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Jürgen Klinsmann steht in den USA stark in der Kritik

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Gegenwind für Klinsmann in den USA

22.03.2013, 14:05 Uhr | t-online.de

Jürgen Klinsmann steht in den USA stark in der Kritik. Jürgen Klinsmann braucht dringend einen Sieg mit der US-Nationalmannschaft. (Quelle: imago/TAR-TASS)

Jürgen Klinsmann braucht dringend einen Sieg mit der US-Nationalmannschaft. (Quelle: TAR-TASS/imago)

Jürgen Klinsmann, derzeit als Nationaltrainer der USA in Lohn und Brot, scheint in der Fußball-Welt immer mehr Kredit als Trainer zu verspielen. Der angesehene US-Internet-Channel "Sporting News" geht jetzt mit dem ehemaligen Deutschen Nationalcoach knallhart ins Gericht. So hart, dass die "SZ" den Artikel als "eine Art Bankrotterklärung für die Arbeit von Klinsmann", bezeichnete.

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Mit insgesamt 22 Nationalspielern und Betreuern hat der Verfasser gesprochen. Unter dem Titel "friendly fire" beschreibt er die Arbeit Klinsmanns und erhebt schwere Vorwürfe gegen den Trainer. Der Hauptvorwurf: Dem 48-Jährigen fehle es an der Fähigkeit, die richtigen taktischen Maßnahmen zu ergreifen, insbesondere während eines Spiels.

Kapitän rasiert

Auch sein Co-Trainer kommt nicht sonderlich gut weg. Martin Vasquez, der Klinsmann bereits beim FC Bayern assistiert hat, sei "ein netter Kerl, aber überfordert". Ähnlich wie beim deutschen Rekordmeister hat Klinsmann seit seinem Dienstantritt im August 2011 beim US-Verband jeden Stein umgedreht und dabei wohl auch dem einen oder anderen auf die Füße getreten. Entsprechend groß ist die Kritik. Zu viel Fitness, Yoga und Ernährungsregeln, aber viel zu wenig Führung, Kommunikation und Taktik.

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Vor allem die Art und Weise der Degradierung des Kapitäns Carlos Bocanegra hat Klinsmann offenbar viele Sympathien aus dem Mannschaftskreis gekostet. Als Klinsmann vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Honduras die Startformation bekannt gab, war der erfahrene aber nicht ganz fitte Bocanegra, der 110 Mal für die USA aufgelaufen ist, nicht dabei.

Klinsmann wehrt sich

Allerdings hatte Bocanegra fest mit seinem Einsatz gerechnet. Dafür sollte der 33-Jährige die Motivationsrede im Mannschaftskreis halten. "Es war als habe man ihm das Messer ins Herz gerammt und es umgedreht", wird ein nicht genannter Teamkollege im Artikel zitiert. "Diese Kommentare sind doch normal. Das Team ist in einer Übergangsphase", sagte Klinsmann dazu.

Michael Bradley, Sohn von Klinsmanns Vorgänger als US-Coach Bob Bradley, benannte die anonymen Vorwürfe der Mannschaftskollegen als "beschämend und peinlich". Dementiert hat der ehemalige Profi von Borussia Mönchengladbach die Aussagen jedoch nicht.

Hoeneß und Lahm sticheln

Erst kürzlich hatte Uli Hoeneß über das Intermezzo von Klinsmann als Bayern-Coach kein gutes Wort verloren. "Jürgen Klinsmann war ein schlechter Trainer. Es fiel nicht so leicht, den Klub nach Klinsmann in die Spur zu bringen", sagte der Bayern-Präsident. Sogar Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm, der Meister der Diplomatie, attestierte Klinsmann "taktische Mängel" in seinem Buch "Der feine Unterschied".

Dennoch hat Klinsmann gelassen auf die wachsende Kritik an seiner Arbeit reagiert. Er habe "keine Angst" vor einer Entlassung, sagte er der ARD-Sportschau. Vielmehr sei er "sogar froh darüber, dass hier solche Debatten geführt werden. Das zeigt doch, dass der Fußball in den USA interessanter wird und einen anderen Stellenwert erreicht."

Minimal-Ziel Platz vier

Aktuell steht Klinsmann im zweiten Spiel der Nord- und Mittelamerika-Gruppe gegen Costa Rica bereits mächtig unter Druck, nachdem das erste Match bei Honduras mit 1:2 verloren wurde. Anschließend folgen zwei Auswärtsspiele. Zunächst beim Erzrivalen Mexiko, dann in Jamaika.

Als einziges Team mit null Punkten rangieren die US-Boys auf dem letzten Platz der sechs Teams umfassenden Gruppe. Wenigstens Vierter muss Klinsmann werden. Dann kann man immer noch über zwei Entscheidungsspiele gegen den Sieger aus der Ozeanien-Gruppe das Ticket für die WM 2014 in Brasilien lösen.

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