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WM 2014: Löws Ärger über den Terminplan

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"Ein bisschen grausam"  

Löw bricht sein eigenes Gebot

15.10.2013, 16:17 Uhr | sid

WM 2014: Löws Ärger über den Terminplan. Joachim Löw hätte die Nationalspieler gerne öfter bei sich. (Quelle: imago/Jan Hübner)

Joachim Löw hätte die Nationalspieler gerne öfter bei sich. (Quelle: imago/Jan Hübner)

Joachim Löw ist angefressen: Der Ärger über den Terminplan im ersten Halbjahr 2014 ließ den Bundestrainer sogar gegen sein oberstes Gebot verstoßen. "Das ist eine mittlere Katastrophe", sagte Löw beim Blick auf den Kalender mit nur einem Test vor dem Beginn der WM-Vorbereitung, am 5. März in Stuttgart: "Das finde ich persönlich ein bisschen grausam und bedauernswert vor einem großen Turnier."

Ungewohnt deutliches Wehklagen angesichts der Tatsache, dass Löw genau das verboten hatte. "Derjenige, der beginnt, über irgendetwas zu lamentieren, hat schon verloren. Das ist der wichtigste Grundsatz für Brasilien", betonte er stets: "Wir brauchen Spieler, die sich mit den Gegebenheiten arrangieren können."

Dass das Turnier noch extremer wird als das in Südafrika 2010 verdeutlicht auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. "Brasilien ist 24 Mal so groß wie Deutschland, das muss man sich mal vergegenwärtigen", äußerte der Verbands-Boss: "2006 hatten wir eine WM der kurzen Wege. 2014 muss man sich so vorstellen, als ob wir das Mannschaftsquartier in Frankfurt hätten, auf Gran Canaria das erste Gruppenspiel, in Moskau das zweite und auf den Färöer das dritte bestreiten."

Schwierige Bedingungen vor Ort

Und weil die Anpassung an die Bedingungen so schwierig und gleichzeitig wichtig ist und weil Löw die Spieler bis Mitte Mai nur für drei Tage beisammen hat, wird die Vorbereitung im Gegensatz zu den letzten Turnieren komplett umgestellt. Dies beginnt schon mit der Buchung des Quartiers, die erstmals nach der Auslosung der Gruppen am 6. Dezember. Teammanager Oliver Bierhoff hat aber drei Optionen geblockt. Zwei im Osten in Küstennähe, eines in der Nähe von Sao Paulo.

Vom Treffpunkt der Nationalspieler nach dem DFB-Pokalfinale - mögliche Teilnehmer am Champions-League-Endspiel würden deutlich später hinzustoßen - bis zum Beginn der Endrunde am 12. Juni wird Löw wohl noch drei Tests bestreiten lassen. Zwei in Deutschland und einen bereits in Brasilien. Das Quartier in Südamerika will der Bundestrainer etwa zwölf Tage vor dem ersten Spiel beziehen und damit deutlich früher als gewohnt, um sich auf die Bedingungen einzustellen.

Sarah Brander und Co. bleiben zu Hause

Zudem wird vom ersten Tag an hart gearbeitet, die Spielerfrauen werden entgegen der letzten Turnier-Jahre zu Beginn des Trainingslagers nicht dabei sein. Dieses wird nach Angaben des örtlichen Tourismus-Verbandes in St. Leonhard im Passeiertal in Südtirol abgehalten.

Auch die Reisen während des Turniers sollen so stressfrei wie möglich gestaltet werden. Löw plant, schon zwei Tage vor jeder Partie im jeweiligen Spielort anzureisen und erst nach einer weiteren Übernachtung nach dem Spiel zurückzufliegen. All diese Umstände hatten dafür gesorgt, dass Bierhoff vor einem halben Jahr die umstrittene Aussage tätigte, es sei "für Europäer eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit", in Südamerika den Titel zu gewinnen.

Die Statistik stützt das, es ist bisher noch keinem Europäer gelungen. "Aber jede Serie geht mal zu Ende", betonte Niersbach. Der Planung kommt bei dieser WM jedenfalls eine noch größere Bedeutung zu als bei jeder vorherigen. Wichtig für Löw wird es auch sein, die wenige Zeit mit seinen Spielern vor der Nominierung, die spätestens am 2. Juni erfolgen muss, sinnvoll zu nutzen.

Nominierung: Im November fällt die Vorentscheidung

Den Spagat zwischen Einstudieren und Ausprobieren ist nicht leicht. Eine besondere Bedeutung kommt daher den Prestige-Länderspielen Mitte November gegen Italien und wahrscheinlich England zu, bevor 2014 während der Bundesliga-Saison nur Chile Gegner sein wird.

"Ich werde im November das ein oder andere testen", verriet Löw, der dann möglicherweise die Dortmunder Roman Weidenfeller und Kevin Großkreutz vorspielen lässt: "Aber nur punktuell, nicht auf sieben oder acht Positionen. Es ist auch wichtig, dass ein gewisser Rhythmus bestehen bleibt." Bevor vor Ort in Brasilien dann endgültig das Lamentier-Verbot greift.

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