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Bastian Schweinsteiger selbstbewusst kurz vor dem 100. Länderspiel

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Jubiläum  

Schweinsteiger ist der Nächste im Klub der Hunderter

09.10.2013, 09:47 Uhr | t-online.de, dpa

Bastian Schweinsteiger selbstbewusst kurz vor dem 100. Länderspiel. Bastian Schweinsteiger hat bisher 98 Länderspiele absolviert. (Quelle: imago/Jan Hübner)

Bastian Schweinsteiger hat bisher 98 Länderspiele absolviert. (Quelle: Jan Hübner/imago)

Es mag am grellen Scheinwerferlicht auf dem Pressepodium gelegen haben, dass Bastian Schweinsteigers Schläfen reichlich grau durch das blonde Haupthaar schimmerten. Kurz vor dem Sprung in den illustren Kreis der 100-maligen Nationalspieler fühlt sich der Bayern-Profi auch gar nicht wie ein Fußball-Silberrücken im Kreis des überwiegend noch jüngeren Nationalteams. Obwohl er schon eine gefühlte Ewigkeit zum DFB-Team gehört. "Meine Rolle? Pfff...", entfuhr es dem 29-Jährigen in Düsseldorf, wo sich die Nationalmannschaft auf das WM-Qualifikationsspiel gegen Irland (Freitag ab 20.30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) vorbereitet. "Ich bin jahrelang dabei. Ich weiß, was man zu tun hat und ich versuche, meine Qualitäten unter Beweis zu stellen."

Gegen die Iren wird Schweinsteiger voraussichtlich sein 99. Länderspiel bestreiten. Das Jubiläum soll nach der Kölner Partie gegen Irland zum Abschluss der WM-Qualifikation in Stockholm gegen Schweden (Dienstag ab 20.30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) gefeiert werden. "Es ist etwas Besonderes. Das ist nicht selbstverständlich. Es ist eine Zahl, die einen auch mit Stolz erfüllt", sagte Schweinsteiger.

Erstmals seit dem 3:0 in Kasachstan im März ist Schweinsteiger nun wieder bei der Nationalmannschaft. Vereins-Verpflichtungen mit dem FC Bayern beim Triple-Rausch im Sommer und Verletzungen am vermaledeiten Knöchel verhinderten seitdem Einsätze in gleich sechs Länderspielen, mit denen der Mittelfeldmann längst die 100er-Marke übersprungen hätte. "Der Körper fühlt sich besser an. Meine Verletzungen sind vorbei. Ich freue mich, wieder dabei zu sein", sagte Schweinsteiger.

Schweinsteiger steht vor seinem 100. Länderspiel

"Es hat sich viel verändert" seit dem Nationalmannschaftsdebüt 2004.

"Es hat sich viel verändert" seit dem Nationalmannschaftsdebüt 2004.


Drittältester Spieler im aktuellen Kader

Hinter dem nachnominierten Hamburger Heiko Westermann (30) und Kapitän Philipp Lahm (29) ist Schweinsteiger der drittälteste im aktuellen DFB-Kader. Klub-Freund Lahm gratulierte er kürzlich per offenem Brief zu dessen 100sten Länderspiel. Nun dürfte Lahms Antwortpost kommen, obwohl Schweinsteiger "von Philipp nichts erwartet".

Die Kommunikation zwischen dem DFB-Spielführer und seinem Vize Schweinsteiger funktioniert. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Lahm beim FC Bayern auf seiner Sechser-Position zuletzt glänzte. "Ich bin überhaupt nicht böse. Das Ganze wird auch falsch diskutiert. Letztes Jahr hatten wir auch zwei Spieler im Zentrum - einer auf der Sechs, einer auf der Acht, da ist jetzt kein Unterschied", betonte Schweinsteiger.

Schweinsteiger muss sich immer rechtfertigen

Es gehört zu den Eigenartigkeiten der Karriere des Münchners, dass er mehr als andere seine Verdienste rechtfertigen muss und immer wieder über eine mögliche Verzichtbarkeit debattiert wird. (Immer Ärger um Schweinsteiger! Warum eigentlich?) Dabei ist sein Standing gerade bei Bundestrainer Joachim Löw ungeachtet des Massenangebots an Mittelfeldqualität unverändert hoch. Einsätze gegen Irland und Schweden stehen außer Frage.

"Ein fitter Schweinsteiger ist wichtig. Er ist eine große Persönlichkeit und als Führungsspieler akzeptiert", sagte Oliver Bierhoff. Aber: "Auch er weiß, dass der Konkurrenzkampf im Mittelfeld hier und auch in München hoch ist", erklärte der Teammanager.

Es sollen noch viele Spiele hinzukommen

Sicherlich weiß Schweinsteiger das, nur zu beunruhigen scheint es ihn nicht. Zu viel hat er seit seinem Debüt beim 0:2 gegen Ungarn kurz vor der vermasselten EM 2004 im DFB-Kreis schon erlebt. "Man denkt an die Anfangszeit zurück, an die ersten Länderspiele und die Entwicklung bis hierher. Ich hoffe, es kommen noch viele Länderspiele dazu", sagte er.

Schweinsteigers Sehnsucht ist klar - jetzt, da er gerade wieder das Gefühl genießt, "ein vollständiges Sprunggelenk zu haben". Der WM-Pokal im kommenden Sommer in Brasilien würde auch seine Karriere krönen. "Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft Erfolg hat, dass wir die Entwicklung weiterführen und es dann auch schaffen, den ganz großen Triumph zu holen", sagte er.

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