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Deutsche Not-Elf viel zu stark für Ecuador

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Podolskis Sieben-Sekunden-Treffer schockt Ecuador

29.05.2013, 22:37 Uhr | dpa

Deutsche Not-Elf viel zu stark für Ecuador. Jetzt Dritter in der ewigen DFB-Torschützenliste: Nationalspieler Lukas Podolski. (Quelle: dpa)

Jetzt Dritter in der ewigen DFB-Torschützenliste: Nationalspieler Lukas Podolski. (Quelle: dpa)

Wer hätte das gedacht? Auch ohne ihre Topstars aus München und Dortmund kann die deutsche Nationalmannschaft ihre Fans begeistern. Nach einem Blitzstart besiegte die zusammengewürfelte DFB-Auswahl mit den Doppel-Torschützen Lukas Podolski (1./17. Minute) und Lars Bender (4./24.) in Boca Raton/Florida zum Auftakt der USA-Reise das Team aus Ecuador mit 4:2 (4:1).

Vor etwa 5500 Zuschauern eröffnete Podolski den Torreigen gegen den Zehnten der Weltrangliste und designierten WM-Teilnehmer bereits nach sieben Sekunden - schneller hat seit Beginn der Zeitmessung noch kein deutscher Nationalspieler getroffen. Für die erst nach der Pause stärker aufkommenden Südamerikaner trafen Antonio Valencia (44.) und Walter Ayovi (84.). Am Sonntag in Miami steht gegen das von Jürgen Klinsmann betreute US-Team das letzte Länderspiel der Saison auf dem Programm.

Podolski zieht an Karl-Heinz-Rummenigge vorbei

Joachim Löws bunter Mix aus Routiniers und Grünschnäbeln schaffte es in kürzester Zeit und nach nur wenigen Trainingseinheiten beinahe perfekt, die Spielphilosophie des Bundestrainers auf dem Rasen umzusetzen. Spätestens nach 24 Minuten waren angesichts der Überlegenheit der deutschen Verlegenheitself und eines 4:0-Vorsprungs alle Kritiker der USA-Reise widerlegt. Dem Direktspiel des gut organisierten DFB-Teams hatte Ecuador wenig entgegenzusetzen und kam in der ersten Halbzeit nicht über die Rolle eines harmlosen Trainingspartners heraus. Erst im zweiten Durchgang wurde die deutsche Defensive mehr beschäftigt. Dabei hatte auch Manuel Neuers Vertreter René Adler im Tor mehrfach Gelegenheit sich auszuzeichnen.

Einen besonderen Nachmittag erlebte Podolski, der mit seinem 109. Einsatz den alleinigen dritten Platz in der Liste der deutschen Nationalspieler eroberte. Mit insgesamt 46 Treffern überholte er zudem in der ewigen DFB-Torjägerliste Karl-Heinz Rummenigge. Einen starken Eindruck hinterließen aber auch Sidney Sam und Max Kruse, die Löw als Neulinge Nummer 54 und 55 in seiner Amtszeit in die Startelf beordert hatte. Beide Debütanten glänzten als Torvorbereiter. In der Schlussphase kamen in Nicolai Müller und Philipp Wollscheid noch zwei weitere Neulinge zum Zug.

Schon Mitte der ersten Halbzeit vier Tore vorn

Bei schwülwarmen 28 Grad erwischte das DFB-Team einen Blitzstart wie noch nie in seiner 105-jährigen Länderspiel-Geschichte. Nach gerade einmal acht Sekunden luchste Podolski an der Strafraumgrenze dem unaufmerksamen Gabriel Achilier den Ball ab und traf im Anschluss zum 1:0. Nur dreieinhalb Minuten später profitierte Bender von einem präzisen Zuspiel des Debütanten Sam und vollendete gegen eine völlig unsortierte Abwehr der Ecuadorianer. Damit war der zweite Vergleich gegen die Südamerikaner nach dem WM-Duell vor sieben Jahren bereits frühzeitig vorentschieden.

Gegen die völlig überforderte Hintermannschaft der Ecuadorianer durfte die Löw-Elf auch weiter nach Herzenslust kombinieren und schießen. In der 17. Minute legte Kruse auf für Podolski, der den Rückpass des Freiburgers volley zum 3:0 in die Maschen jagte. Aber auch der achte Doppelpack des früheren Kölners im DFB-Trikot hatte den Torhunger noch nicht gestellt. Als Bender aus gut 20 Metern Maß nahm und Ecuadors Torhüter Maximo Banguera mit einer unglücklichen Reaktion mithalf, hieß es bereits Mitte der ersten Halbzeit 4:0.

Ayovi überrascht Adler mit einem Freistoß

Adler blieb eine halbe Stunde lang praktisch unbeschäftigt, dann wurde er durch einen Lattenschuss von Jefferson Montero erstmals aufgeschreckt. Beim Gegentreffer durch Antonio Valencia kurz vor der Pause war der Schlussmann des Hamburger SV machtlos. Vorausgegangen war ein Rempler gegen Marcell Jansen an der Seitenlinie, der von US-Schiedsrichter Ricardo Salazar nicht geahndet wurde.

Nach dem Seitenwechsel gelang es der DFB-Auswahl nicht mehr ganz so, die Konzentration hochzuhalten. Allerdings mussten die Spieler nun auch den ungewohnten klimatischen Bedingungen Tribut zollen. In der 59. Minute verhinderte Adler mit einer prächtigen Parade gegen Montero zunächst einen zweiten Gegentreffer. Der fiel dann kurz vor Schluss doch noch. Ayovi überraschte Adler mit einem Freistoß in die kurze Ecke, weil die Mauer schlecht postiert war. Trotzdem brachte Löws Elf den verdienten Sieg sicher über die Zeit.

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