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Confed Cup 2013: Sepp Blatter plaudert Millionen-Zuschuss aus

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WM 2014  

Blatter plaudert Millionen-Zuschuss aus

30.06.2013, 17:11 Uhr | dpa

Confed Cup 2013: Sepp Blatter plaudert Millionen-Zuschuss aus. Ein Jahr vor der WM wartet auf die Gastgeber und die FIFA noch viel Arbeit.  (Quelle: imago/Xinhua)

Ein Jahr vor der WM wartet auf die Gastgeber und die FIFA noch viel Arbeit. (Quelle: Xinhua/imago)

WM-Gastgeber Brasilien bekommt entgegen ursprünglicher Planungen nun doch wie Südafrika 2010 von der FIFA eine Finanzspritze von 100 Millionen Dollar. Dies bestätigte der Weltverband in Rio de Janeiro. FIFA-Präsident Sepp Blatter hatte die Spende in einem Nebensatz angedeutet, ohne Details auszuführen. Offenbar hatte der 77-Jährige damit eine für Montag geplante offizielle Verkündung bei der Abschlusspressekonferenz des Confed Cups an der Copacabana versehentlich vorweggenommen.

Einen Zusammenhang mit den Massenprotesten in Brasilien in den vergangenen Wochen wies die FIFA zurück. Südafrika hatte den dreistelligen Millionenbetrag für soziale Fußballprojekte bekommen. Wie das Geld in Brasilien investiert werden soll, steht offenbar noch nicht fest. "Es ist kein grundsätzliches neues Konzept", sagte Sprecher Pekka Odriozola und verwies für weitere Informationen auf die Pressekonferenz. Die FIFA stand in den vergangenen Wochen in Brasilien wegen der staatlichen Milliardeninvestitionen für die WM 2014 massiv in der Kritik.

Sorge um Demonstrationen bei der WM

Es hätte ein Heimspiel für Blatter sein können im fußballverrücktesten Land der Welt. Doch der FIFA-Boss war im entscheidenden Moment nicht in Bestform. Nach zwei Wochen intensiver Diskussion um die Massendemonstrationen und deren Auswirkung auf die WM bleibt Brasilien für den Weltverband in mancherlei Hinsicht eine Baustelle. Bei aller Vorfreude auf ein sportlich außergewöhnliches Spektakel bestehen Zweifel, ob das ungleich größere Turnier mit der vierfachen Zahl an Mannschaften und Spielen im Land des Rekord-Weltmeisters im kommenden Sommer sorgenfrei über die Bühne gehen kann.

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Die FIFA hatte der Lage hilflos gegenüber gestanden. "Es ist eine Frage des Vertrauens, in die brasilianische Regierung und die brasilianischen Menschen", sagte Blatter über seine Hoffnungen, dass die WM nicht auch von Protesten begleitet sein wird. "Die nächste WM wird ein Erfolg. Ich vertraue den Organisatoren und den Sicherheitskräfte." Es war nicht überraschend, dass nach zwei aufwühlenden Wochen auch bei Blatters erster Pressekonferenz kurz vor dem Finale der Sicherheitsaspekt im Mittelpunkt stand. Andere Themen, wie die ausbauwürdige Verkehrsinfrastruktur waren in der öffentlichen Wahrnehmung auch zuvor schon abgefallen.

Müder Auftritts von Blatter

Ein wenig peinlich wirkte der Auftritt des brasilianischen Verbands-Chefs Jose Maria Marin. Der 81-Jährige musste seine Bilanz mühsam von einem Blatt ablesen. Nun hätte wenigstens Blatter die Gemüter beruhigen und mit staatstragenden Worten für einen emotionalen Wendepunkt sorgen können. Jahrelang hatte er die schwierigen Vorbereitungen auf die WM 2010 in Südafrika instinktsicher vorangetrieben. Doch der Auftritt des Schweizers sorgte bei Kennern für besorgte Mienen. Den Vorsitzenden des Organisationskomitees nannte er Roberto statt Ricardo Trade, der Name des Sportministers Aldo Rebelo wollte ihm lähmend lange Sekunden nicht einfallen. Jede zweite Frage musste sich der 77-Jährige vom neben ihm sitzenden Jerome Valcke wiederholen lassen.

Blatter wirkte einfach müde. Und das nach einem von politischen Unruhen begleiteten Turnier. Gerade die Milliardeninvestitionen für Confed Cup und WM haben die Massen auch mobilisiert, für sozialen Wandel und gegen Misswirtschaft zu protestieren. Die FIFA hat nach der WM-Generalprobe sicherlich einen schlechteren Ruf als vor dem Testlauf.

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