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WM 2014: Torlinientechnik kommt zum Einsatz

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WM 2014 findet mit umstrittener Torlinientechnik statt

19.02.2013, 15:32 Uhr | sid, dpa

WM 2014: Torlinientechnik kommt zum Einsatz. Manuel Neuer bei der WM 2010 (Quelle: dpa)

Szenen wie diese bei der WM 2010 soll es in Zukunft nicht mehr geben. (Quelle: dpa)

Der Weltverband FIFA wird 2014 in Brasilien erstmals bei einer WM die Torlinien-Technologie einsetzen. Nach dem erfolgreichen Test bei der Vereins-WM im Dezember 2012 wird die neue Technik auch beim Confederations Cup in diesem Sommer einem weltweiten Publikum vorgestellt, teilte die FIFA mit und bestätigte damit die bereits im Juli vergangenen Jahres getroffene Entscheidung. Vier Anbieter streiten sich derzeit um den Zuschlag, darunter zwei deutsche Firmen. Eine Entscheidung, welche Technik zum Einsatz kommt, soll Anfang April fallen. Die Technologien Hawk-Eye und GoalRef sind bereits lizenziert und haben den "FIFA-Stempel" als Zertifikat.

Angesichts der verschiedenen Technologien hat die FIFA eine Ausschreibung mit den technischen Anforderungen lanciert. Bei der Klub-WM testete die FIFA die Systeme GoalRef (System zur Überprüfung strittiger Szenen mit einem Chip im Ball) und Hawk-Eye (aus dem Tennis bekanntes Kamera-System). "Interessierte GLT-Unternehmen können voraussichtlich Mitte März an Inspektionsbesuchen in den Stadien des Konföderationen-Pokals teilnehmen, ehe Anfang April der definitive Entscheid bestätigt wird", schrieb die FIFA.

Keine technischen Hilfsmittel in der Königsklasse

In den europäischen Wettbewerben scheint die baldige Einführung des Hilfsmittels jedoch ausgeschlossen. "Ich war immer gegen den Einsatz von Technik im Fußball. Deshalb wird es in den europäischen Wettbewerben keine Torlinien-Technologie geben", hatte UEFA-Präsident Michel Platini gesagt. "Auch aus finanziellen Gründen: Wenn ich die Technik in der Champions League und Europa League einführe, kostet mich das jetzt 32 Millionen Euro für 78 Stadien. In fünf Jahren kostet es dann 54 Millionen."

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Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte sich bereits gegen die Pläne von FIFA-Präsident Sepp Blatter gestellt und eine Einführung der Torlinientechnik zur Saison 2013/14 ausgeschlossen. Allerdings gehen die Meinungen immer noch auseinander. Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß ist ein Befürworter der technischen Hilfe. "Wenn das funktioniert, bin ich dafür. Es ist die einzige technische Neuerung, die ich akzeptiere. Ich bin total gegen technische Hilfsmittel bei Abseits- oder Elfmeterentscheidungen", hatte Hoeneß zuletzt bei Sky Sport News HD gesagt.

Platini empfiehlt "gute Brillen"

Der Bayern-Boss sprach sich gleichzeitig gegen den Einsatz der Torlinien-Technik in unteren Spielklassen aus. "Ich würde die Technik nur in der Bundesliga oder Champions League einsetzen. Eine Einführung in der C-Klasse halte ich für schwachsinnig." UEFA-Chef Platini spricht sich nach wie vor für die auf europäischer Bühne seit 2009 eingesetzten zwei Torrichter als preiswerte Alternative aus. "Wenn der Torrichter einen Meter von der Linie entfernt ist und eine gute Brille trägt, dann kann er sehen, ob der Ball drin ist oder nicht", sagte Platini. Bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine war das allerdings nicht immer der Fall.

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff begrüßte indes den Einsatz der Torlinien-Technologie. "Gegen ein funktionierendes System ist überhaupt nichts zu sagen. Das wird man als Sportler der Fairness wegen akzeptieren", sagte Bierhoff. "Die Liga hatte sich ja immer rausgehalten. In anderen Sportarten wie Tennis gibt es ja solche Technologien schon. Das Bedeutende ist eben die Funktionalität. Wenn die sichergestellt ist, finde ich es positiv", sagte Bierhoff am Rande des SpoBiS-Kongresses in Düsseldorf.

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