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WM 2014: Miroslav Klose stellt gegen Österreich Müller-Rekord ein

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DFB-Elf schlägt Österreich  

Lahm feiert Jubiläum - Klose stellt Rekord ein

07.09.2013, 07:32 Uhr | sid

WM 2014: Miroslav Klose stellt gegen Österreich Müller-Rekord ein. Miroslav Klose erzielte gegen Österreich sein 68. Länderspieltor. (Quelle: dpa)

Miroslav Klose erzielte gegen Österreich sein 68. Länderspieltor. (Quelle: dpa)

Jubiläum, Tor-Rekord - und das WM-Ticket zum Greifen nah: Nach einem rundum gelungenen und harmonischen Abend kann die deutsche Fußball-Nationalmannschaft endgültig für die WM 2014 in Brasilien planen. Nach dem 3:0 (1:0) gegen den bisher ersten Verfolger Österreich in München steht die Tür zur WM sperrangelweit offen. Umjubelter Mann war Miroslav Klose, der durch das Führungstor (33.) zum 1:0 nach elf Monaten Wartezeit den 39 Jahre alten Tor-Rekord von Gerd Müller einstellte.

Toni Kroos (51.) sorgte dann in seinem Wohnzimmer frühzeitig für die Entscheidung, ehe sein Bayern-Kollege Thomas Müller zum Endstand (88.).

Qualifikation zum Greifen nah

Gefeiert wurden ebenso wie die Torschützen auch Kapitän Philipp Lahm, der durch sein 100. Länderspiel als achter Spieler der DFB-Geschichte in den "Hunderter-Klub", aufstieg und sein Vorgänger Michael Ballack, der dreieinhalb Jahren nach seinem 98. und letzten Länderspiel endlich offiziell verabschiedet wurde.

Nach dem erhofften Sieg gegen den Nachbarn, bei dem nach langer Zeit auch die deutsche Abwehr über weite Strecken des Spiels mal wieder überzeugen konnte, kann die DFB-Auswahl bereits am Dienstag mit dem eingeplanten Pflichtsieg auf den Färöern vorzeitig die Reise zum Zuckerhut perfekt machen, sofern die Konkurrenz mitspielt.

Österreich beginnt mutig

Löw hatte größtenteils die erwarteten Spieler in der Startelf aufgeboten. Jerome Boateng hatten in der Innenverteidigung den Vorzug vor Mats Hummels erhalten. Auf der Sechserposition neben Sami Khedira kam nach den Ausfällen von Bastian Schweinsteiger, Ilkay Gündogan und Lars Bender der Münchner Toni Kroos zum Einsatz.

Die 68.000 Zuschauer sahen von der ersten Sekunde weg ein umkämpftes Spiel, in dem die Gäste wie schon im Hinspiel (1:2) wenig Scheu zeigten. Die Mannschaft des früheren Bundesliga-Trainers Marcel Koller schien fest entschlossen, die zuletzt vermehrt offenbarten Defensiv-Schwächen des Nachbarn zu nutzen. Nach einigen Minuten schien sich die DFB-Elf zunächst etwas aus dem unerwartet energischen Zugriff zu befreien und kam gleich zu zwei Chancen innerhalb weniger Sekunden: Sami Khedira schlenzte den Ball aus 20 Metern knapp vorbei, Klose drosch den Ball ans Außennetz (10.).

David Alaba kontert seinen Präsidenten

Der Österreicher hat auf der Pressekonferenz die Lacher auf seiner Seite.

Der Österreicher zieht auf der Pressekonferenz die Lacher auf sich.


Klose drückt den Ball über die Linie

Danach schlich sich wieder der Schlendrian ein, Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten prägten das Geschehen. Die 7000 lautstarken österreichischen Fans sangen in der 25. Minute erstmals "Auswärtssieg". Die große (Doppel-)Chance zu Führung vergaben Reus und Klose, die beide an Österreichs gutem Torwart Robert Almer scheiterten (28.). Dann traf Klose aber doch, als er den Ball nach einer flachen Müller-Hereingabe in echter Torjäger-Manier über die Linie drückte. Vor der Pause prüften Bayern-Profi David Alaba noch einmal seinen Vereinskollegen Manuel Neuer, auch Aleksandar Dragovic versuchte aus der Distanz sein Glück.

Kroos sorgt für klare Verhältnisse

Nach der Pause brachte Löw für Marcel Schmelzer, der nach einem Zweikampf kurz vor der Pause mit Martin Harnik mit Verdacht auf Kieferprellung in der Kabine bleiben musste, Benedikt Höwedes. Der Schalker sah in der 48. Minute gar nicht gut aus, als er Harnik ziehen ließ, der allerdings seine Chance nicht nutzte. Drei Minuten später sorgte dann aber Kroos für klare Verhältnisse, als er nach Vorarbeit von Reus aus rund 22 Metern Maß nahm und Almer keine Chance ließ.

Anschließend war die deutsche Abwehr noch mal kurz mit den Gedanken woanders. Harnik konnte einen Blackout der zuletzt hart kritisierten deutschen Defensive in der 70. Minute aber nicht nutzen. Anschließend ließ die DFB-Auswahl aber nichts mehr anbrennen und hätte durch Müller (72.) nach guter Vorarbeit von Mesut Özil noch erhöhen können. Özil, nach seinem Wechsel zu Wochenbeginn von Real Madrid zum FC Arsenal für 50 Millionen Euro teuerster deutscher Spieler, bot eine solide Partie. Müller machte schließlich aus kürzester Distanz endgültig alles klar.

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