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Lukas Podolski droht in der Nationalelf dauerhaft die Bank

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Rekordjagd in der dritten Reihe

24.03.2013, 09:06 Uhr | t-online.de

Lukas Podolski droht in der Nationalelf dauerhaft die Bank. Auch gegen Kasachstan lief es für Lukas Podolski nicht rund. (Quelle: dapd)

Auch gegen Kasachstan lief es für Lukas Podolski nicht rund. (Quelle: dapd)

Aus Astana berichtet Patrick Brandenburg

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Eigentlich müsste Lukas Podolski dem 3:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft in Kasachstan eine Ehrenseite in seinem privaten Foto-Album widmen. 108 Einsätze hat der Stürmerstar nach dem Erfolg in Astana nun auf dem Buckel. Damit holte er Jürgen Klinsmann auf Rang drei der ewigen Bestenliste ein.

Selbst die beiden ersten Plätze sind in Reichweite, denn der Arsenal Star befindet sich ja immer noch im besten Fußballer-Alter. Doch ausgerechnet der erst 27-jährige Rekordjäger wirkt im DFB-Team gerade, als gehöre er längst zum ganz alten Eisen.

Draxler wird Podolski vorgezogen

Trotz der Gelb-Sperre von Marco Reus saß Poldi in Astana zunächst nur auf der Bank. Stattdessen schickte der Bundestrainer den 19-Jährigen Julian Draxler auf den kasachischen Kunstrasen. "Er zeigt eine gute Form in der Bundesliga und auch bei der Nationalelf im Training. Daher habe ich ihm die Chance gegeben", erklärte Joachim Löw sein überraschendes Experiment. Der Shooting-Star der letzten Wochen rechtfertigte das Vertrauen und zeigte bei seinem Startelfdebüt für Deutschland vielversprechende Ansätze, bis er bereits nach 20 Minuten verletzt vom Rasen musste. Kopfschmerzen und eine leichte Sehstörung nach einem Duell in der Luft stoppten den Youngster. Und doch hatte das Supertalent in dieser kurzen Zeit mehr zustande gebracht als sein "Nachfolger" Podolski in der gesamten restlichen Zeit.

Konkurrenz läuft Poldi den Rang ab

Der WM-Held von 2006 und 2010 mag objektiv betrachtet gar nicht mal so viel schlechter sein als beim legendären Sommermärchen, das ihn in den Herzen der deutschen Fußballfans verankert hat, oder beim Turnier in Südafrika. Aber weil sich die Mitspieler um ihn herum so rasant weiterentwickeln, kommt Podolskis Leistungs-Entwicklung paradoxerweise wie ein Rückschritt vor. Draxlers Elan, Mario Götzes Leichtigkeit und Ballgefühl oder der spielgestaltenden Übersicht eines Reus hat er kaum noch etwas entgegenzusetzen. Außerdem ist Podolski quasi auf die Position des offensiven linken Mittelfeldspielers festgelegt, während seine jüngere Konkurrenz - der Traum aller Trainer - flexibel gleich mehrere taktische Aufgaben verrichten kann.

Erschütternde Länderspielbilanz

Der bereits vor Jahren vollzogene Abschied vom Zwei-Stürmer-System hat ihn zudem einer alternativen Stelle in der Spitze beraubt. Selbst wenn der einzige echte Angreifer ausfällt, kommt - wie gegen den 139. der Fußball-Weltrangliste aus Kasachstan - eher ein Wirbler wie Götze zum Zuge. Während Schweinsteiger, Götze und Müller sich in Astana in die Torschützenliste eintrugen, steht Podolskis erschütternde Länderspielbilanz der vergangenen zweieinhalb Jahre weiter bei nur zwei Toren und keiner einzigen Vorlage.

Ganz offensichtliche Schwächen in der Rückwärtsbewegung kommen noch dazu - diese sind heute auch in der Nationalelf kaum noch akzeptabel. Es ist ein mehr als deutliches Zeichen, dass Podolski in den fünf Spielen der WM-Qualifikation bislang kein einziges Mal von Beginn an ran durfte.

Dabei ist natürlich nicht alles schlecht bei Podolski, und auch seine jüngsten Verletzungsprobleme und der fehlende Wettkampfrhythmus relativieren die jüngste, mäßige Leistung. Einen grandiosen Schuss hat Podolski ja immer noch, und seine Qualitäten am Ball sind unbestritten. Dazu kommt seine enorme Routine in vergleichsweise jungen Jahren. Nicht ausgeschlossen, dass er über Joker-Einsätze sogar noch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (150 Einsätze) und Miroslav Klose (125 Länderspiele) einholt.

Löw: "Konkurrenzkampf soll jeder spüren"

Doch all das ist mittlerweile im DFB-Team der Hochbegabten nicht mehr genug für eine tragenden Rolle. "Den Konkurrenz-Kampf soll jeder spüren. Auch Podolski", erklärte Löw in der Nachbetrachtung des Spiels und erneuerte damit sein Mantra, dass sich auch ein zweifacher WM-Dritter für frühere Leistungen nichts kaufen kann.

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