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WM 2014: Joachim Löw befürchtet keine "Hochsicherheits-WM"

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Löw vor schwieriger Brasilien-Mission - Keine "Hochsicherheits-WM"

24.06.2013, 11:26 Uhr | sid, dpa

WM 2014: Joachim Löw befürchtet keine "Hochsicherheits-WM". Die Quartierfrage bereitet Joachim Löw im Hinblick auf die WM 2014 in Brasilien Kopfzerbrechen. (Quelle: imago/Bernd König)

Die Quartierfrage bereitet Joachim Löw im Hinblick auf die WM 2014 in Brasilien Kopfzerbrechen. (Quelle: imago/Bernd König)

Hitze, Proteste, Reisestrapazen und guter Fußball - Joachim Löw hat bei seinem ersten Aufenthalt in Brasilien "wahnsinnig wichtige" Eindrücke für die wohl schwierigste Mission in seiner Amtszeit gewonnen. Und trotz der Massendemos sowie heftigen Sicherheitsdebatten beim Confed Cup fiebert der Bundestrainer der Weltmeisterschaft in einem Jahr nun noch intensiver entgegen. "Die Vorfreude ist auf jeden Fall gewachsen", sagte der Bundestrainer zum Abschluss seiner Erkundungsreise.

Angst beschleicht den 53-Jährigen knapp zwölf Monate vor dem Turnierstart nicht. "Nein, ich befürchte keine Hochsicherheits-WM", antwortete Löw ungeachtet der unschönen Bilder von Demos mit Ausschreitungen und Polizeiaufmärschen. Persönlich habe er Gastfreundschaft erlebt: "Die Brasilianer leben und lieben den Fußball." Bei der WM erwarte er "ein Spektakel an Freude und Begeisterung im ganzen Land".

"Die Uhren ticken hier anders"

Sportlich und organisatorisch betrachtet Löw die WM-Teilnahme nach den Erfahrungen, die er beim Confed Cup "in wirklich tollen Stadien" gemacht habe, als eine Mammutaufgabe. "Die Uhren ticken hier anders als in Europa. Das Klima ist sehr belastend, die Flugreisen sind extrem", zählte Löw auf. Auf Kapitän Philipp Lahm und Co. kommen demnach extrem anstrengende WM-Wochen zu. "Die Spieltage und die Anreise am Tag vorher werden eine Wahnsinnsbelastung für die Spieler sein. Das stellt uns vor die größten Herausforderungen der letzten zehn Jahre", erklärte Löw.

Der Weg zum Titel führt in Löws Augen über den Gastgeber, dessen Auftritte beim Confed Cup den deutschen Coach überzeugt haben: "Brasilien gehört zu den WM-Favoriten. Die Energie, die auf dieser Mannschaft liegt, ist absolut beeindruckend".

Jungstar Neymar habe sich bei der WM-Generalprobe als "ein Ausnahmespieler" erwiesen: "Er war entscheidend in den ersten Spielen." Der Offensivspieler traf bei allen drei Siegen der Selecao in der Gruppenphase. "Für den FC Barcelona wird Neymar eine große Bereicherung sein", sagte Löw für die kommende Saison voraus.

Brasiliens 2:0-Sieg gegen Mexiko erlebte er live. Die Proteste zehntausender Menschen im Spielort Fortaleza bekamen Löw und sein Assistent Hansi Flick unmittelbar mit. "Der Weg zum Stadion war auch für uns beschwerlich", berichtete er. Trotzdem fürchte er nicht um die Sicherheit der deutschen Mannschaft beim WM-Turnier. "Ich habe Vertrauen in die Organisatoren." Löw äußerte "Verständnis für die Menschen, dass sie auf die Straße gehen, dass sie demonstrieren für mehr Bildung, für mehr Gesundheit, dass sie mehr Investitionen für diese Dinge fordern".

Quartierfrage ungeklärt

Das Hauptaugenmerk der DFB-Delegation beim Kurzaufenthalt im WM-Land galt den Planungen für die Nationalmannschaft. Die Quartierfrage sei noch nicht gelöst worden, sagte der Bundestrainer. Die Tendenz geht eindeutig Richtung Atlantikküste, der Touristenort Porto Seguro gilt als eine mögliche Option. "Wir haben uns einige Dinge angeschaut. Jetzt gilt es, das in aller Ruhe zu analysieren und dann die richtige Entscheidung zu treffen", erklärte Löw.

Noch nie ist eine Mannschaft aus Europa in Südamerika Weltmeister geworden. Titelverteidiger Spanien und der EM-Zweite Italien können beim Confed Cup im Gegensatz zur deutschen Elf immerhin wertvolle Erfahrungen sammeln. "Es ist gut, wenn man hier schon mal gespielt hat, klar", räumte Löw ein. Für die deutschen Nationalspieler sei es aber ebenso wertvoll, "dass sie in diesem Sommer mal vier Wochen Pause und dann eine sechswöchige Vorbereitung" auf die WM-Saison haben würden. "Das kann auch ein Vorteil sein", betonte Löw.

Trotz der ungewohnten klimatischen Bedingungen werde sein Team seine Spielphilosophie nicht umstellen. "Wir werden sicher nicht unseren Spielstil umstellen können, sondern wir müssen versuchen, ihn auf den Platz zu bringen. Das Spiel unserer Mannschaft zeichnet ein gutes Umschaltspiel aus, und, dass wir nach Ballbesitz schnell zum Torabschluss kommen - und zwar noch bevor der Gegner Zeit hat, sich neu zu formieren. Denn danach wird es schwieriger. Das ist im modernen Fußball essenziell - und darauf wird es 2014 in Brasilien ankommen. Deshalb können die hier herrschenden Verhältnisse vielleicht sogar ein Vorteil für uns sein."

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