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