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DFB-Historie gegen Italien: Pleiten, Pech und Pannen

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Pleiten, Pech und Pannen  

Die düsteren Italien-Kapitel der Nationalelf

14.11.2013, 19:41 Uhr | dpa, sid

DFB-Historie gegen Italien: Pleiten, Pech und Pannen. Italiens Matchwinner Fabio Grosso (li.) im Duell mit Deutschlands Kapitän Michael Ballack im WM-Halbfinale 2006. (Quelle: imago/Norbert Schmidt)

Italiens Matchwinner Fabio Grosso (li.) im Duell mit Deutschlands Kapitän Michael Ballack im WM-Halbfinale 2006. (Quelle: Norbert Schmidt/imago)

Joachim Löw will's beim Jubiläum wissen - mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Als seinen 100. Gegner wählte der Bundestrainer ganz bewusst Italien aus, um sieben Monate vor der WM 2014 die Titelreife seiner Kandidaten für die Brasilien-Mission zu überprüfen.

"Ich erwarte, dass die Spieler Gas geben. Es besteht eine gewisse Spannung, auch wenn es kein Qualifikationsspiel ist", sagte Löw.

Letzter Sieg in Italien vor fast drei Jahrzehnten

Aber der Bundestrainer weiß auch ganz genau: Italien ist der Angstgegner der deutschen Mannschaft. Seit 18 Jahren wartet die DFB-Elf auf einen Erfolg über die Squadra Azzurra. Der letzte Sieg gelang im Juni 1995 mit einem 2:0 auf neutralem Boden in Zürich. Der letzte Erfolg auf italienischem Grund liegt sogar fast drei Jahrzehnte zurück. Im Februar 1986 gewann die Nationalmannschaft mit Lothar Matthäus, Felix Magath und Karl-Heinz Rummenigge in Avellino mit 2:1.

Müller vor dem Klassiker 
"Gegen Italien wollen wir ein Zeichen setzen"

Die Squadra Azzurra soll nicht zum Angstgegner werden. Video

Die Historie des Prestigeduells ist reich an denkwürdigen Auseinandersetzungen, vor allem an Pleiten, Pech und Pannen, wenn man zur deutschen Nationalelf hält:

EM 2012, Halbfinale: Deutschland - Italien 1:2

In Warschau setzte sich die schwarze Serie für die DFB-Auswahl gegen die Squadra Azzurra fort. Auch im achten Anlauf bei einer EM oder WM sprang für Deutschland kein Sieg heraus. Am Ende stand es nach zwei Toren von Mario Balotelli und dem Anschlusstreffer von Mesut Özil 2:1 für die Italiener, die anschließend im EM-Finale gegen Spanien in Kiew mit 0:4 untergingen.

WM 2006, Halbfinale: Deutschland - Italien 0:2 n.V.

Nur noch einen Schritt war der Gastgeber beim Sommermärchen vom Finale in Berlin entfernt. Aber es sollte nicht sein. Im Dortmunder Stadion, wo die DFB-Auswahl bis dato noch nie verloren hatte, machten die Italiener dem Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann einen Strich durch die Rechnung. Zwar konnte Deutschland bis zum Schlusspfiff ein 0:0 halten, dann brach aber das Unglück über die Hausherren herein. Nach der zwölften Ecke für den späteren Weltmeister in der 119. Minute gelang Fabio Grosso das 1:0, ehe Alessandro del Piero in der Nachspielzeit mit 2:0 den Traum der deutschen Mannschaft vom ersten Titel nach 1996 endgültig beendete und das Team und seine Fans in ein Tal der Tränen stürzte.

Freundschaftsspiel 2006: Italien - Deutschland 4:1

Das Debakel in Florenz hätte fast zum vorzeitigen Abschied von Bundestrainer Jürgen Klinsmann geführt. Vier Tore kassierte seine Mannschaft gegen die Squadra Azzura, und es hätten noch einige mehr sein Können. Drei Monate vor Beginn der WM im eigenen Land hinterließen die Klinsmänner einen fürchterlichen Eindruck und ließen das Schlimmste für das große Turnier befürchten. Das Sommermärchen war zu diesem Zeitpunkt jedenfalls ganz weit weg.

