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    Confed Cup 2013: Polizei setzt Schlagstöcke gegen Demonstranten ein

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    Polizei geht rigoros gegen Demonstranten vor

    16.06.2013, 08:29 Uhr | dpa, sid

    Confed Cup 2013: Polizei setzt Schlagstöcke gegen Demonstranten ein. Vor dem Eröffnungsspiel kommt es in Brasilia zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. (Quelle: dpa)

    Vor dem Eröffnungsspiel kommt es in Brasilia zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. (Quelle: dpa)

    Unschöne Szenen vor Anpfiff des Confed Cups in Brasília. Hunderte Demonstranten protestierten gegen die anstehenden Sport-Großereignisse in Brasilien. Die Polizei ging massiv gegen die Protestierenden vor, die versuchten, zum Mané-Garrincha-Stadion vorzudringen. Die vorläufige Bilanz: 27 Leichtverletzte und acht Festnahmen.

    Die militarisierte Polizei feuerte Tränengas-Granaten ab, setzte Schlagstöcke ein und verfolgte Demonstranten zu Fuß, mit Motorrädern oder Autos. Ein junger Mann wurde von einem Polizei-Motorrad angefahren. Die Beamten fesselten mehrere Personen und führten sie ab. Auch Pfefferspray und Gummigeschosse wurden eingesetzt.

    2000 Demonstranten blockieren Straße

    Hunderte Menschen hatten zuvor versucht, die Absperrungen rund um die Arena zu durchbrechen. Das Stadion öffnete seine Pforten erst mit Verspätung. Am Vormittag war es etwa 2000 Demonstranten gelungen, eine Hauptverkehrsstraße in Brasília zu blockieren. Das Gelände um das nagelneue Stadion war, wie bei Fußball-Großereignissen üblich, weiträumig abgesperrt. 10.000 Sicherheitskräfte sind in der Hauptstadt wegen der WM-Generalprobe im Einsatz.

    Proteste auch in Rio

    Die Protestanten kritisieren, dass Milliarden für die WM und die Olympischen Spiele ausgegeben würden, aber zur gleichen Zeit Krankenhäuser, Schulen und Universitäten in einem desolaten Zustand seien. "Lasst die WM - wir wollen Geld für Bildung sehen", riefen die Demonstranten. In Rio fand zur gleichen Zeit ein friedlicher Protest mit einem alternativen Fußballturnier gegen Zwangsumsiedlungen statt. In der Stadt am Zuckerhut sind nach Angaben der Organisatoren 29.000 Menschen von der Umsiedlung bedroht.

    Pfiffe für Blatter und die Staatspräsidentin

    Bereits zuvor hatte es Proteste in Brasília gegeben. Reifen waren angezündet worden, nach Angaben der Lokalzeitung "Correio Braziliense" wurden fünf Personen festgenommen. Der Fußball-Weltverband FIFA hatte bereits erklärt, dass er "volles Vertrauen" in die staatlichen Sicherheitsbehörden habe, sie seien für diese Angelegenheiten zuständig.

    Unterdessen wurde FIFA-Präsident Joseph Blatter bei der Eröffnungsfeier derart ausgebuht, dass er seine kurze portugiesische Ansprache unterbrach und die 70.000 Zuschauer fragte: "Liebe Freunde des Fußball: Wo ist der Respekt und das Fairplay, bitte?" Noch lauter waren die Unmutsbekundungen des Publikums im Estádio Nacional Mané Garrincha für Staatspräsidentin Dilma Rousseff, die das Turnier ein Jahr vor der Weltmeisterschaft offiziell eröffnete.

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