20.11.2012, 18:05 Uhr | sid, dpa
Der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld ist nach der Stinkefinger-Affäre für zwei Spiele gesperrt worden. Das teilte der Fußball-Weltverband FIFA mit. "Grund ist ein Verstoß gegen Artikel 57 des FIFA-Disziplinarreglements (Ehrverletzung und Fairplay)", hieß es in der Erklärung. Der langjährige Coach von Borussia Dortmund und Bayern München muss zudem 5800 Euro Strafe zahlen, hinzu kommen 830 Euro Verfahrenskosten.
Hitzfeld hatte am 12. Oktober im WM-Qualifikationsspiel der Schweiz gegen Norwegen (1:1) aus Unmut den ausgestreckten Mittelfinger in Richtung des spanischen Schiedsrichters David Fernandez Borbalan gezeigt. Anschließend bedauerte der deutsche Coach die Geste, behauptete aber, diese habe nicht dem Referee, sondern ihm selbst gegolten. Gegen das Urteil ist kein Einspruch möglich.
Hitzfeld darf damit in den WM-Qualifikationsspielen gegen Zypern (23. März und 8. Juni) die Eidgenossen nicht betreuen. "Dieses Urteil ist sehr hart und für mich enttäuschend", sagte der Trainer, der von den Sanktionen in seinem Urlaub in Afrika erfuhr. Auch der Nationalmannschaftsdelegierte Peter Stadelmann zeigte wenig Verständnis: "Das Urteil ist an der oberen Grenze."
Die Eidgenossen selbst hatten auf ein Verfahren gegen Hitzfeld verzichtet. "Es kann nicht sein, dass plötzlich zwei Verfahren gegen Hitzfeld laufen - eines der FIFA und eines von uns", hatte Stadelmann erklärt.
Der "Schlüsselspieler" der Bayern will in der Champions League gegen Valencia wieder angreifen. zum Video
Quelle: sid, dpa
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