EM 1996, Vorrunde: Deutschland - Italien 0:0

Im Nachhinein ist das 0:0 zwischen Deutschland und Italien im Theater der Träume in Manchester als Erfolg einzuordnen. Denn durch den Punkt in Old Trafford holte sich die Mannschaft von Trainer Berti Vogts nach dem 2:0 gegen Tschechien und dem 3:0 gegen Russland den Gruppensieg. Held des Abends war der heutige Bundestorwarttrainer Andreas Köpke, der reihenweise gute Chancen der Italiener vereitelte. Der deutsche Torhüter verschuldete zwar früh einen Strafstoß an Pierluigi Casiraghi, wehrte den von Gianfranco Zola geschossenen Elfmeter aber ab. Selbst als Deutschland nach einer Stunde nach einer Gelb-Roten Karte gegen Thomas Strunz in Unterzahl spielte, verzweifelten die Italiener reihenweise an Köpke, der so maßgeblich für das vorzeitige Turnieraus der Azzurri verantwortlich war. Deutschland wurde anschließend Europameister.

EM 1988, Vorrunde: Deutschland - Italien 1:1

Im EM-Eröffnungsspiel in Düsseldorf zeigten beide Team nur eine mäßige Leistung. Italien mit seinen Topstars Walter Zenga, Giuseppe Bergomi, Paolo Maldini, Carlo Ancelotti und Gianluca Vialli war spielerisch klar überlegen und ging in der 52. Minute durch Roberto Mancini nach einem groben Schnitzer von Matthias Herget in Führung. Drei Minuten später gelang Andreas Brehme per Freistoß der glückliche Ausgleich.

WM 1982, Finale: Deutschland - Italien 1:3

Italiens Matchwinner Fabio Grosso (li.) im Duell mit Deutschlands Kapitän Michael Ballack im WM-HalbfinaleDie WM in Spanien war aus deutscher Sicht trotz des Finaleinzuges kein Ruhmesblatt. In Erinnerung blieben vor allem die "Schande von Gijon", als die DFB-Auswahl 80 Minuten lang beim 1:0 gegen Österreich den Fairplay-Gedanken mit Füßen trat, sowie das brutale Foul von Torwart Toni Schumacher an Patrick Battiston im Halbfinale gegen Frankreich. Im Endspiel machten dann Paolo Rossi (57.), Marco Tardelli (69.) und Alessandro Altobelli (81.) für Italien alles klar, ehe Paul Breitner (83.) noch verkürzen konnte.

WM 1970, Halbfinale: Deutschland -Italien 3:4 n.V.

Im Aztekenstadion von Mexico City fand die bis heute unvergessene Partie zwischen Italien und Deutschland statt, die als Jahrhundertspiel in die Geschichte einging. Der amtierende Europameister Italien traf im Glutofen auf Vizeweltmeister Deutschland, wobei die Sympathien klar an Beckenbauer und Co. verteilt waren. Italien hatte in der Runde zuvor die Gastgeber aus dem Turnier geschossen und sah sich bereits zu Beginn einem wüsten Pfeifkonzert ausgesetzt. Das machte den Italienern aber nichts aus. Sie gingen bereits in der achten Minuten durch Roberto Boninsegna in Führung. Erst in der Nachspielzeit gelang dem in Italien spielenden Karl-Heinz Schnellinger mit seinem einzigen Länderspieltor der Ausgleich.

In der Verlängerung erzielte Gerd Müller die Führung für Deutschland, die Italiener kamen aber nach einem Fehler von Sigi Held durch Tarcisio Burgnich zum Ausgleich, ehe Luigi Riva für die italienische Führung sorgte. In der zweiten Halbzeit der Verlängerung gelang Gerd Müller erneut der Ausgleich, Gianni Rivera erzielte aber eine Minute später den 4:3-Endstand. Heute verweist eine Erinnerungstafel am Aztekenstadion auf diese Partie.

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