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Viele Baustellen für Bundestrainer Löw

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Vor der Nomminierung  

Viele Baustellen für Bundestrainer Löw

02.10.2013, 16:10 Uhr | dpa, t-online.de

Viele Baustellen für Bundestrainer Löw.  (Quelle: dpa)

Bundestrainer Joachim Löw hat schwierige Personalentscheidungen zu treffen. (Quelle: dpa)

Am Freitag gibt Bundestrainer Joachim Löw bekannt, mit welchen Spielern er die nächsten WM-Qualifikationsspiele bestreiten will. Seit einigen Tagen wird in ganz Deutschland wild darüber spekuliert, wen Löw mit ins Aufgebot nehmen wird. Vor allem der Leverkusener Stefan Kießling steht dabei immer wieder im Fokus. Der Bundestrainer bleibt hingegen gelassen - getreu seiner bisherigen Linie.

Dazu hat er auch allen Grund, denn Deutschland führt Gruppe C souverän mit fünf Punkten Vorsprung auf die Zweitplatzierten Schweden an. Bei noch vier ausstehenden Spielen, kann sich die Mannschaft also bereits bei den Qualifikationsspielen in gut einer Woche die direkte Qualifikation für die WM in Brasilien sichern.

"Jogi hat klare sportliche Vorstellungen, er trifft seine Entscheidungen unabhängig vom öffentlichen Druck", erklärte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff nochmals deutlich in der "Sport Bild". Bierhoff verwies auf das Beispiel Kevin Kuranyi. Auch im Fall des inzwischen für Dynamo Moskau spielenden Stürmers hatten Experten, Kollegen und Medien vor der WM 2010 vehement ein Comeback im DFB-Trikot gefordert. Löw blieb bei seiner Linie, wie er es jetzt im Fall Kießling tut - unabhängig von den Verletzungen, die seine Top-Angreifer Miroslav Klose und Mario Gomez am 11. Oktober in Köln gegen Irland und vier Tage später in Stockholm gegen Schweden zum Zuschauen zwingen.

Rudi Völler lobt seinen Stürmer Kießling

Natürlich stärkt Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler weiter den Bayer-Torjäger Kießling. "Ich glaube, dass Stefan Kießling sich eine Position erarbeitet hat, auch ein Alter und Erfahrungen hat, dass es gar nicht mehr wichtig ist, dass er gegen die Aserbaidschans dieser Welt nominiert wird. Dafür hat er viele junge Spieler, die sich ihre Sporen verdienen können", sagte der ehemalige DFB-Teamchef im ZDF-Morgenmagazin.

Doch auch Völler hat wohl inzwischen erkannt, dass Löw den Bundesliga-Toptorschützen für Brasilien 2014 nur für den Notfall eingeplant hat. "Wichtig ist, und da spreche ich aus Erfahrung, bei der WM dabei zu sein. Er wird nicht nur in der Lage sein zu helfen, er wird auch bereit sein, für Deutschland zu spielen", formulierte Völler.

Gegen die kompakten und kopfballstarken Iren ordnet der Bundestrainer ohnehin andere Offensivstrategien als erfolgsversprechender ein. Wie schon einige Male mit Mario Götze praktiziert, könnte einer der offensiven Mittelfeldspieler eine abgewandelte Rolle als verkappte Sturmspitze übernehmen. Allerdings fehlt dem Neu-Münchner Götze nach einer Sprunggelenksverletzung Spielpraxis, seine Nominierung ist offen. Löw hatte auch schon den Dortmunder Marco Reus als "falschen Stürmer" ins Gespräch gebracht.

"Neuer ist die unangefochtene Nummer eins"

Auch beim Dortmunder Torhüter Roman Weidenfeller spielt Löw auf Zeit. Die Entscheidung über den dritten WM-Torhüter falle nicht jetzt, sondern erst kurz vor dem Turnier in Brasilien, hat der DFB-Chefcoach bereits mehrfach erklärt. Viele hatten den BVB-Keeper schon vor dem Länderspiel-Doppelpack gegen Österreich und Färöer in Löws Aufgebot erwartet. Dortmund-Trainer Jürgen Klopp war hingegen von der Nicht-Nominierung seines Torhüters nicht überrascht. Anfang September hatte er erklärt: "Ich bin über die Gedankenspiele des Bundestrainers informiert. Aber jetzt hätte ich mich beinahe verplappert. Dabei darf ich nichts sagen, das müssen andere tun."

Neusten Spekulationen nach soll sich Bierhoff schon mehrfach mit dem BVB-Keeper getroffen haben. "Manuel Neuer ist die unangefochtene Nummer eins, aber ob und falls ja welcher Torwart noch einmal eingeladen wird, werden die Trainer genau in den nächsten Wochen erörtern", wird Bierhoff in der "Sport Bild" zitiert. Derzeit ist der Münchner Neuer gesetzt, dahinter ist Rene Adler vom Hamburger SV die Nummer zwei. Es folgen Marc-Andre ter Stegen (Borussia Mönchengladbach) und Ron-Robert Zieler (Hannover 96) als weitere ambitionierte Keeper.

Nachteile für Dortmunder Spieler?

In Dortmund verfolgt man Löws Entscheidungen ohnehin mit besonderem Blick. Mats Hummels hatte vor kurzem in einem Interview darauf verwiesen, dass er sich sein Standing in der Nationalelf härter erarbeiten musste als andere. Dazu hegen BVB-Verantwortliche schon länger den Verdacht, dass Löw bei den schwarz-gelben Nationalspielern verschärfte Bewertungskriterien anwendet. Hummels und auch sein Mannschaftskollege Marcel Schmelzer waren zuletzt mehrfach nach Auftritten im Nationalteam von Löw öffentlich kritisiert worden.

Das wies Bierhoff allerdings entschieden zurück: "Von unserer Seite gibt es keinerlei Vorbehalte gegenüber den Spielern aus Dortmund oder auch anderen Vereinen. Bei uns werden alle Spieler gleich behandelt". Auch Hummels, der zuletzt seinen Startplatz an den Münchner Jérome Boateng verloren hatte, will von Konflikten mit dem Bundestrainer nichts wissen. Er habe nur gesagt, was er denke, "ohne jemanden auf den Schlips zu treten", verteidigte er sein Interview im "kicker": "Ich hab da nichts drin gesehen, woraus man einen Skandal machen könnte."

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