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Nach Pleite im WM-Playoff-Spiel gegen die Ukraine: Ribéry steht in Frankreich stark in der Kritik

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Böse Ego-Vorwürfe  

Frankreich stempelt Ribéry zum Sündenbock und fordert ein Wunder

17.11.2013, 11:50 Uhr | sid

Nach Pleite im WM-Playoff-Spiel gegen die Ukraine: Ribéry steht in Frankreich stark in der Kritik. Bayern-Star Franck Ribéry ist in Frankreich sehr umstritten. (Quelle: imago/PanoramiC)

Bayern-Star Franck Ribéry ist in Frankreich sehr umstritten. (Quelle: PanoramiC/imago)

An Superstar Franck Ribéry scheiden sich in Frankreich weiter die Geister: Während der 30 Jahre alte französische Supertechniker bei Bayern München der ungekrönte Fußball-König, wenn nicht gar der zweite Kaiser ist, geben ihm in einer Internet-Blitzumfrage der Fachzeitschrift "France Football" 48 Prozent der Abstimmenden die Hauptschuld an dem 0:2 (0:0) in Kiew gegen die Ukraine im Play-off-Hinspiel zur WM 2014 in Brasilien.

"Franck-reich" wird zum Sündenbock gestempelt. Die Kritiker meinen, Ribéry habe sich zu sehr unter Druck gesetzt und mehr an den Gewinn des persönlichen Titels Weltfußballer des Jahres gedacht als an die Qualifikation seines Heimatlandes. "Alarmstufe Rot", titelte "L'Equipe".

Das Umfrage-Ergebnis stellt aber keine wirkliche Überraschung dar, denn Europas Fußballer des Jahres wird nach den Vorkommnissen bei der WM 2010 in Südafrika in der französischen Öffentlichkeit immer noch sehr kritisch beurteilt. Die Grande Nation muss nun befürchten, erstmals seit 20 Jahren die WM-Teilnahme zu verpassen. Damals war bekanntlich der Bulgare Emil Kostadinow (Bayern München) der große Spielverderber für die Equipe Tricolore gewesen. Er hatte am 17. November 1993 zwei Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit das 2:1 für die Osteuropäer erzielt.

Trainer nimmt Ribéry in Schutz

Am Freitag wurde Ribéry von den Ukrainern weitgehend beherrscht und aus dem Spiel genommen - das Bayern-Ass konnte nicht wie gewohnt brillieren, gab erst in der Schlussphase seinen einzigen Torschuss ab und verschwand hinterher kommentarlos im Mannschaftsbus. Trainer Didier Deschamps nahm seine Lichtgestalt gleich nach dem Spiel indes in Schutz: "Es gab wenige Eins-zu-Eins-Situationen, Ribéry wurde fast immer gedoppelt. Natürlich wusste die Ukraine um seine Gefährlichkeit. Sie haben sehr aggressiv gegen ihn gespielt, viele Fouls begangen und die Räume eng gemacht."

Die Medien hingegen fordern von ihm, im Rückspiel über sich hinauszuwachsen, mehr in die Mitte zu wechseln statt links zu kleben, häufiger zu schießen und seine Mitspieler in seinem Windschatten zu einer besseren Leistung zu zwingen, kurzum, ein Wunder zu vollbringend Denn noch nie hat eine europäische Mannschaft in einem K.o.-Spiel zur WM-Qualifikation ein 0:2 gedreht.

Nur geringes Interesse am Nationalteam in Frankreich

Den Führungstreffer für die Ukraine, die bisher nur einmal den Sprung zu einer WM-Endrunde (2006 in Deutschland) geschafft hatte, erzielte vor 70.000 Zuschauern in Kiew Roman Sosulja (61. Minute). Für die Entscheidung sorgte Andrej Jarmolenko (82., Foulelfmeter). In der Nachspielzeit sah Frankreichs Laurent Koscielny die Rote (90.+1) und Ukraines Alexander Kutscher (90.+5) die Gelb-Rote Karte.

Das Spiel hatte übrigens nur eine Einschaltquote von 9,3 Millionen Zuschauern (Marktanteil für TF1: 37,5 Prozent), und das entscheidende Match am Dienstag im Stade de France von St. Denis ist noch nicht ausverkauft.

Lizarazu ist skeptisch

Auch Chefcoach Deschamps gerät wegen seiner Aufstellung (Samir Nasri als Spielmacher) in die Kritik. Sein wenig optimistisches Fazit ("Wir müssen dran glauben. Und alle Kräfte bündeln") wirft die Frage auf, ob der Trainer nicht im Grunde schon resigniert hat, statt zu einer Trotzreaktion aufzurufen.

Ex-Bayern-Profi Bixente Lizarazu formulierte in einem Beitrag für "L'Equipe": "Frankreich muss kämpferischer auftreten. Das ist die Grundvoraussetzung für eine Überraschung. Aber können sie aggressiv sein und gleichzeitig kaltblütig bleiben?" Der Dienstag wird es zeigen.

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