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Torsten Frings beendet seine Karriere in Toronto

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Torsten Frings beendet seine Karriere

27.02.2013, 08:43 Uhr | sid, dpa

Torsten Frings beendet seine Karriere in Toronto. Abschiedsgruß: Torsten Frings beendet seine Karriere. (Quelle: dpa)

Abschiedsgruß: Torsten Frings beendet seine Karriere. (Quelle: dpa)

Das war es: Torsten Frings hat das Abenteuer Nordamerika früher als geplant beendet und aufgrund von gesundheitlichen Problemen nach 18 Jahren seinen Rücktritt vom Profi-Fußball erklärt. "In der Vorbereitung habe ich festgestellt, dass meine Genesung länger dauert, als von mir und vom Verein erhofft. Ich denke, dass es das Beste für das Team und den Klub ist, wenn ich den Weg frei mache", sagte der 36-Jährige, der immer noch an den Folgen seiner Hüftoperation im September 2012 laboriert.

Der ehemalige Nationalspieler war zuletzt Kapitän des Toronto FC in der nordamerikanischen Profiliga MLS. Nun wird er seine Zelte in Kanada abbrechen, obwohl sein Vertrag bis zum Jahresende lief. Frings wolle nun als Trainer arbeiten. "Jetzt kommt ein neues Kapitel in meinem Leben", sagte der langjährige Mittelfeldspieler. Er werde versuchen, eine Trainerlizenz zu erwerben.

"Habe versucht, Siegermentalität einzubringen"

"Die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Ich habe die Zeit in Toronto sehr genossen. Ich wünsche dem Verein alles Gute", erklärte Frings, der im Juni 2011 von Bundesligist Werder Bremen nach Toronto gewechselt war. Dort hat er noch einmal sein sportliches Glück gefunden. Frings avancierte in seinen 46 Begegnungen (zwei Treffer) für Toronto zum Führungsspieler und hatte 2012 entscheidenden Anteil am Gewinn der vierten kanadischen Meisterschaft in Serie.

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"Ich habe versucht, Siegermentalität im Team einzubringen und hoffe, dass sich dies fortsetzt", sagte Frings, der Toronto bei Projekten in Europa künftig unterstützen wird. "Wir schätzen die große Verbundenheit von Torsten zum Toronto FC. Wir gehen im Guten auseinander und wünschen Torsten für die Zukunft alles Gute", sagte Torontos Präsident Kevin Payne.

79 Länderspiele und Verärgerung

Für den gebürtigen Würselner Frings geht damit eine erfolgreiche Zeit als Profi zu Ende. Er bestritt insgesamt 79 Länderspiele und stand mit der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im WM-Finale 2002 gegen Brasilien (0:2) und im EM-Finale 2008 gegen Spanien (0:1). Nach dem unglücklichen Halbfinal-Aus bei der WM 2006 in Deutschland gegen den späteren Weltmeister Italien (0:2 n.V.) waren viele Experten der Meinung, dass die DFB-Auswahl das Spiel mit dem gesperrten Frings nicht verloren hätte.

Das 0:1 gegen Norwegen am 11. Februar 2009 war sein letztes Länderspiel. Danach wurde er von Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr nominiert und erhielt nach fast einjähriger Wartezeit Ende Januar 2010 endgültig den Laufpass. Frings spiele in seinen Zukunftsplänen keine Rolle mehr und werde nicht mit zur WM 2010 nach Südafrika fahren, hatte Löw erklärt.

Frings reagierte verärgert. "Damit musste ich ja rechnen, wenn man alle Vorzeichen gesehen hat. Mir bleibt nichts anderes übrig als das zu akzeptieren, auch wenn ich völlig anderer Meinung bin als Joachim Löw", so der Ausgebootete damals.

Nach 14 Jahren Bundesliga geht ein Traum in Erfüllung

Die längste Zeit seiner Bundesliga-Karriere verbrachte der Mittelfeld-Arbeiter in Bremen, wo er 1999 und 2009 den DFB-Pokal gewinnen konnte. Nach einem zweijährigen Intermezzo bei Borussia Dortmund wechselte er 2004 zum deutschen Rekordmeister FC Bayern München, mit dem er 2005 das Double holte. Anschließend zog es ihn wieder zurück an die Weser.

Nach insgesamt 14 Jahren in der Bundesliga wechselte Frings nach Toronto und erfüllte sich damit einen Traum. "Ich bin schon seit langer Zeit ein großer Fan von diesem Kontinent. Beim Toronto FC hat mich das Gesamtpaket überzeugt: Eine Stadt mit hoher Lebensqualität in einem tollen Land, volle Stadien, ein professionelles Umfeld und die Vision des Vereins, die ich in zentraler Rolle mitgestalten kann", sagte Frings im Sommer 2011. Das Abenteuer ist nun beendet.

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