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WM 2014: ungemütlicher US-Trip für Löws Nebendarsteller

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Ungemütlicher US-Trip für Löws Nebendarsteller

21.05.2013, 12:51 Uhr | dpa

WM 2014: ungemütlicher US-Trip für Löws Nebendarsteller. Sidney Sam (Quelle: imago/Ulmer)

Der Leverkusener Sidney Sam kam schon in der deutschen U21 zum Einsatz. (Quelle: imago/Ulmer)

Die Vorfreude bei plötzlichen Hauptdarstellern wie Max Kruse oder Sidney Sam ist groß, auch wenn es ungemütlich werden könnte in Florida. Für den Sonnenstaat sind in dieser Woche Blitz, Donner und Regen vorausgesagt. Zudem blicken die Fußballfans gebannt auf das große Schauspiel Champions-League-Finale in London. Die Bühne USA mit der Aussicht auf das erste Länderspiel im deutschen Adler-Trikot ist trotzdem verlockend. "Das ist ein Traum", sagte der Freiburger Kruse, der wie die Leverkusener Sam und Philipp Wollscheid sowie der Mainzer Nicolai Müller als Länderspiel-Frischlinge Richtung Miami abheben durften.

Franz Beckenbauer sieht die Situation von Bundestrainer Joachim Löw für die schon lange geplante Übersee-Tournee der Nationalmannschaft als Nachteil und Chance zugleich. "Er wäre natürlich lieber mit der kompletten Mannschaft gefahren. Aber das ist nicht machbar in dieser Konstellation", sagte der frühere Teamchef und Weltmeister-Trainer. "Also wird er anderen die Möglichkeit geben, die sonst vielleicht nie eine Chance hätten. Sie freuen sich drauf, sind hungrig. Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein."

Beckenbauer: "Gute Miene zum bösen Spiel"

Mehr als ein Dutzend für die WM 2014 in Brasilien fest eingeplante Stammkräfte stehen Löw durch das Königsklassen-Finale zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund sowie anderer Verpflichtungen nicht zur Verfügung. Torjäger Miroslav Klose sowie die beiden nominierten Dortmunder Sven Bender und Kevin Großkreutz sollen immerhin zum zweiten Spiel nachreisen. Beim Treffpunkt in Frankfurt erschienen zunächst nur 19 Akteure.

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"Er macht gute Miene zum bösen Spiel", sagte Beckenbauer zu Löws Problemen für die Länderspiele am 29. Mai in Boca Raton gegen Ecuador und am 2. Juni in Washington DC gegen die USA. Der Bundestrainer jedoch sieht seine vier Auswahl-Neulinge und die nach längeren Pausen zurückgeholten Nationalspieler wie Dennis Aogo vom HSV oder Stefan Reinartz aus Leverkusen hochmotiviert. "Die Spieler waren teilweise sogar sprachlos", sagte Löw zu den Einladungsgesprächen.

Der Blick geht nach London

"Sie wissen natürlich, dass etablierte Kräfte fehlen und einige Positionen bei uns vergeben sind", sagte Löw. "Aber es ist wie in einem Hollywood-Film: Nicht nur die Hauptrollen, sondern auch die Nebenrollen müssen gut besetzt sein - und können einmal einen Oscar gewinnen." Auf dem noch weitem Weg zur Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Brasilien, auf die Löw seinen Fokus richtet, könne noch viel passieren. "Ich habe als Trainer die Aufgabe, einiges auszutesten. Davon haben schon einige Spieler profitiert", erklärte der 53-Jährige.

Natürlich werden Löw und sein Ersatzpersonal mit einem Auge auch immer Richtung London schauen, wo Schweinsteiger, Lahm, Neuer, Hummels, Götze, Reus und Co. Fußball-Deutschland in den Mittelpunkt rücken. "Klar, dass uns das wahnsinnig interessiert", meine Löw.

Auf einen Kurztrip von Florida ins Londoner Wembleystadion aber wird die sportliche Leitung verzichten und eine Nationalmannschaft, die es später so nicht mehr wieder geben wird, auf die zwei Partien in den USA vorbereiten. "Selbstverständlich werden wir die Spiele mit der notwendigen Seriosität und Konzentration angehen", sagte der Bundestrainer vorab - egal, ob die Sonne brennt oder der Regen prasselt in Miami Beach.

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