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Confed Cup 2013: Wirbel um angebliche Orgie im spanischen Hotel

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Wirbel um angebliche Orgie im spanischen Hotel

25.06.2013, 17:26 Uhr | sid, dpa

Confed Cup 2013: Wirbel um angebliche Orgie im spanischen Hotel. Victor Valdes (li.), Javi Martinez und Pedro (re.) vergnügen sich am Strand in Brasilien. (Quelle: dpa)

Victor Valdes (li.), Javi Martinez und Pedro (re.) vergnügen sich am Strand in Brasilien. (Quelle: dpa)

Wirbel im spanischen Lager bei Confed Cup: Unter dem reißerischen Titel "Sex, Lügen und Video" berichtet die brasilianische Zeitung "O Globo" über eine ausschweifende Party beim Welt- und Europameister. Bier, Caipirinha und Strip-Poker seien die Zutaten.

Am Abend des 16. Juli, Spanien hatte Uruguay nach einer erneuten Tiki-Taka-Demonstration 2:1 bezwungen, soll sich die vermeintliche Orgie zugetragen haben. Einige Spieler sollen sich mit fünf Damen im Mannschaftshotel Golden Tulip vergnügt haben, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Augenzeugen, ein Video und Polizeikreise. Die Behörden ermittelten, allerdings zunächst, weil den Spaniern in dieser Nacht 1000 Euro abhanden kamen.

Pique: "Lügen überführen sich am Ende selbst"

Die Reaktion der Seleccion war kühl. "Das ist ein Bericht, den wir noch nicht einmal kommentieren wollen. Wir ignorieren ihn. Was veröffentlicht wurde, weisen wir scharf zurück", sagte Verbandssprecher Antonio Bustillo. Das einzige Ziel des Artikels sei es, "den guten Namen und die Ehre der Spieler zu beschädigen." sagte Bustillo. Die volle Konzentration gelte der Neuauflage des EM-Finals von 2012 am Donnerstag gegen Italien.

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Die spanischen Zeitungen haben hingegen die Sache aufgegriffen. "Die Ruhe, die die spanische Delegation in Fortaleza genoss, ist gestört", bemerkte das Sportblatt "Marca". Und der eine oder andere Spieler reagierte gereizt. "Lügen überführen sich am Ende selbst", sagte Barcelonas Abwehr-Ass Gerard Pique.

Spiel in "fast unmenschlicher Hitze"

Nationaltrainer Vicente del Bosque macht indes vermutlich seine Mannschaftsaufstellung mehr Kopfzerbrechen. Die Stammspieler Cesc Fabregas und Roberto Soldado sind angeschlagen.

Dazu kommt die im Spielort Fortaleza für den Anstoß um 16.00 Uhr Ortszeit erwartete "fast unmenschliche Hitze", wie Sergio Busquets es nannte. "Ich war tot", meinte Fernando Torres rückblickend auf das 3:0 gegen Nigeria im abschließenden Gruppenspiel, das auch in Fortaleza stattfand. 30 Grad und bis zu 80 Prozent Luftfeuchtigkeit - "bei diesen Bedingungen ist es unmöglich, das Tempo 90 Minuten hochzuhalten", sagte Andres Iniesta. Und doch: Gegen Nigeria ist es Spanien nahezu über die volle Distanz gelungen.

Kommt es zum Traumfinale?

Kein Wunder, dass Brasilien schon vom Traumfinale gegen den Weltmeister am Sonntag in Rio de Janeiro spricht. "Das ist das Spiel, auf das die ganze Welt wartet", sagte Torres: "Aber es wird nicht einfach. Wir haben vor niemandem Angst, aber Italien hat uns das Leben schon immer schwer gemacht."

Doch kann das der Squadra Azzurra auch diesmal gelingen - ohne den wegen seiner Muskelverletzung im linken Oberschenkel bereits abgereisten Mario Balotelli?

Systemumstellung nach Balotellis Abreise

"Spanien ist die beste Mannschaft der Welt. Sie zu schlagen, ist fast unmöglich. Aber ich bin sicher, dass wir ihnen Probleme bereiten können", sagte der italienische Nationalcoach Cesare Prandelli.

Ohne Balotelli käme es "noch mehr aufs Kollektiv, den Teamgeist und den Spielaufbau an", meinte Prandelli, der von 4-5-1 auf 3-5-2 umstellen dürfte. Gegen die "Phänomene" Iniesta und Xavi müsse sein Team vor allem darauf vorbereitet sein, "dass es ein Spiel wird, in dem wir viel Leidensfähigkeit an den Tag legen müssen, dass sie den Ball öfter haben werden als wir und sich aus jeder Falle, die wir ihnen stellen, herauswinden werden".

Montolivo und Pirlo vor Rückkehr ins Team

Mit derselben Courage wie in der zweiten Halbzeit gegen Brasilien habe Italien aber Chancen. Zumal es aus dem Lazarett auch positive Meldungen gab. Riccardo Montolivo, der beim 2:4 gegen Brasilien eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, dürfte mitwirken können. Auch bei Andrea Pirlo sehe es gut aus, teilte die medizinische Abteilung mit, wenngleich um den Regisseur "bis zur letzten Minute" gekämpft werden müsse.

Dass die Italiener überhaupt so viele Blessuren zu beklagen haben, führte Prandelli auch auf die zu hohe Belastung zurück. Drei Spiele binnen sechs Tagen wie in der Vorrunde fand er "absurd".

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