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Deshalb sollte Joachim Löw als DFB-Coach verlängern

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Zwei weitere Jahre  

Deshalb sollte Löw als DFB-Coach verlängern

15.10.2013, 11:49 Uhr | t-online.de, dpa

Deshalb sollte Joachim Löw als DFB-Coach verlängern. Bundestrainer Joachim Löw ist gesprächsbereit. (Quelle: imago/Schüler)

Bundestrainer Joachim Löw sieht die Form seiner Schützlinge teilweise kritisch. (Quelle: Schüler/imago)

Der nächste Hunderter-Jubilar wird schon bald Joachim Löw heißen. Am 15. November in Mailand wird der DFB-Coach, den vor mehr als neun Jahren Jürgen Klinsmann aus der Fußball-Vergessenheit zurück ins Rampenlicht befördert hatte, zum 100. Mal als Bundestrainer auf der Bank sitzen. Dann schon mit einem neuen Vertrag, daran zweifelt niemand mehr in Deutschland. (Lesen Sie auch: Der Druck lastet auf Bundestrainer Löw)

"100 ist natürlich eine imposante Zahl. Das kann man nicht planen. Und das hätte ich mit vor einigen Jahren nicht vorstellen können", sagte Löw vor dem letzten WM-Qualifikationsspiel seiner Elf in Schweden (ab 20.30 Uhr im Live-Ticker von t-online.de). "Es erfüllt mich mit Freude, wenn ich gerade gegen Italien die 100 vollmachen werde."

Aus Klinsmanns Schatten herausgetreten

"Weil er so gut und einfach die Viererkette erklären konnte", hatte Klinsmann 2004 bei Amtsantritt betont, als er Löw als seinen Assistenten, Cheftaktiker und Analytiker ins Team holte. Schon bei der Heim-WM 2006 galt Löw als der eigentliche sportliche Macher des "Sommermärchens" - danach übernahm er das Bundestraineramt von Klinsmann.

Inzwischen hat sich das System Löw weltweit nicht nur einen Namen gemacht. "Seit er die Mannschaft nach der WM 2006 komplett übernommen hat, hat er das Team kontinuierlich in die Weltelite geführt", sagte Vizekapitän Bastian Schweinsteiger. Genau deshalb strebt die DFB-Spitze um Präsident Wolfgang Niersbach eine Vertragsverlängerung um weitere zwei Jahre an.

Noch ohne Titel

Es ist für Löw das vierte große Turnier mit der deutschen Elf. 2008 scheiterte sein Team bei der EM im Finale an Spanien. Zwei Jahre später entzückte seine junge deutsche Boy Group um Özil, Müller und Khedira bei der WM in Südafrika die ganze Welt, musste sich im Halbfinale wieder den Iberern geschlagen geben. 2012 schien alles gerichtet für Löws ersten Titel. Doch es lief nicht optimal bei der EM in Polen und der Ukraine, auch der Bundestrainer hatte seinen Anteil am Halbfinal-Aus gegen Italien.

Löw wehrt sich gegen die öffentliche Erwartungshaltung. "Erfolgreiches Abschneiden hängt ja nicht immer nur von der Platzierung ab. Sondern wie ist es insgesamt gelaufen, wie hat man gespielt, wie ist das Verhältnis zur Mannschaft", sagte er jetzt in Schweden zu den Beurteilungs-Kriterien seiner Arbeit. Dennoch steht er in Brasilien unter Druck, nichts anderes als der Titel wird von Fans und Medien erwartet.

Frischer Wind durch Löw

Der 53-Jährige hat in den letzten Jahren für neue Tendenzen im internationalen Fußball gesorgt: Er stellte die Qualitäten der Jugend beim Weltturnier in Südafrika über die der Erfahrung. Er prägte das offensive Verteidigen und den "Übergangsspieler" im Mittelfeld, wie ihn beispielsweise der Münchner Toni Kroos interpretiert. Stammspieler "gibt es bei mir nicht", lautet Löws Credo.

Akteure wie Mesut Özil, Marco Reus oder Mario Götze sind für Löw "unglaublich wichtig" und zu Schlüsselspielern geworden: "Der Fußball hat sich seit 2006 verändert. Die Spieler sind technisch besser ausgebildet. Die Spieler sind mehr gefordert, auf ganz engem Raum mit hohem Tempo die Orientierung zu bewahren." Trotz allem wirkten die Auftritte des DFB-Teams in der WM-Qualifikation nicht immer souverän.

Auch der DFB-Coach lernt noch dazu

Denn auch Löw ist nicht fehlerfrei. Mal fehle ihm Mut, mal habe er zu viel Übermut, um den ganz großen Wurf zu schaffen, sagen seine Kritiker. "Jedes Turnier bringt neuen Erfahrungen, neue Erkenntnisse. Welche Fehler hat man gemacht, welche Fehler muss man vermeiden", sagte der Bundestrainer dazu. Auch er lerne immer noch dazu.

Die DFB-Bosse und vor allem die Mannschaft setzen darauf. Das ist Löws mitentscheidender Grund, nochmal eine Amtszeit dranzuhängen als wichtigster Fußball-Lehrer des Landes: "Die Verantwortung und der Druck bleiben gleich, wenn Deutschland in ein Turnier geht."

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